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| Seven Deadly, SPV, 27.02.2012 |
| Phil Mogg |
Vocals, Harmonica |
| Paul Raymond |
Keyboards, Guitars |
| Vinnie Moore |
Guitars |
| Andy Parker |
Drums |
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Länge: 46 Min 39 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Fight Night | 7. Steal Yourself |
| 2. Wonderland | 8. Burn Your House Down |
| 3. Mojo Town | 9. The Fear |
| 4. Angel Station | 10. Waving Good Bye |
| 5. Year Of The Gun | 11. Other Men's Wifes (Bonus Track) |
| 6. The Last Stone Rider | 12. Bag O Blues (Bonus Track) |
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Da sind sie wieder, und haben doch tatsächlich wieder - nach dem famosen "The Visitor" - ein Lebenszeichen von sich gegeben - alle Achtung! Es gibt sie ja doch noch, die alten Recken, die immer wieder gute CDs veröffentlichen - URIAH HEEP, NAZARETH, UFO, VAN HALEN (naja, nicht ganz so alt, Eddie sieht nur so aus). Gesund sehen sie aus, freuen sich und sind guter Dinge. Dass das neue Werk nicht ganz den Anklang bei mir findet, den der Besucher erreichte, liegt jedenfalls nicht an mangelnder Energie. Aber der Reihe nach.
Mr. Mogg kann ja singen - wusste das jemand? Ich nicht, aber - er kann es. Marketing sagt, er habe nie so gut geklungen wie hier - und hat ausnahmsweise Recht. Klar, er klingt immer noch gequetscht wie Mogg nun mal klingt, und wird auch nie acht Oktaven abdecken - aber hier klingt er so richtig gesund, kraftvoll und - tja, gut, einfach. Moore an der Gitarre - was soll man dazu sagen - ist eben Moore. Schon beim ersten Track Fight Night, einem schnellen Stampfer, fegt er mit einem hochklassischen Solo durchs Kämpferrund, dass einem der Mund offen bleibt. Wie hieß noch mal dieser Deutsche, der mal bei UFO war? Dingens - wer braucht den schon - UFO jedenfalls nicht (die letzte CD lässt vermuten, er brauche aber UFO).
Nein Parker ist kein "Bonzo" Bonham - dazu fehlt ihm dann doch der Einfallsreichtum - oder sie lassen ihn nicht. Aber er ist wuchtig - ein Bilderbuchdrummer - in seiner "Körperlichkeit" eher eine Lee Kerslake. Raymond liefert die Basis (Keyboards gibt es diesmal selten). Gut - Line-Up komplett, Line-Up gut. Sound gut - druckvoll, glasklar, differenziert - geht nicht besser.
Das Problem, soll will es mir scheinen, ist das Songwriting. "The Visitor" war da ganz stark, von den großen Taten der Vergangenheit ganz zu schweigen. Das liefert "Seven Deadly" nicht. "Seven Deadly" rockt und verlässt sich genau darauf - das ein Riff die Sache schon reißen wird. Ähnlich der letzte MR. BIG CD "What If" oder "Big Dogz" verdecken die instrumentale Präsenz und Power diese Schwäche teilweise (wobei ich NAZARETH's "Big Dogz" etwas besser fand als Fred). Hier aber ist das auf weite Strecken einfach geradeaus rockende Flachware - die Hooklines kommen nicht. Und wenn, wie etwa beim Last Stone Rider, dann machen sie Anleihen beim anderen großen Rider, dem der Mitternacht der Gebrüder Allman.. Das ist nicht wirklich gutes Songwriting.
Und so muss man abwägen (nicht als UFO Afficionado, da kann man bedenkenlos zugreifen), ob man eine hardrockin' CD haben will, die im Bereich Melodic Hooks ihre Schwächen hat, dafür eine Band im vollen Saft präsentiert - siehe oben - oder …. nicht. Nun ist das mit dem Songwriting so eine Sache - das ist nicht grottenschlecht, und die Riffs fangen dann doch viel auf (man höre den Shuffle Steal Yourself, der sogar noch eine halbwegs brauchbare Hookline liefert; ist nur etwas abgelutscht) und Moore ist eine Offenbarung - ohne Übertreibung. Wenn der so ist, wie er hier ist, kommt wirklich kaum einer an ihn ran. In Burn Your House Down kommen gar HEEP Chöre zum Einsatz, huhu; sehr stimmungsvoll, das. Mr. Moore kann auch Blues, wie er hier zeigt, nur mal nebenbei; und wie er das zeigt. Gänsehaut! Wundervoll. The Fear ist ein weitere Blues, so dass sich die CD in etwa die Waage hält zwischen Hard Rock und etwas bluesigem Stoff - gute Mundharmonika da drin, übrigens. Sagte ich schon, dass Herr Moore … ja, sagte ich wohl.
Gut, der Rezensent hat seine Pflicht erledigt und auf das Manko hingewiesen - don't say I didn't warn yer. Ja doch, ich würde mir die CD kaufen.
Es gibt die Bonustracks nur im Digipack. Ob die sich lohnen, weiß ich nicht - die standen nicht zur Verfügung.
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