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On With The Show

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On With The Show
On With The Show, Muggs Music, 2008
Danny Methric Vocals, Guitars
Tony DeNardo Rhodes Bass, Background Vocals
Matt Rost Drums
Gäste:
Bobby Emmett III Piano (Curbside Constellation Blues)
Produziert von: Danny Methric, Tony DeNardo & Jim Kissling Länge: 46 Min 07 Sek Medium: CD
1. Motown Blues7. Curbside Constellation Blues
2. Slow Curve8. Down Below
3. Just Another Fool9. Never Know Why
4. All Around You10. Get It On
5. On With The Show11. Motown Blues (Reprise)
6. Somewhere Down The Line

Also, was über die MUGGS alles geschrieben wurde, nachdem die Downloads per E-Mail kamen, ist irre. Jogi schrieb: "Hört euch die Mucke an. Die Promo kam heute aus den USA. THE MUGGS aus Detroit, Michigan. Wenn das kein Tipp wird, sehe ich mich genötigt, helfend und Rat gebend mit einer 2. Meinung einzuspringen :-) Die Jungs spielen den Blues Rock, den wir brauchen. Von hinten angefangen... LED ZEP ... bis... Geil!"
Dietrich schrieb gleich: "Habe mir das jetzt noch mal angehört - das könnte die Bluesrock CD des Jahres sein. Und natürlich sind das nicht W.A. auf Dope, sondern GOV'T MULE OHNE Dope, sprich Thorazine und ohne Larmoyanz. Auch rocken sie ein Stück durch, und machen nicht mittendrin eine Bridge, wo das ganze unterbrochen und auf Kunscht gedrillt wird. Das ist ja die zweite CD, man sollte die erste auch mal hören. Wir sollten eine neue Kategorie einführen - United Lobhudelei (als Icon ein sich umarmendes Pärchen)."
Und Fred scherzte nur: "Ja, ne, is kacke. Voll schlecht. Rockt nicht, knackt nicht, langweilig und öde." Und meint das Gegenteil. [Niemals! F.]

Also, wie schon zu lesen war kommen THE MUGGS tatsächlich aus der vom französischen Kapitän Antoine de la Mothe Cadillac am 24. Juli 1701 am Ausfluss des Lake Erie als "Ville d'Etroit" (Stadt an der Meerenge) gegründeten, soeben sterbenden (oder geretteten?) Autostadt, genau wie Bob Seger, Suzi Quatro und Ted Nugent, um nur die bekanntesten zu nennen. Detroit, wie die Stadt heute heißt, ist nämlich nicht nur als Autostadt bekannt, sondern auch als Rock-City. Obwohl eigentlich das Motown-Label aus Detroit stammt, das die Soulmusik und auch Popmusik beeinflusst hat.
Gut, halte ich mich nicht weiter mit der Vorrede auf. Ich hab mich bislang aus allen Diskussionen herausgehalten und auch die Promo-Downloads nicht angehört. Ich wollte abwarten, bis ich eine CD vorliegen habe und die genüsslich in den Player schiebe. Und dann bekomme ich nur eine CD-R, ohne alle Infos nur die Titel sind auf ein Papierchen gekritzelt. Was denken diese Firmen eigentlich? Dass ich einen schwunghaften Handel mit den CDs treibe oder was? Ich brauche doch die Informationen, die mir das Booklet normalerweise liefert. So ein Blödsinn! Da hätte ich mir auch die Promo-Downloads anhören können.

Na ja, schieben wir also die CD-R in den Player und hören wir, was kommt. Es kommt Motown Blues und zwar so langsam und traurig, dass ich denke: "Nun haben sie mir auch noch die falsche CD aufgenommen." Das dauert zum Glück bloß eine Minute und 29 Sekunden, dann bricht Slow Curve unvermittelt los und der Bluesrock trifft mich vollkommen unvorbereitet. Gerade hatte ich die Anlage lauter gedreht, als ich die Drehung schon retour machen muss, damit meine Nachbarn nicht aus dem Bett fallen. Was ich höre ist kein Bluesrock, sondern Hardrock aus den Siebzigern mit einer Prise Blues. Die Jungs wissen, wo's lang geht, ihr Sound ist roh, laut und stolz und erinnert in diesem Stück sehr an die alten LED ZEPPELIN mit den starken Bass-Linien und stampfenden Drums.
Ich weiß nicht, ob es an der Aufnahme auf der CD-R liegt, aber die Stücke folgen alle sehr eng aufeinander, gehen fast eins ins andere über. So hat man kam Zeit zu verschnaufen und mit einem Gedanken abzuschließen. Man denkt noch über ein Stück nach und schon läuft das nächste. Merkwürdig. Ob das so gewollt ist?
Gut, beginnen wir nun mit der dritten Nummer noch einmal. Just Another Fool fängt mit einem Drum-Einsatz an, der anfangs etwas aus dem Takt scheint, sich aber sehr schnell fängt, wenn die Musik einsetzt. Merkwürdig. Ich habe mir diese kurze Passage nun fünfmal angehört, und der Eindruck verstärkt sich zunehmend. Ansonsten fällt mir auf, dass der Gesang recht hoch ist (also nicht so, wie ich es mag) und auch ziemlich unverständlich. Das dürfte eine der wenigen Scheiben sein, auf der ich nicht mitbekomme, was los ist.
On With The Show, der Titeltrack der CD, beginnt mit einem fast orientalisch anmutenden Gitarrensolo und enthält einige Overdubs, wenn nicht irgendwo noch ein zweiter Gitarrist auftaucht. Curbside Constellation Blues ist ein langsamer düsterer Blues-Song über die Nachbarschaft in der Danny Methric lebt. Wo er sieht, dass einige Menschen obdachlos geworden sind und nun auf der Straße leben. Der Refrain, den ich bei diesem Stück verstehen kann, lautet: "With the shoes he doesn't own, with a coat that's barely sewn, left to dangle in the breeze, left alone at night to freeze." Das ist ganz schön bitterer Tobak, meine Herren.
Die CD endet mit einem feurigen Instrumental des ersten Stücks, der Reprise des Motown Blues.

Ich weiß nicht, ob dieses die CD des Jahres ist, dazu ist der Musikstil einfach zu sehr Siebzigerjahre und der Blues(hard)rock allgemein zu sehr Außenseitermusik. Aber einen besonderen Platz in meinem Plattenregal könnte die CD wohl ergattern. Dazu muss ich sie allerdings erstmal kaufen, denn wie gesagt, die Company hat ja mit einer CD-R aufgewartet.
Damit kann ich natürlich nun auch Freds Wunsch nach lückenloser Aufklärung über die Bezugsquelle nicht nachkommen. Allerdings haben die MUGGS, wiewohl sie sich mit dieser altmodischen Musik beschäftigen, schon eine Homepage: www.themuggs.com.

Und zur Aufklärung: Company gibt es keine, es gibt nur eine arme Band, die aus echtem Mangel an Mitteln CDRs verschicken muss. Immerhin gibt es die richtige CD bei Just For Kicks Music zu kaufen.

Manfred Hörstmann, (Artikelliste), 22.12.2008

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