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| Shining Flame, Coast Rock Records, 2011 |
| Martin Simon |
Vocals & Bass |
| Peter Blackhead |
Guitar & Vocals |
| Plug Larsson |
Drums |
| Produziert von: Corporate ID |
Länge: 43 Min 56 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Still Loving You | 5. Riding On A Dream |
| 2. Hero For A Day | 6. Shining Flame |
| 3. Game Of Love | 7. Hurricane |
| 4. Sky Turns Black | |
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Man kann heutzutage leider längst nicht mehr jede halbwegs anständige Kapelle im großen Rock & Roll Tierpark kennen, viel zu unüberschaubar ist der Wust, der uns Woche für Woche digital oder per Hartware überrollt. Aber zwischendurch findet sich immer wieder ein kleines Edelsteinchen, das man dann umgehend und gerne in die Welt hinaustragen möchte - Leser, erhöre uns!
CORPORATE ID aus Kiel ist so ein Fund, den sich der Schreiber nach getaner Arbeit mit Genuss ins Regal mit der Aufschrift "Dauerbrenner" stellt.
Dauerbrenner sind für einfache Rocker jene Scheiben, die im Kern drei Attribute aufweisen: sie sind zeitlos, sie rocken und sie vermitteln Spaß. In ganz seltenen Fällen kommen im 7. Lebensjahrzehnt der alten Rockmusik noch die besonderen Merkmale "Extravaganz", "Originalität" und "Innovation" hinzu, aber das können wir bei "Shining Flame" - der zweiten CD von CORPORATE ID - getrost vergessen. Hier wird schlicht und bodenständig nach alten Rezepten gerockt.
In Unkenntnis des 2009 erschienen Debuts "Mount Rock" kommt "Shining Flame" im ersten Moment als klassisch hartrockendes Album mit prima Hooks daher, doch wenn man sich "Mount Rock" auf der Homepage auszugsweise anhört, merkt man schnell, dass bei den drei nicht mehr ganz jungen Männern von der Förde in den letzten zwei Jahren einiges vonstatten gegangen sein muss. Der (nicht im Wortsinn) leichte SABBATH-Ansatz von damals ist gänzlich gewichen, auf "Shining Flame" weht ein anderer, wesentlich frischerer Wind. Hero For A Day beispielsweise erinnert an die großen Zeiten von TRIUMPH - und CID kann den absurd hohen Ansprüchen sogar gerecht werden. Man stelle sich großflächigen Powerhouse-Rock mit einer alles umkreisenden Gitarre und einem "Tear-the-roof-off"-Sänger vor, dann hat man Hero For A Day vollinhaltlich begriffen - und darf auch über den herrlichen Angebertext grinsen. Die Wurzeln sind zwar deutlich in den Siebzigern, aber solche Songs gehen immer. Ja, das Songwriting der Nordmänner ist gut, in den meisten der sieben Fälle auf "Shining Flame" sogar sehr gut.
Nur sieben Songs? Leider, aber die dauern allesamt zwischen 4 ½ und 7 ½ Minuten, es wird also nicht gegeizt und alles was nötig ist wird auch gespielt. Zum Beispiel auch in den sechs Minuten von Sky Turns Black. Das ist so ein hinterhältig schleichendes Groove-Monster, wie es vor Urzeiten Frankie Miller oder NAZARETH im Angebot hatten, heute gäbe es vergleichsweise THE ANSWER in dieser Kategorie. CORPORATE ID reiben sich zweifellos an den ganz großen Genrehelden, und sie kacken in keinem Moment ab. Es ist auch bestimmt keine Beleidigung, wenn man sagt, dass Riding On A Dream von Ronnie James Dio noch besser gesungen worden wäre.
Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich eine "Provinzband", vor allem eine "Retro-Provinzband", ohne Vorbehalte ins Herz geschlossen habe, aber CORPORATE ID hat mit "Shining Flame" ein Produkt mit höchstem Identifikationspotential auf den Markt gebracht. Ein geiles Trio, dem man für die nächste CD ein größeres Produktionsbudget wünscht. Die CD hat wie gesagt ab sofort einen Platz im Dauerbrenner-Regal. Jetzt müssen die Jungs nur noch aus dem Knick kommen und schnellstens überall spielen. OHRENFEINDT ist so zur Marke geworden und CID könnte in einer ähnlichen Gewichtsklasse mitspielen.
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