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Sinbreed

When Worlds Collide

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When Worlds Collide
When Worlds Collide, Ulterium Records, 2010
Frederik Ehmke Drums
Herbie Langhans Vocals
Flo Laurin Guitars, Keyboards
Alex Schulz Bass
Gäste:
Oliver Lohmann Guitar
Thomas Rettke Guitar
Morten Sandager Keyboards
Andreas Thalmann Guitar
Joost van den Broek Keyboard
Produziert von: Flo Laurin Länge: 43 Min 11 Sek Medium: CD
1. Newborn Tomorrow6. Through The Dark
2. Book Of Life7. Enemy Line
3. When Worlds Collide8.Room 101
4. Dust To Dust 9. Arise
5. Infinity's Call10. Salvation

Wer von hat eigentlich noch so richtige Lebensträume. Also nicht den, dass man gerne mal mit Michelle Hunziker einen Abend bei Kerzenschein und die Nacht sowieso - nee, so Kleinjungenfeuchtträume meine ich nicht. Ich meine so Träume, Lebenswünsche in denen man was erreichen möchte, wenn einem die Möglichkeiten dazu gegeben wären. Nicht irgendwas, sondern was ganz Besonderes. Mein größter Traum ist zum Beispiel, einmal mit meiner Combo einen ganzen Abend die ausverkaufte große Westfalenhalle zu bespielen. Nicht als Vorband - okay, das wäre auch schon riesig - sondern als Haupt Act. So Träume meine ich. Flo Laurin hatte so einen Traum, hat Stück für Stück daran gearbeitet und geglaubt und in diesem Jahr den Traum in die Wirklichkeit katapultiert.

Wenn ich das richtig verstehe, bastelt der gute Kerl schon seit den späten 90er-Jahren des verflogenen Jahrhunderts an der Umsetzung dieses Projektes. Stück für Stück wuchs es heran und nun liegt der Traum als CD auf der Ladentheke: SINBREED. Eine Band, man kann sagen, zusammengestellt aus Teilen der Crême de la Crême des deutschen Metals. An den Drums ballert uns einer die Doublebassgranaten um die Ohren, der sonst bei BLIND GUARDIAN die Felle gerbt. Am Gesang einer der besten deutschen Metalsänger, der aber leider in unseren Breitengraden weniger bekannt ist. Tja, der Prophet im eigenen Land hat es nicht leicht, dafür räumt Herbie Langhans mit seiner Stammcombo SEVENTH AVENUE in Südamerika den Beifall ab, von dem man als Musiker auch lebt. Ich glaube nicht, dass Flo Laurin es bei SINBREED auf Namedropping angelegt hat, sondern einfach Connections hat. Mit einem solchen Drummer und diesem Sänger liegt das musikalische Genre auf der Hand: Heavy Metal. Und das in einer traditionellen Art und Weise, dabei aber doch mit einem modernen Anstrich, dass es fast eine riesen Gaudi ist, diese Scheibe von 1 bis 10 durchzuhören. Für den modernen Sound zeichnet sich kein anderer verantwortlich als Markus Teske, der das mixen und mastern des Albums übernommen hat. Und der hat auch schon bei so Größen wie SYMPHONY X, VANDEN PLAS und auch NEAL MORSE an den Knöpfen gedreht. Es bleibt also festzustellen, dass es dem Inspirator der Band wirklich nicht an Verbindungen gefehlt hat.

When Worlds Collide fährt von daher auch vom ersten bis zum letzten Lied auf der Heavy Metal-Schiene. Newborn Tomorrow lässt zwar mit den zarten Akustikgitarrentönen noch in eine andere Richtung denken, diese wird aber nach den ersten Sekunden innerhalb von Millisekunden zu Klump geschossen. Sobald Frederik Ehmke die Trommeln erschallen lässt ist es vorbei mit Ruhe und Beschaulichkeit. Ab dann hört es sich tatsächlich so an, als würde einiges kollidieren. Und das ist einer der Schwachpunkte dieses Albums, denn leider sind die Doublebassgewitter zu allgegenwärtig. Selbst Genregrößen wie GAMMA RAY oder HELLOWEEN gönnen den Ohren auch mal eine Atempause, einen Moment der Abwechslung. Im Gegensatz dazu ballern SINBREED durchgehend ein Highspeedlied nach dem nächsten aus den Boxen. Dabei ist mit Herbie Langhans ein Sänger vorhanden, der auch die ruhigeren Passagen beherrscht. Leider kann durch den Promodownload auch nicht in Erfahrung gebracht werden, in welchen Songs z. B. Morten Sandanger von den PRETTY MAIDS oder Joost van den Broek von AYREON/ STAR ONE ihre Künste zum Besten geben.

Alles in allem ein Album, das gut ist, mir aber zu wenig Abwechslung bietet, auch wenn das zu hörende sich auf allerhöchstem Niveau im Powermetalbereich bewegt. Aber es ist ja erst der erste Dreher, da bleibt also noch Platz für Variationen und Abwechslungen.

Friedemann Schmidt, (Artikelliste), 03.05.2010

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