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| Overdue Visit, Progressive Promotion Records, 2009 |
| Larry B. |
Vocals |
| Marek Arnold |
Keyboards, Pianos |
| Robert Brenner |
Bass |
| Uwe Reinholz |
Guitars |
| Antonius Gruetzer |
Drums |
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Länge: 23 Min 27 Sek |
Medium: EP |
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| 1. Solitudes Sphere | 3. Peak Of Delight |
| 2. Insights | 4. Freezing Rain |
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Mit TOXIC SMILE ist es wie so oft in der Branche. Eine großartige Band, äußerst talentiert, sehr gute Musiker und dann kommt man trotz ansprechender Kontakte und Kritiken nicht so richtig in Fahrt. Bereits 1996 gegründet und im Jahr 2000 ein tolles Album namens "Madness And Despair" im Gepäck, gab es sogar einen Major-Deal bei BMG (Korea). Die folgende Promotion in Asien sorgte hierzulande nicht für das richtige Aufsehen, und bevor man das ändern konnte, sorgten Differenzen mit dem Label wieder für eine zukünftige Eigenständigkeit von TOXIC SMILE.
Nichtsdestotrotz hat man inzwischen zwei Studio-Alben und eine DVD produziert. Oliver Wenzler gründete kurzerhand ein eigenes Label "Progressive Promotion" und nahm die Jungs schnellstens unter Vertrag.
Das bereits im letzten Jahr geschriebene Material erscheint nun als EP mit dem Titel "Overdue Visit". Vier Songs, die abwechslungsreich daherkommen, musikalisch über jeden Zweifel erhaben sind und erneut Lust auf mehr machen.
Der Opener Solitudes Sphere zeigt auf, dass eine Band durchaus zahlreiche Ideen im klassischen Prog ziehen und nebenbei im Metal beheimatet sein kann. Nicht falsch verstehen, das ist wahrlich nicht überaus hart, es ist vielmehr knackig und satt, und wer die eine oder andere MARILLION-Gitarre mag, wer die großen GENESIS-Zeiten noch immer verehrt, der sollte sich das ruhig geben. Da hat man gut aufgepasst und beweist Geschmack.
Larry B. besticht mit seiner passenden Stimme, so mancher Proggie wird da neidisch werden, melodisch bis unter die Decke, die gesamte Band versteht es in Insights Spannung aufzubauen, und so ist es ein ganz klein wenig bedauerlich, dass sich TOXIC SMILE auf "Overdue Visit" keinen Song mit Überlänge gönnen. Im folgenden Peak Of Delight rüsten die Jungs aus Leipzig in Sachen Härte etwas auf, behalten im Zuge leichter Schrägheit die Richtung bei und haben somit eigentlich schon gewonnen. Denn auch das abschließende, in der Hauptsache vom Piano untermalte Freezing Raing verdeutlicht einmal mehr die Qualitäten einer sauguten Band aus dem progressiven Bereich. Anspruchsvoll, aber dennoch leicht zu konsumieren. Da bestätigt sich immer wieder, dass im Prog eine gute Melodie nicht verboten, nein sogar erwünscht ist.
TOXIC SMILE muss weiter gefördert werden, es wäre zu schade, wenn diese Story baden ginge. Im Home of Rock deswegen ein Tipp!
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