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The World's Alive

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The World's Alive
The World's Alive, MBM Records, 2008
Jason Pomar Lead Vocals, Bass
Edgel Groves, Jr. Guitars, Vocals
Nathan Lathouse Drums, Vocals
Gäste:
Aaron Galton Guitars
Jerod Untiedt Hand Claps
Mark Mckee Hand Claps, Motown Guitar
Ted Comerford Organs, Keyboards
Produziert von: Ted Comerford & Sun Domingo Länge: 39 Min 54 Sek Medium: CD
1. Burning Both Ends6. GWLYDDYN
2. Santa Teresa7. Sweetest And Saddest
3. A Song In Your Name8. Ohio Song
4. Hot Little Room9. Happy
5. Something Face10. The Race Has Already Begun

Angeboten wurde die Scheibe von SUN DOMINGO mit dem Titel "The World's Alive" als Progressive Pop-Rock. Genauso gut könnte man sagen, dass hier anspruchsvoller Pop-Rock geboten wird (ohne den Zusatz Progressive), jedoch fiel in einem Interview, welches ich vor ein paar Monaten mit Oliver Philips von EVERON führte, die Bemerkung, dass das Wort Anspruch gleich zu setzen wäre mit Progressive. In Anbetracht dessen, welche Einflüsse auf diesem Werk zum Vorschein kommen, möchte ich es auch als Progressive Pop-Rock einstufen.

Sun Domingo Das Trio stammt aus Atlanta, Georgia (USA) und spielt dort stets über 200 Konzerte pro Jahr, also eine fleißige Truppe. Die Band serviert uns mit "The World's Alive" ihren ersten Longplayer. Schon der erste Track Burning Both Ends versteht es mit einer in die Gehirnwindungen einprägenden Melodieführung zu überzeugen, und ganz spontan kommen mir RPWL in den Sinn. Zum einem, weil Jason Pomars Stimme von der Klangfarbe (vielleicht ein wenig heller) der von Yogi Lang ähnelt und zum anderen sich beide Formationen von PINK FLOYD beeinflussen ließen. Allerdings klingen SUN DOMINGO dabei noch wesentlich poppiger, ohne jedoch dabei ins Banale abzudriften. Noch deutlicher wird der Vergleich bei der eher melancholisch ruhig wirkenden Nummer A Song In Your Name. Sehr gut gefällt mir auch, dass sie mit mehrstimmigen Gesangslinien arbeiten, wie z.B. in Hot Little Room.
Mit monotonen Gitarren und Drums wird der Gesang in der äußerst schwermütigen Nummer Sweetest And Saddest begleitet und tatsächlich bilden eben dieser Gesang und die spärlich eingesetzten floydigen Gitarren das i-Tüpfelchen in diesem Stück. Einen schönen Kontrast zu den eher ruhigen Klangebilden bietet, das in die Alternative-Ecke schielende Something Face. Fesselnd ist auch GWLYDDYN. Seltsamer Titel für einen so melodischen Song. Oder auch Ohio Song, welcher leicht an die BEACH BOYS erinnert.

Trotz der Melancholie, die von dem gut produzierten Werk ausgeht, verfällt man nicht in Depressionen. Im Gegenteil, denn gleichzeitig hat die Musik etwas Leichtes und Erfrischendes und schon fällt mir ein weiterer Vergleich ein, nämlich AEON SPOKE.
SUN DOMINGO bieten uns mit "The World's Alive" eine kurzweilige Reise in die Welt des Alternative-Progressive-Pop-Rock, an dem Liebhaber von neueren PINK FLOYD, RPWL, BLACKFIELD, COLDPLAY, RADIOHEAD, AEON SPOKE sicherlich Gefallen finden.

Michelle Karayilan, (Artikelliste), 12.02.2009

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