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Charlie Shred

Charlie Shred

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Charlie Shred
Charlie Shred, Liljegren Records / Doolittle Group, 2012
Mattias Johansson Lead Guitars
Tommy Reinxeed Drums, Backing Vocals, Guitars, Keyboards
Calle Sundberg Vocals, Guitars
Johan Tranborg Bass
Produziert von: Tommy Reinxeed Länge: 39 Min 55 Sek Medium: CD
1. Arise6. Time To Die
2. Panic7. The Ancestors Guide
3. Death Comes To All8. Game Over
4. The Rose 9. Welcome To Hell
5. Tainted Inside 10. Fall Down

Nach PELLEK und REINXEED wenden wir uns nun dem dritten Longplayer unter Beteiligung von Tommy Reinxeed zu. Scheinbar hat der gute Mann Langeweile, denn neben seiner eigenen Combo, der Band GOLDEN RESURRECTION (gemeinsam mit Christian Rivel) ist das dann seine dritte Truppe am Start. Bei PELLEK war er ja nur mehr als "unter-die-Arme-Greifer" anwesend. Jetzt also CHARLIE SHRED, das als Bandname zu verstehen ist, denn keiner der Beteiligten heißt Charlie oder Shred. Es geht los mit einem orchestralen Intro (was zu erwarten war), dann donnern die Drums und in bester ACCEPT-Manier geht's zur Sache. Erst im Refrain tauchen die Keyboards auf um den Sound zu untermalen. Starker Start, mit einem Sänger, der mir wieder besser gefällt als der Hans-Dampf-In-Allen-Gassen selbst. Nach Panic geht's mit Death Comes To All in gleicher Geschwindigkeit weiter, in der Bridge tauchen kurze QUEENsche Chöre auf, die Keyboards spielen Keyboard und nicht Orchester, was sich auf den Gesamtsound als sehr positiv erweist, im Mittelteil folgt ein knackiges Gitarrensolo, so kann es wegen mir gerne weitergehen. The Rose wird mit Trommelfeuer eingeleitet, die Gitarren braten auf höchster Stufe, der Sänger erhebt in Hetfieldscher Manier seine Stimme, verschleppt zum Refrain hin das Tempo, cool gemacht. Tainted Inside ist Metalbefeuerung für Freunde von IRON MAIDEN, gefällt mit seiner Mischung aus Melodie, Geschwindigkeit und Härte sehr gut. Und die Keyboards legen im Hintergrund den fetten Sound. Time To Die kommt mir irgendwie vor, als würde sein Vater Whiplash heißen. Da bestehen doch sehr viele Ähnlichkeiten - wenn man auch das Original nicht erreicht. Trotzdem gut, knackig und kurz. The Ancestors Guide Intropate heißt For Whom The Bell Tolls, zum Glück bekommt das Stück aber doch noch den Dreh zur Eigenständigkeit, sonst hätte ich mir langsam Sorgen wegen der kreativen Einfälle von Herrn Sundberg gemacht, der in erster Linie für die Songs verantwortlich zeichnet. In diesem Fall handelt es sich um das einzige Instrumentalstück, nett aber nicht richtig durchschlagend. Wirkt ein bisschen wie der Füller der bisher richtig guten Melodic Metal-Scheibe. Mit Game Over ist noch nicht das Ende der CD erreicht, eher ist das der Einbieger auf die Zielgerade. Schnell, wieder wie METALLICA zu "Kill Em All"-Zeiten, seine Vorbilder kann der Gitarrist und Sänger nicht verheimlichen, aber sie machen die Sache gut. Kopieren mit Eigenständigkeit. Welcome To Hell und Fall Down beenden ein Album, dass durchweg (bis auf Instrumentalstück) zu überzeugen weiß.

Bleibt nach der Betrachtung der letzten drei Alben unter Beteiligung von Herrn Reinxeed zu bemerken, dass die schwächste Scheibe von ihm selbst stammt. PELLEK ist mit Sicherheit schon auf Grund der Stimme die Überraschung, CHARLIE SHRED sollte in Metalkreisen zur weiteren Beobachtung auf dem Zettel stehen und REINXEED sollten sich überlegen, ob es so schlau war, diese drei Produktion parallel zu veröffentlichen.

Friedemann Schmidt, (Artikelliste), 03.06.2012


 
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