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Chris Ousey

Rhyme And Reason

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Escape Music
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All Music Guide (englisch)

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Rhyme And Reason
Rhyme And Reason, Escape Music, 2011
Gregg Bisonette Drums
Tommy Denander Guitar, Keyboards
Neil Murray Bass
Chris Ousey Vocals
Mike Slamer Guitars, Keyboards
Produziert von: Mike Slamer Länge: 46 Min Medium: CD
1. Mother Of Invention7. The Reason Why
2. Motivation8. Any Other Day
3. To Break A Heart9. Don’t Wanna Dance
4. Bleeding Heart10. Watch This Space
5. A Chemical High11. By Any Other Name
6. Give Me Shelter12. A Natural Law

Chris Ousey gibt normalerweise den Barden bei HEARTLAND, die halt auch so Ihren Melodic Rock spielen, das allerdings schon seit über einer Dekade, also erfolgreich. Inwieweit Ouseys Solo Album nun von dem HEARTLAND Output abweicht, ist schwer zu sagen bei der Menge CDs seiner Home Band. Wohl will es scheinen dass er den Rock in Melodic stärker betont als sonst gemeinhin im Genre üblich.

Er hat einige Szenegrößen um sich versammelt - den wunderbaren Mike Slamer, bekannt von seiner Zusammenarbeit mit KANSAS' Steve Walsh bei STREETS und späteren Walsh Solo Alben. Ferner bilden WHITESNAKEs Neil Murray, Alice Coopers Tommy Denander und David Lee Roths Greg Bisonette seine Band, und da sind natürlich Schwergewichte.
Ousey selbst platziert sich zwischen Sammy Hagar (stimmlich) und Jeff Scott Soto, wobei er von dessen letztem Solo Album den Pop Approach für einige Tracks übernommen hat, etwa beim Keyboard-getränkten Watch This Space. Ohne jemals wirklich zu rocken, sind alle Tracks dennoch auf Druck produziert, und Chris singt expressivst (eben á la Hagar), um dem gerecht zu werden - und er hat die Stimme, um das ohne Probleme durchzuziehen (gleichwohl klingt das dann doch manchmal etwas übertrieben). Die Gitarren sind weich produziert und eher im Hintergrund - quasi als Kuschelkissen, auf das man sich gerne fallen lassen. Man hört sie, fühlt sie, ab und zu solieren sie eher unbemerkenswert (aber natürlich perfekt), aber sie tun niemals irgendwie weh oder stechen gar aus dem Musik 'Stew' raus.
Irish Stew - Melange aus Kartoffeln, Gemüse und Rindfleisch, dass einzeln ganz nett ist, aber als Gesamtes noch besser - und so ist das hier ebenfalls. Ob man einzelne Kartoff…. Tracks herauserinnert? Eine Breitwand-Wunderkerzen Balladen wie Natural Law - merkwürdigerweise ganz am Ende - zweifelsohne; fast schon den Eintritt alleine wert. Den Eingangstrack Mother Of Invention, der all das oben genannte Positive und Negative des gesamten Albums vereint, trotzdem oder gerade deshalb auch, nicht zuletzt weil Chris nach etwa einer Minute zeigt, warum man ihn einen guten Sänger nennt. Bleeding Heart ist Mother Teil zwei, mit einem richtig bratzigen heavy melodic Riff. Und dann geht es genauso weiter. Man tue sich den Gefallen und klicke sich immer in die Mitte der Tracks, und dann merkt man, dass das einzige Unterscheidungsmerkmal die Geschwindigkeit ist - ansonsten sind sie sich aller eher ähnlich.

Aber ich werde jetzt nicht ein Melodic Rock Album verreißen bloß weil es eben genau das ist, was es vorgibt zu sein: Futter für die Fans, die eben sehr auf ein harmonisches und melodisches Ganzes achten. An Größen wie MAGNUM oder TOTO kommt das natürlich nicht heran - da fehlt dann doch das eine oder andere Sandwich zum Hard Rock Picknick und Mike Slamers Beiträge sind nun auch nicht so, dass sie hervorstechen (wobei der das mühelos könnte), aber als Melodic Rock Album ist das überdurchschnittlich, vermeidet es doch, allzu sehr widerzukäuen was man schon tausend Mal gehört hat.

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Dietrich Gastrock, (Artikelliste), 19.12.2011

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