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| Ron Franklin, Alive Records / Cargo Records, 2008 |
| Ron Franklin |
Vocals, Acoustic Guitar, Electric Guitar, Harmonica |
| Produziert von: Johnny Kimbrough |
Länge: 44 Min 11 Sek |
Medium: CD |
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| Side One: | |
| 1. Western Movies | 4. Do Not Wait 'til I Am Laid 'neath The Clay |
| 2. Call It At Night | 5. Dear, Marianne |
| 3. Dark Knight, Cold Ground | 6. That's Just The Love I Have 4U |
| Side Two: | |
| 7. Visions Of Parfume | 10. Pontiac |
| 8. The Elocutionist | 11. We Ain't Got No Home |
| 9. All Along A Summer's Day | 12. 25 Cents For The Morphine, 15 Cents For The Beer |
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Mr. Franklin sieht aus, als hätte sich das Groupie von Jimi Hendrix in der Tür geirrt und wäre versehentlich bei Bobby Dylan im Bett gelandet... unverkennbar jedenfalls sind die dylanesken Einsprengsel schon auf dem Cover der CD zu sehen: Kraushaariger Singer-Songwriter mit Weltschmerz im Gesicht, die Telecaster geschultert und die Hohner-Harmonica spielbereit um den Hals gehängt.
"Ron's music is part of the legacy of the wellspring of Southern Sounds" heißt es im Waschzettel des Labels. Aha, und getreu dem Erbe verpflichtet erscheinen seine Songs auch als limitierte Vinylpressung - die witzige Einteilung in Side One und Side Two auf dem Booklet lässt dies noch ahnen...
Der CD-Player jedenfalls macht auf seiner virtuellen Zeitreise heftige Pendelbewegungen: mal back to the roaring sixties - ungefähr zwischen "Another side..." und "The times they are...", dann mit kräftigem Schlag ins ferne "Nebraska" der Achtziger, wo der Boss gerade auf seine E-Gitarre eindrischt und mit seinem Gejammer den 4-Spur-Kassettenrekorder quält.
Ron Franklins Album hat soviel schöne Versatzsteine vergangener Epochen, dass man fast versucht ist, auch in seinen Texten nach Fragmenten von Dylan, Springsteen, Hillbillie-Railroad-Songs oder Mississippi-Delta-Bluesern zu suchen - Fehlanzeige! Gut, er versteckt seine Weisheiten genauso in genuscheltem Singsang wie seine großen Vorbilder, aber wer sich die Mühe macht, im Booklet zu lesen, merkt, dass er doch ein Kind unserer Zeit ist.
Was ihm jetzt noch zu wünschen wäre? Dass er aus der stinkigen Garage seines Underdog-Songwritings hinaus ans Licht richtig guter Hooklines und Songs findet, die im Ohr bleiben und ihm vielleicht ein sorgenfreies Leben bis ans Ende aller Tantiemenzahlungen bescheren. Verdient hätte er es jedenfalls!
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