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| Innocence & Instinct, Essential Records/Sony Music, 2009 |
| Michael Barnes |
Lead Vocals |
| Jasen Rauch |
Guitars |
| Randy Armstrong |
Bass, Vocals |
| Anthony Armstrong |
Guitars |
| Joe Rickard |
Drums |
| Länge: 41 Min 14 Sek |
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Medium: CD |
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| 1. Fight Inside | 6. Confession (What's Inside My Head) |
| 2. Death Of Me | 7. Shadows |
| 3. Mystery Of You | 8. Ordinary World |
| 4. Start Again | 9. Out From Under |
| 5. Never Be The Same | 10. Take It all Away |
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RED weichen aber wirklich auch keinen einzigen Millimeter von dem ab, was sie auf "End Of Silence" im Jahr 2006 zelebriert hatten. Warum denn auch? Immerhin verkaufte sich der damalige Silberling über 250.000-mal. Respekt! Deswegen war eigentlich bereits im vorhinein klar, dass es genauso weitergehen soll. Zwei Fragen tun sich dabei auf: 1. Ist es wirklich ratsam, so beharrlich und dauerhaft auf ein und derselben Erfolgsschiene zu fahren und 2. kann es überhaupt gelingen, noch einmal so einen Überflieger wie "End Of Silence" einzuspielen?
Nun, die erste Frage wird so zu beantworten sein, als dass der eingefleischte Fan diese natürlich mit Ja beantworten wird. Der ungeübte Hörer wird hingegen Probleme damit haben, die einzelnen Stücke auseinander halten zu können. "End Of Silence" war ein echter Knaller. RED spielen auf ihrem neuen Silberling erneut christliche Songs und stellen in ihren Tracks Schmerz und Abneigung dar. Sie klingen wütend, brachial und verbinden dies mit einer gehörigen Portion an Melancholie. Die Gitarren sind durchdringend hart, die eingespielten Keyboards nur all zu oft düster und trotz der lauten Begleitkapelle oftmals prägend. Insofern ist die Frage 2 ebenfalls mit einem absoluten Ja zu beantworten.
Und dennoch: "Innocence & Instinct" benötigt ein paar Umläufe mehr als sein Vorgänger. Ja klar, Fans von LINKIN PARK können sich auch an RED erfreuen. Letztere warten vielleicht mit noch mehr Intensität auf. Das Rezept geht auf. Jede Nummer knallt und geht an vielen Stellen unter die Haut. Der passende Gesang von Michael Barnes ist ebenfalls erneut ein Garant für den Erfolg. Zu Beginn leistet sich der Vierer (im Studio sind es mit Schlagzeuger Joe Rickard wie erwartet fünf Musiker) ein paar sanfte Töne, bevor die Guitars alles niedermetzeln und unter sich begraben. Dabei können es sich die Jungs leisten, das Tempo zu verschleppen und dabei trotzdem frisch und fetzig zu klingen.
Lassen wir also die Texte in Anlehnung an den Glauben weg, so bestechen RED mit ihrer Musik mit einer ungeahnten Power sowie Dynamik. Stellenweise etwas experimentell in Death Of Me, an anderer Stelle herzzerreißend schön in Mystery Of You, so vergehen die musikalischen Minuten wie im Fluge. Dabei sei trotz allem dazu geraten, sich das Album wirklich konzentriert anzuhören, denn ansonsten entgeht dem geneigten Hörer zu viel. Sowohl Start Again als auch Never Be The Same walzen genial vor sich hin, bei aller Härte wollen die Melodien erneut nicht mehr aus den Ohren raus.
RED erlauben sich zwischendrin immer wieder den Ausritt in puren Metal, ziehen dann aber blitzartig die Notbremse und gehen im weiteren Verlauf äußerst gefühlvoll zu Werke. Das macht die Scheibe spannend und immer wieder hörenswert. Man muss zugeben, dass die ganze Chose spätestens in Ordinary World bekannt klingt und einem als schlichte Wiederholung vorkommt. Das macht aber nichts, denn die Songs sind über weite Strecken eben so gut, dass man ohnehin nach dem Ende von "Innocence & Instinct" die Repeattaste gedrückt hätte.
Kaufempfehlung für ein intensives Album mit Gefühl, Dramatik und viel Power!
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