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| When The Ship Goes Down, Ourgate Records, 2012 |
| Julian Burdock |
Vocals, Guitar, Dobro, Harmonica |
| Silas Maitland |
Bass, Backing Vocals |
| Moz Gamble |
Organ, Backing Vocals |
| Mike Connelly |
Drums, Backing Vocals |
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Länge: 49 Min 49 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Melon Man | 7. Did Your Daddy Wrong |
| 2. Leadbelly | 8. When the Ship Goes Down |
| 3. in't Gonna Beg No More | 9. Everyone's Got the Blues |
| 4. Peace in the Valley | 10. Mean Hearted Woman |
| 5. Tryin to Get Back to You | 11. I Don't Know |
| 6. Walk Away |
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Diese Youngster aus - Achtung - England spielen vom Ansatz her einen semiakustischen Blues untermischt mit Elementen aus dem Pop (catchy Hook Lines) und Soul/Gospel (z.B. große Background Vocals) und Funk, und schon so dann und wann elektrisch - oft, eigentlich. Elektrisierend auf alle Fälle.
Ein funky Bass treibt die Tracks vorwärts und hüpft gar anmutig durchs Geschehen, die Slide und Lead sind gut und bieten jeweils kurze Unterhaltung - Jams etwa fehlen völlig. Das ist allerdings sehr un-modern - also konventionell gespielt, aber gerade dafür kamm man sie lieben, denn das kommt authentisch (soll heißen - ernst gemeint und mit Liebe zu gerade dieser Musik) und sehr gut - der uralte Chicago Blueser im neuen Gewand mit Hut auf dem Kopf.
Das kann dann aber schon in einem wuchtigen Riff münden (Peace In The Valley) inklusive Orgel und wuchtigen Drums. Der Reiz entsteht durch die Spannung zwischen dem durch die Dobro vermittelten akustischen Teil und dem Powerriff in Refrain, und das wird noch unterstützt durch das sowieso gute Songwriting.
Die Qualität der Rhythmussektion zeigt sich im rollenden Blues Tryin To Get Back ..., der über alles hinweg rollt und Platz für die glitzernden Leadfills macht.
Großmeistershuffle mit längerem Orgelsolo gibt es dann in Did Your Daddy Wrong, und einen wirklich genialen, sparsamen, slide-verzierten, enorm swingenden funky Blues mit wunderbaren Basslinien im Retrostil in When The Ship Goes Down - hinreißend! Machtvoller uptempo Blues in Everyone's Got The Blues, und die hartherzige Frau - jeder Blueser kennt eine - kann so böse sein, bei dem funky, schon fast reggae-mäßigen Rhythmus - die möchte ich kennen lernen. Das endet in einem ultrakonservativen Bluesriff und ist somit ebenfalls genialisch...
Funky und mit netten Rhythmusverschiebungen (Marke ganz einfach, aber wie geht das?) geht es dem Ende zu mit I Don't Know, und das ist traurig - denn die CD ist gut, sehr gut.
Das ist jetzt die dritte Platte der Mannen um Julian Burdock, und so wie bei TOO SLIM etwa liegt der Reiz in der Reduktion auf das Wesentliche - und darin, wirklich gute Songs zu schreiben. Ist alles ganz einfach, wenn man das kann … Wie auch immer, gut, dass es sie jetzt hier gibt.
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