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| Old'n'Dusty Road, Boom Chicka Boom Records, 2009 |
| Alex Black |
Gesang, Gitarre |
| Strawberry Claw |
Gesang, Banjo |
| Francis Kyoto |
Gesang, Bass |
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| 1. Old'n'Dusty Road | - Sally In The Garden |
| 2. Wayfaring Stranger | - Needle Case |
| 3. I Ain't Got No Home | - Soldiers Joy |
| 4. Little Girl | 10. Miner Song |
| 5. Redemption Song | 11. I'm So Lonesome I Could Cry |
| 6. Roll Down The Line | 12. I Saw The Light |
| 7. Wreck Of The Old '97 | 13. I Don't Reckon It'll Happen Again |
| 8. Long Time Ago | 14. Reprise |
| 9. Oldtime Medley: | |
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Zwei junge Sachsen trafen sich einst im Winter 2004/2005, um in der kalten Jahreszeit heiße Country-Klänge, vor allem die alten Songs von Willie Nelson und Johnny Cash, zu spielen. War es die Lust auf mehr oder eine Laune des Moments, so viel ist klar, es war sicher die Geburtsstunde der ROAD BROTHERS nahe Grimma. Sie frönten ihrer Musik, mischten in Wettbewerben mit und bekamen schließlich die Chance, ihre erste eigene CD zu produzieren. Doch wie es so manchmal ist im Leben, spielte Alexander Bäurich, Kopf und Seele der Brüder, die CD "Questions" (2006, Laura Records) beinahe im Alleingang ein und ging danach mit neuer Band auf Country-Tour. Dabei sind sie mir in Südbrandenburg quasi über den Weg und vor die Füße gestolpert.
Nunmehr liegt mit "Old'n'Dusty Road" (2009, Boom Chicka Boom Records) der CD-Nachfolger vor, der vollständig als Trio von Alexander Bäurich (voc, guit), Christian Trautmann (bass, guit, voc) und Sebastian Schröder (banjo, guit, voc) aufgenommen wurde.
Der Silberling glänzt mit alten Song-Perlen von Woody Guthrie und Hank Williams und manch respekt- und humorvoller Bearbeitung traditioneller Songs bis hin zu einem Klassiker von Bob Marley. Die Songauswahl folgt in großen Teilen dem aktuellen Live-Programm der drei Straßenbrüder und demonstriert eindrucksvoll und oft auch überraschend, was man heute damit noch alles anstellen kann. Da wird lustig zitiert, werden Musikstile gemixt und beim Redemption Song gar der Reggae-Altmeister und Rastamusiker zum Mitmachen angerufen und animiert. Auch die Bezüge von C&W-Music zu Hip-Hop kann man als Hörer augenzwinkernd nachvollziehen.
Country Music ist nichts für noble Räumlichkeiten oder Rockerposen. Sie ist im amerikanischen Bürgerkrieg, auf Straßen, Feldern und in Kneipen entstanden. Genau diese Atmosphäre wird beim Hören spürbar und wenn man es nicht vorher gelesen hätte, könnte man die beiden Bäurich-Kompositionen ebenfalls genau dort eintüten. So ein Song wie Little Girl fällt inmitten der Klassiker überhaupt nicht als NEU auf, was ich unbedingt als Lob verstanden wissen möchte.
Gespickt mit vielen originellen Ideen und mit Hilfe befreundeter Musiker ist den Herren Alex Black, Francis Kyoto und Strawberry Claw, so ihre verschmitzt gewählten Musikanten-Psydonyme, ein richtig guter und knackiger Wurf gelungen, der dem Gefühl, das man von dieser Musik erwartet, rundum gerecht wird. Wer die ROAD BROTHERS schon einmal live erlebt hat, wird das bestätigen und wer noch nicht, dem vermittelt die "Old'n'Dusty Road" einen Eindruck, den man so schnell nicht vergessen wird.
Der Sound aus den Boxen ist klar und differenziert und selbst nach mehrmaligem Hören entdeckt man noch immer Feinheiten, die überraschen. Kenner werden das Banjospiel lieben und dem einfühlsamen Spiel der Fiddle und Pipe in Long Time Ago lauschen. Von den vielen kleinen Perlen habe ich mir das Oldtime Medley herausgesucht und zu meinem Lieblingsstück erwählt. In nur vier Minuten erlebt man die große Bandbreite, die diese uramerikanische Musik mit ihren unzähligen Einflüssen zu bieten hat. Das hat schlicht Klasse!
Mich jedenfalls hat die Begeisterung schon vor einem Jahr gepackt und wird mit der aktuellen CD sogar noch gesteigert. Unbedingt kaufen und den CD-Player füttern, wenn man Country & Western liebt und Musik allgemein nicht als bierernste Angelegenheit versteht. Fünf (Sheriff)Sterne, wenn sie zu vergeben wären!
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