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| Lights From Oblivion, Pure Prog Records (H'Art), 2012 |
| Sigfrido Percich |
Drums |
| Gianluca A. Corona, Fabio Troiani |
Guitars |
| Vittorio Ballerio |
Vocals |
| Maurizio 'Mau' Lietti |
Bass |
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| 1. Lights | 7. Tides Of My Soul |
| 2. Aelegia | 8. Chiaroscuro (instrumental) |
| 3. Islands Of Madness | 9. King (Of The Rain Of Tomorrow) |
| 4. Truth Lies… | 10. Pain After Pain |
| 5. Wonderful Magician | 11. We March, We Fail |
| 6. Beyond A Lifetime | 12. Oblivion |
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ADRAMELCH sind aus Italien, waren in den frühen 2000er wohl in Prog-Kreisen schon bekannt, und haben jetzt eine neue CD veröffentlicht. Wie die alten ADRAMELCH waren, kann jetzt mal außen vor bleiben - das ist schon so lange her. Laut Press Kit sind sie jetzt rockiger, und das muss reichen.
Und tatsächlich sind sie, wenn rockiger gleichbedeutend mit schneller ist - rockig. Die CD ist perfekt warm und sehr differenziert produziert - jede Nuance ist auszumachen, und das lässt einen hören, dass da tatsächlich eine gute Backing Band am Werk ist, ein Drummer, der lange und rollende Breaks liebt und gut mit seinem Basser harmoniert. Die Gitarren klingen warm und gerade so knackig, das man sich beruhigt zurücklehnen kann und sich des Sounds erfreuend darf.
Und des Songwritings, dessen darf man sich auch erfreuen. Die ADRAMELCHER (damit es gesagt sei, weil es einem auf der Zunge liegt - das ist nicht der Bruder vom Gargamel der Schlümpfe) befleißigen sich des WISHBONE ASH Stils - ausgearbeitet Songs mit einem Level an Komplexität, der über eins-zwei-drei-vier-und-drauf hinausgeht, aber jetzt nicht so kompliziert ist, dass die ganze Freude verloren geht. Insofern liegen sie auch nahe an den neuen JETHRO TULL. Classic Rock mit Stil und Geschmack. Das I-Tüpfelchen sind die langen Leads und Double Leads im klassischen Rockgitarrenstil und durchaus ähnlich dem, was ein Andy Powell spielt. Lange, sanftmütige Gitarrenlinien, die zwar auch schon mal zupacken, aber nicht wirklich wehtun - angenehm schwelgerisch, ohne zu langweilen.
Gut, das könnte etwas mehr Biss vertragen, so wie WISHBONE ASH auf einigen der letzten CDs (bis auf die allerletzte, "Elegant Stealth") auch eher sanft geklungen haben und die Stücke auf der Bühne knackiger präsentierten. Ich will nicht verhehlen, dass unser Metallurge Friedemann sich bei dieser CD wohl eher gelangweilt hat - also für die Liebhaber des heftigeren Geschäfts ist das hier zu zahm.
Aber hier wird mehr Wert auf die Songkonstruktion gelegt als auf Power Riffs, die alles zu matschen - womit nicht gesagt sein soll, dass es in den weiten des Musikalls nicht auch differenzierte Metallkonstruktionen gibt. Und: der Sänger ist besser als Powell (was zwar jetzt nicht so schwierig ist, aber trotzdem stimmt), und das alles führt dazu, dass die Freunde des Classic Rock und/oder die Freunde von WISHBONE ASH hier bedenkenlos zulangen können. Ganz sichere Bank. Think ASH zu Zeiten von "Illuminations", und dann liegt man in etwa richtig. Auch die Riffs hat man so oder so ähnlich schon bei ASH gehört.Die Songs sind gut, ohne das allerdings eine wirkliches Highlight dabei ist - es bedarf der Arbeit, um sich die CD anzueignen, denn hier wird viel geboten. Jeder Song hat viele verschiedene Schichten, Tempowechsel, dynamische Sprünge, und also wird jetzt nicht mehr debattiert - gut, das.
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