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| Midnight Wire, Repertoire Records, 2011 |
| Sonja Kristina |
Vocals, |
| Darry Way |
Violin |
| Stewart Copeland |
Drums |
| Mick Jacques |
Guitars |
| Gäste |
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| John Perry |
Bass |
| Peter Wood |
Keyboards |
| Derek Damian |
Backing Vocals |
| Norma Tager |
Lyrics |
| Produziert von: Ron and Howard Albert |
Länge: 34 Min 32 Sek |
Medium: CD |
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| 1. woman On A One Night Stand | 5. Orange Street Blues |
| 2. Day Breaks My Heart | 6. Dance Of Love |
| 3. The Fool | 7. Midnight Wire |
| 4. Pipe Of Dreams |
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Nach einigen Irrungen und Wirrungen kam CURVED AIR 1975 wieder zusammen, um ein neues Album zu produzieren. Von der alten Mannschaft waren nur noch Sonja Kristina und Geiger Darryl Way dabei. Neu hinzu kamen Stewart Copeland an den Drums (Später bei POLICE), Neugitarrist Mick Jacques und letztlich noch Phil Kohn am Bass (obwohl auf den - wie immer sehr guten - Sleeve Notes dann John Perry erwähnt wird). Sonja begann eine langwährende Beziehung mit Copeland, und dessen Bruder Miles managte die Band ab jetzt.
Es gibt zwei Versionen von "Midnight Wire" - die zweite ist die vorliegende und wurde von Ron und Howard Albert produziert und hatte ganz offensichtlich den auch den US-Markt als Absatzmarkt im Blick. Die Albert Brüder waren Produzentengrößen der Zeit damals, und hatten u.a. Stephen Stills' "Manassas", Eric Clapton und CSNY produziert. Die Alberts verpassten der Platte eine wesentlich 'fettere' Sound, und das ganze wurde soweit amerikanisiert, das ein Southern Rock Track wieOrange Street Blues darauf Platz fand (Gott sei Dank).
Eingefleischte CURVED AIR Fans waren mit dem neuen Antlitz ihrer Band sicher nicht zufrieden - das fragile, komplizierte Gerüst und der sehr trockene Sound waren gewichen; die Stücke sind mehr straight ahead; und Sonjas Stimme passt m.E. stellenweise nicht mehr so ganz in den Gruppensound. Eine gute Zutat zum CURVED AIR Line Up war sicherlich Gitarrist Mick (der merkwürdigerweise nirgends sonst vorher oder später auftaucht). Seine Gitarrenbeiträge und Slide Exkursionen waren deutlich rockiger als die auf früheren CA Platten und sind auch heute noch eine Wonne anzuhören. Seine Duelle mit Way, etwa in dem schwebenden Dance Of Love tragen nicht zuletzt zur Herausragenden Qualität der Platte nbei
Allerdings sind auch die 'alten CURVED AIR' durchaus vertreten - das düstere Titelstück Midnight Wire, mit einem sehr guten Refrain ausgestattet, erinnert durchaus an frühere Großtaten, und war bei Bühnenshows ein 'Showstopper', nicht zuletzt wegen Micks Gitarre Spiel und Copelands wuchtigen Drums. Day Breaks ist eine Ballade, die Sonja die beste Gelegenheit gibt, ihre Stimme ins richtige Licht zu rücken, und bietet im Refrain sogar leichte lateinamerikanische Anklänge. Der britische Country Rock in The Fool lässt Way in den Vordergrund treten, und das wunderbar schwebende Pipe Of Dreams zeigt, dass die Band auch ohne Vocals auskam - sehr stimmig. Der Orange Street Blues ist ein funky West Coast Rocker par excellence, und Micks Slide ein Genuss. Aber die ganze Band rockt, was das Zeug hält - hätte man sicherlich nicht erwartet.
Für Leute, denen CURVED AIR immer zu abgehoben war, und jeden 70er Rockfan ist das hier etwas zum Auschecken - allein schon wegen dem Orange Street Blues. Das Album plazierte CURVED AIR wieder fest im Musikgeschehen der damaligen Zeit.
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