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| As Above, So Below, Rise Above Records, 2012 |
| Kevin Heybourne |
Vocals, Lead Guitar |
| Will Palmer |
Bass |
| Andrew Prestidge |
Drums |
| Produziert von: Jaime Gomez Arellano |
Länge: 50 Min 28 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Dead Sea Scrolls | 5. Witching Hour |
| 2. Into The Dark | 6. Upon This Cord |
| 3. Gebura | 7. Guillotine |
| 4. The Horla | 8. Brainwashed |
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30 Jahre Kultstatus ist am Ende auch was, aber vermutlich hat sich Kevin Heybourne sein Leben mit ANGEL WITCH ursprünglich anders vorgestellt. Schließlich war er mit dieser Band ganz am Anfang der 'New Wave of British Heavy Metal' dabei, schaffte 1980 mit dem Debut "Angel Witch" sogar etwas wie einen Genre-Klassiker, aber danach kam nur noch Chaos und eine jahrzehntelange On/Off-Bandkonstellation mit im Dutzend wechselnden Musikern. Vielleicht reicht es Heybourne ja, alle paar Jahre bei ein paar größeren Festivals aufzutauchen und auf Nostalgie zu machen, eine Zukunftsperspektive hatte ANGEL WITCH jedenfalls nie. Ob sich das mit dem neuen Album "As Above, So Below" ändert, sei in aller Deutlichkeit bezweifelt.
Nach der peinlichen Demo-Verwertung "Resurrection" von 1998 hat Heybourne nur 14 Jahre später immerhin eine wenigstens halbwegs anständige Produktion zustande gebracht, gute Songs sind ihm aber nicht eingefallen, im Gegenteil, das Material ist uralt, was es aber nicht besser macht, und eine richtig souveräne Band stolpert auch nicht so staksig durch die fünf bis gut sieben Minuten langen Song-Versuche. Da wird ein The Horla zur echten Nervenprobe, bis sich endlich nach knapp sechs Minuten Drögheit ein schönes Finale mit Twin-Gitarrensolo ins Gehör schraubt.
Ein Sangesgott war unser Mann ohnehin noch nie, aber ein halbes Menschenleben nach der NWoBHM wirkt leierndes Genöle ähnlich abschreckend wie zwei Stunden "Deutschland sucht den Superstar" im Fernsehen. Kevin Heybourne kann eine annehmbare Metal-Gitarre spielen, warum er sich nicht endlich Hilfe am Mikro sucht, bleibt sein Geheimnis (dem Vernehmen nach ist inzwischen Bill Steer von FIREBIRD involviert, aber der ist ja auch eher Gitarrist denn Sänger). Die an "As Above, So Below" beteiligten Musiker Will Palmer (Bass) und Andrew Prestidge (Schlagzeug) scheinen der Doom- oder Stoner-Szene zu entstammen, straighten Metal haben sie jedenfalls nicht drauf. Dementsprechend landen die meisten Versuche Heybournes, klassischen Heavy Rock zu intonieren, irgendwo im Niemandsland.
An einem unleidlichen Tag würde man "As Above, So Below" als Schrott bezeichnen. Da wir aber immer gut gelaunt sind und weitaus schlimmere Machwerke ertragen müssen, bekommt diese CD schlicht den Stempel "Gehört und vergessen".
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