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| Infestation, Roadrunner Records, 2010 |
| Bobby Blotzer |
Drums | |
| Carlos Cavazo |
Guitar, Vocals |
| Robbie Crane |
Bass |
| Warren DeMartini |
Guitar, Vocals |
| Stephen Pearcy |
Lead Vocals |
| Produziert von: Michael 'Elvis' Baskette |
Länge: 42 Min 14 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Eat Me Up Alive | 7. As Good As It Gets |
| 2. Best Of Me | 8. Garden Of Eden |
| 3. A Little Too Much | 9. Take A Big Bite |
| 4. Look Out Below | 10. Take Me Home |
| 5. Last Call | 11. Don't Let Go |
| 6. Lost Weekend | |
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Tja, was habe ich wohl erwartet, dass ich beim ersten Durchhören eher enttäuscht bin? In meinem RATT Universum ist nach Out Of The Cellar eben das 98er Werk Ratt ein Highlight. Vielleicht, weil sie hier mehr am klassischen Hardrock dran waren als sonst? Vielleicht auch, weil sich Tracks wie Tug Of War oder Live For Today so in meinen Gehörgängen festgesetzt haben, dass ich sie tagelang nicht rausbekomme, wenn ich die CD wieder mal höre. Vielleicht auch, weill RATT auf dieser CD Groove in ihrer Musik haben und die Gitarren nicht nur die allbekannten Nudelsolos bieten?
Meine Beurteilung von Infestation (wohl am sinnvollsten mit 'Heimsuchung' übersetzt) fällt dann auch eher verhalten aus?
Zugeben muss man, dass alle die Dinge, die RATT ausmachen, auf der CD zu finden sind - Powerchords, wuchtiges Schlagzeug, Pearcy's unnachahmliche Stimme, die Background Vocals, alles da. Und Infestation ist mehr RATT als Ratt das war. Solos finden sich wie gewohnt zu Hauf, kurz und knackig, so schnell vorbei wie sie angefangen haben, und so wenig memorierbar ... und das trifft auch leider für das Salz in der Suppe - die Refrains - zu. Da gibt es bei den ersten Tracks bis Look Out Below an Stelle von Hooklines halt zu oft einfach Gebrüll, und ein Refrain klingt wie der andere.
Der ist dann der erste Track, der etwas heraussticht. Mehr auf der Heavy Side of Life angesiedelt, hat er ein funky Riff und rauscht nicht einfach so durch - und siehe - auch der Refrain passt, wenngleich er an Over The Edge auf Ratt erinnert, und der Bass so schön hie wie da pumpt. Auch das Solo nudelt nicht einfach die Töne runter, sondern läßt sich Zeit. Ein Winner, inklusive Tempowechsel - es geht doch, wenn man will. Und auch As Good As It Gets, das sich nicht ganz entscheiden kann, ob es ein Shuffle ist oder nicht, gewinnt Punkte, weil es eben auf Rattsche Art und Weise daher kommt, aber dabei über den Tellerrand schaut.
Garden Of Eden ist schon fast AEROSMITH, schön heavy, Riffs werden wie Steine auf den Paukenboden geworfen, und der Song erhält damit mehr Gewicht und Eigenständigkeit, ein Gesicht, gerade auch mit dem Rattenschnurrbart unter der Nase. Take A Big Bite hat eine schöne heavy Bridge in der Mitte, und Take Me Home ist Black Rabbath.
Clever gemacht, der Albumflow. Die Eingangs- und der Endtrack (mit wildem Slidesolo) sind typischste Rattenfänger, und die oben genannten variieren das Thema genung, um Spannung rein zu bringen und auch Hoffnung für die Zukunft der Band zu haben. Der Sound ist gut druckvoll und klar.
Alles in allem ist die CD - von wegen dem Füllstoff - vielleicht nicht 100% gelungen, aber da ist definitiv noch genug Leben drin, und die Spaß macht sie allemal - und somit ist die Review denn auch positiv - obwohl so ein wundervoller Shuffle wie Dead Reckoning fehlt
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