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| Five-A-Side, Cherry Red Records, 2011 |
| Tex Comer |
Bass |
| Fran Byrne |
Drums, Percussion |
| Alan 'Bam' King |
Rhythm Guitar |
| Phil Harris |
Lead Guitar |
| Paul Carrack |
Organ, Piano |
| Chris Hughes |
Sax on Satellite |
| Chris Hughes, Mick Eves, Buddy Beadel |
Horns on 24 Hours |
| Produziert von: John Anthony |
Länge: CD 1: 35 Min 47 Sek CD 2: 32 Min 19 Sek |
Medium: Do-CD |
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| CD 1: |
| 1. Sniffin' About | 6. Why |
| 2. Rock & Roll Runaway | 7. Time Ain't Long |
| 3. How Long | 8. I Know How It Feels |
| 4. The Real Feeling | 9. Satellite |
| 5. 24 Hours | 10. So Sorry Baby |
| CD 2: |
| 1. Tastes Like A Fish (Bonus Track)/ Peel Session 2/11/1974 | 6. Why |
| 2. 24 Hours | 7. How Long |
| 3. I Ain't Gonna Stand For This No More | 8. I Know How It Feels |
| 4. Rock & Roll Runaway | 9. Satellite |
| 5. I Know How It Feels / Bob Harris Session 02/12/1974 |
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ACE gehörten zur Pub Rock Szene, die in den frühen 70ern in England einige Berühmtheit erlangte - das Alleinstellungsmerkmal dieser Szene war der Ort - man spielte eben in Pubs und ähnlichen Lokalitäten. Das rangierte von handfestem Rock bis hin zur 10 Mann Funk Band KOKOMO, und hatte seinen Ursprung im Tally Ho in Londons Stadtteil Kentish Town. Wer mehr dazu wissen will, besorge sich die Nummern 1 und 2/2011 der GOOD TIMES.
ACE waren eine der Bands, die es aus der Obskurität raus und rauf in die Charts brachten - How Long hieß ihr Hit von eben unserem Album hier. Geschrieben von keinem geringeren als Paul Carrack, der seinerzeit Mitglied bei ACE war. Nebenbei bemerkt frage ich mich immer noch: warum haben die EAGLES auf ihrem letzten Album einen Titel namens How Long (der dem ACE Track übrigens den Schneid abläuft, und zeigt, warum die EAGLES Superstars sind und ACE nicht), der nicht von Carrack ist, und einen Carrack Titel (I Don't Want To Hear Anymore von Carrack's "I Know That Name" Album), den keiner kennt und auch nicht vermissen würde (er ist in Geigensosse ertränkt worden, übrigens)? Ruft der Carrack beim Frey an und sagt: "Pass ma' auf, Glenn, buddy, die Rechte an dem Namen How Long sind bei mir, aber wenn ihr …".
Zurück zu "Five-A-Side", einen Albumtitel, der so heute keinen Sinn mehr macht, bezieht er sich doch auf die Tatsache, dass auf beiden Albumseiten jeweils fünf Tracks waren - heute hieße das "10-In-All". Trotzdem sie keine EAGLES sind, ist ACE damals mit dem "F-A-S" Album ein kleines Highlight geglückt, weshalb sie heute hier gewürdigt werden. Zum einen sind alle Songs des Originalalbums (also CD 1) gekennzeichnet durch wunderbaren Harmoniegesang, einen sanften Drive und Phil Harris durchaus abwechslungsreiches Lead Guitar Spiel. Zum anderen hatte die lange Zeit im Club Circuit ACE Songwriting geschärft und die besten 10 Tracks schafften es auf diese Platte. Ob das nun How Long - ein Paradebeispiel was den Chorgesang angeht - ist, das durch seinen perlendes Pianospiel, sanfte Bass Tupfer, country picking-mäßige Guitarsolos und Saxsolo bestechende Satellite, oder das richtig rockende, mit netten Rhythmuswechseln versehene So Sorry Baby: das hat alles unglaublichen Charme. Und Sniffin' About, wo Carrack singt: "Taking it easy, taking our time sniffin' about" - nun, das hat Programm. Nimm die Erfahrung des Clubtingelns, gute Songs und kompetente Musiker, und Du hast einen Hit (oder so ähnlich und fast). Nun streiche man das meiner langjährigen ACE Treue geschuldete 'unglaublichen' und ersetzte das durch 'großen', und man hat diese an JJ Cale und - ja, durchaus - an die EAGLES erinnernde Melange aus West Coast und Country Music, die sanft rockend daher kommt und für eine gute halbe Stunde bestens unterhält.
Die zweite CD mit Alternativtiteln ist ein nettes add-on, zeigt sie doch, dass ACE die besten Versionen rausgesucht haben. Die Produktion der CDs ist gut - sie klingen so sauber, wie sie schon 1974 geklungen haben - natürlich wurde der Bass verstärkte, aber davon abgesehen, ist das gut und weckt das Feeling an die Zeit damals. Leute mit einer Vorliebe für West Coast ohne epische Gitarrensoli, sauber auf den Punkt gebrachtem Songwriting und großer Langlebigkeit (die Songs kommen heute noch so gut wie damals, abzüglich etwas Staub) könne hier mal rein-sniffen.
Danach ging es dann mit ACE nur noch bergab - die folgenden Platten "Time For Another" und "No Strings" ließen den Anflug von Genialität des "F-A-S" Albums vermissen, kamen bestenfalls auf ein 'nett', und danach war das Kartenspiel ausgespielt. Trotzdem - das hier ist richtig gut.
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