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Agent Cooper

From The Ashes

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From The Ashes
From The Ashes, Binary Recordings / Universal, 2012
Doug Busbee Vocals, Guitar
Sean Delson Bass
Eric Frampton Keyboard, Vocals
Ganesh Giri Jaya Drums
Mike Martin Guitar
Produziert von: Agent Cooper Länge: 23 Min 12 Sek Medium: EP
1. Power4. Mother
2. Tornado Dreams5. I Can
3. The Stand6. Misunderstood

Agent Cooper war es leid! Ewig diese schweren Aufgaben, diese komplizierten Strukturen, die ihn in den Südstaaten gefangen hielten. Er wollte nicht mehr progressiv sein. Das war zu kompliziert und keiner konnte das richtig nachvollziehen oder wollte es honorieren, was er tat. Nein, Agent Cooper wollte sich verändern. Er wollte so sein wie seine britische Undercover-Kollegin, die alle nur die QUEEN nannten, es mal gewesen war. Vielleicht auch ein bisschen wie die Typen vom THUNDER-Team, die alle Jubeljahre ihre Auflösung bekanntgaben, nur um dann zur Weihnachtszeit alljährlich doch wieder operativ auf dem Markt zu erscheinen. "Wie wäre es", dachte Cooper, "wenn ich einfach versuche, die majestätische Art meiner Kollegin mit der direkten und rumpeligen Vorgehensweise des THUNDER-Teams zu meiner eigenen zu ernennen?"

Gesagt, getan. AGENT COOPER stellte sich ein feines, kompetentes Team zusammen und startete seine Mission "From The Ashes".

Nein, das ist hier kein neuer Clancy-Roman (das würde ich mir im Leben nicht anmaßen), sondern das dritte Lebenszeichen der amerikanischen Band, die hier in Deutschland wahrscheinlich nur absoluten Insidern ein Begriff sein dürften. Gestartet als Southern-Progressive-Rock-Band, haben die Amis um die Gründungsmitglieder Doug Busbee und Eric Frampton (der nichts mit dem bekannten Peter Frampton zu tun hat!) sich auf ihrem aktuellen Short-Player gänzlich anderen Songstrukturen gewidmet. Und die haben es in sich. Nicht nur, dass Busbee klingt wie der Zwillingsbruder von Danny Bowes, nein, zusätzlich lassen sie es in den gut 23 Minuten auch noch ordentlich knacken. Das macht vom ersten Ton bis zum viel zu frühen Ende durchgehend Spaß. Der Einstieger Power zeigt dabei deutliche Tendenzen zu QUEENs Sheer Heart Attack, wenn auch nur ansatzweise. Harmoniegesänge, treibende Gitarren, ein klasse Orgelsolo, gefolgt von einem einfach nur geilen Gitarrensolo sorgen schon für die ersten Wohlfühlwellen in den Gehörgängen. Tornado Dreams lässt die Drums laufen, wirkt mit seinen Orgelsounds, Riffläufen und Wandlungen wie eine Mischung aus DEEP PURPLE, RAINBOW und THUNDER. The Stand klingt wie ein mit akustischer Gitarre eingeleiteter Rocksong klingen muss: auf den Punkt, präzise und begeisternd von vorne bis hinten, denn die Wendungen machen den gewissen Kick aus. Mother wird beflügelt von dem durchlaufenden Bass, bekommt sein Schmankerl zur Mitte hin, wenn AGENT COOPER unverhohlen auf ihre musikalische Vergangenheit verweisen. I Can könnte einer Zusammenarbeit von THUNDER und SAGA entsprungen sein und mit dem abschließenden Misunderstood legen sie nochmal alle genannten Bands in einen Song und beschließen damit ein viel zu kurzes Album.

Agent Cooper

"From The Ashes" macht von vorne bis hinten einfach nur Spaß. Hat die richtige Mischung aus Harmonie, ass-kicking-Riffs, -Solis, Härte und Rock'n'Roll-Feeling. Da sollte jeder, aber auch wirklich jeder der einen gewissen Hang zu gut gemachter Rockmusik hat, ein Ohr riskieren. Warten wir auf das nächste Lebenszeichen und hoffen, dass die Amis dieses Level halten können.

Friedemann Schmidt, (Artikelliste), 07.04.2012


 
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