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| Time Must Have A Stop, ProgRock Records/Insanity Records, 2008 |
| Maciej Kosinski |
Vocals |
| Zbigniew Szatkowski |
Keyboards |
| Adam Lukaszek |
Drums |
| Alek Salamonik |
Guitars |
| Adam Kaczmarek |
Guitars |
| Bartek Turkowski |
Bass |
| Produziert von: Jacek Melnicki |
Länge: 51 Min 08 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Me In The Dark | 5. The Hunt Is On |
| 2. The Pun | 6. Away |
| 3. Passing Scars | 7. Look At Me Now |
| 4. Train Back Home | 8. Time Must Have A Stop |
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VOTUM aus Warschau, Polen lassen von Beginn an für mich keinen Zweifel daran aufkommen, von wem sie wirklich inspiriert wurden bzw. mehr als deutlich beeinflusst worden sind. Der entscheidende Mann heißt Jacek Melnicki und drückte auf RIVERSIDEs offiziellem Debüt "Out Of Myself" die Tasten. Hier fungiert er als Produzent und scheint jetzt im Nachgang zu verdeutlichen, dass er für die stilistische Ausrichtung des RIVERSIDE-Albums aus dem Jahr 2004 verantwortlich war. Nun kann man darauf schließen, dass VOTUM gerade deswegen bei mir einen Stein im Brett haben, denn ich bin ein Fan von Mariusz Duda (RIVERSIDE, LUNATIC SOUL) und seinen Mannen.
Denn es geht mit der Ähnlichkeit weiter. Die VOTUM-Stimme von Maciej Kosinski ähnelt der von Duda über bestimmte Strecken sehr, wenn auch im Eröffnungstrack Me In The Dark ein Hauch von alten QUEENSRŸCHE mitschwingt. Andere werden von der Beschreibung her vielleicht in Richtung FATES WARNING tendieren. Die Polen klingen zeitweise sehr sphärisch, breiten sich mit den Tasten breit aus und braten mit ihren Gitarren heftig und metallisch, so dass im Ergebnis ein gewisser New Artrock entstanden ist, der ständig sein Heil im Progressive Metal sucht und findet. Progressiv eben deswegen, da die Jungs in ihren Kompositionen zugegebenermaßen sehr abwechslungsreich vorgehen.
Skippen wir an das Ende der CD, erhalten wir mit dem Titelstück Time Must Have A Stop ein Paradebeispiel dafür, wie man fast 11 Minuten interessant gestalten kann. Da schwingt eine Spur von Melancholie mit, kein Kitsch, unterschiedliche Tempi und es werden ein Haufen an guten Ideen verarbeitet sowie vor allen Dingen sehr geschmackvoll aneinander gereiht. Das Wichtigste: Zwischendrin knallt es absolut und genial!
Ansonsten kann man dem Quintett eine saubere Produktion bescheinigen. Die Aufnahmen sind sehr druckvoll. Songs wie Passing Scars, The Hunt Is On und Look At Me Now treiben sich weitestgehend identisch atmosphärisch und im Midtempobereich hörenswert herum, und das fast schon balladeske Train Back Home kann eine Stufe höher als sehr gelungen bezeichnet werden.
So bleibt musikalisch gesehen ein gutes Album im Ohr haften, welches eben genau für diejenigen empfehlenswert erscheint, die auf RIVERSIDE stehen, aber auch anderweitig einen gediegenen Prog-Metal mögen.
Die Scheibe war bis vor kurzem hier in Europa über das polnische Label Insanity Records zu erwerben, inzwischen ist die Mucke dank ProgRock Records und dem eingeschalteten Vertrieb auch international zu beziehen. Man beachte, dass in der US-Cover-Version der Schriftzug des Albumtitels in den oberen Bereich gezogen wurde, anstatt Bandnamen und den genannten Schriftzug mittig zu belassen. Was für ein Blödsinn. Genauso unerklärlich ist es für mich, dass die Band es offensichtlich nicht schafft, sowohl ihre MySpace-Seite als auch die offizielle Website in internationaler Sprache zu gestalten. Das lässt für eine über die Grenzen agierende Formation so manchen Zweifel in mir aufkommen, der zu der gebotenen Leistung auf dem Silberling gar nicht richtig passen will.
Doch das ist nebensächlich, denn dieses Debüt ist hörtechnisch gesehen sehr gelungen!
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