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| Losing All, Razor & Tie, 2010 |
| Josh Brown |
Vocals |
| Chris Pangallo |
Bass, Piano, Backing Vocals |
| Joe Pangallo |
Guitar, Backing Vocals |
| Zach Simms |
Drums, Backing Vocals |
| Gäste: |
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| Evan Bradford |
Piano |
| Mary Ellen Bush |
Backing Vocals on Hello Heartache |
| Randy Cantor |
Piano |
| Roger Masson |
Piano |
| Marco Pangallo |
Guitar Solo on Long Highway |
| Produziert von: Roger Masson |
Länge: 52 Min 02 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Light 'Em Up | 8. Never Goodbye |
| 2. Hello Heartache | 9. Hey You |
| 3. When I See You | 10. We Are No One |
| 4. Airplane | 11. Long Highway |
| 5. Lately | 12. Strange |
| 6. Cold Addiction | 13. The Dark Hills |
| 7. Landslide |
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Aufmerksame Leser dieser Onlinepostille, die zeitgleich Freunde der alternativen Rockszene sind, sollten bei dem Namen Josh Brown zusammengezuckt sein. Warum? Da war doch vor einigen Jahren mal was - grübel - … Genau! Anfang diesen Jahrtausends machte eine Band namens FULL DEVIL JACKET mit ihrer EP "A Wax Box" und dem folgenden Longplayer "Full Devil Jacket" auf sich aufmerksam. Ihr Sänger war Josh Brown, der gemeinsam mit seinen Kumpels als Support für CREED, NICKELBACK und auf Festivals im Vorprogramm von METALLICA oder SLIPKNOT die Massen vorglühen durfte. Während der Tour mit CREED verpasste sich der Sänger Rock'n'Roll gerecht eine Überdosis, konnte von seiner Freundin wiederbelebt werden und verkündete daraufhin den Ausstieg aus der Musikszene.
Dass das bei Künstlern meist nicht lange gut geht ist bekannt. So tauchte er mit seiner neuen Band DAY OF FIRE geläutert und clean wieder im Kosmos der hartrockenden Musik auf. Das Debüt "Fade Away" konnte Platz 27 der amerikanischen Mainstream-Rockcharts entern und nebenher noch den Dove Award für das beste Rockalbum des Jahres 2005 einheimsen. Schon im Folgejahr wurde der kreative Output fortgesetzt und mit dem Dreher "Cut & Move" der Öffentlichkeit vorgestellt. Es folgten Tourneen u. a. mit PILLAR und DAUGHTRY, bevor man das Label von Essential Records zu Razor & Tie wechselte. Was blieb war die Besetzung und musikalische Mischung aus alternativen Bands wie STONE TEMPLE PILOTS, SOUNDGARDEN, ALICE IN CHAINS mit alten Recken wie AC/DC und LED ZEPPELIN.
Seit dem letzten Jahr kann man "Losing All" in den Player legen und dieser Rundling legt gleich los wie Feuerwehr. Light Em Up startet mit einer Mischung aus den Zeps-meets-AC/DC-meets-modern Rock. Beste Mucke für den bevorstehenden Cabrio-Frühling. Hello Heartache wirkt wie eine Nummer der FOO FIGHTERS mit BEATLES-Harmonien. Haut nicht mehr ganz so auf die 12, hat aber ein sehr intensives Feeling. Überhaupt FOO FIGHTERS. Die Stimmen der beiden Sänger Dave Grohl und Josh Brown weisen doch gewisse Ähnlichkeiten auf. When I See You hätte genauso gut aus der Feder von Mr. Grohl stammen können. Josh Brown hat in den letzten Jahren viel mitgemacht, was sich auch textlich auf dem aktuellen Dreher niederschlägt. Während der Aufnahmen endete seine Ehe mit der Frau, die er auf einem TYPE-O-NEGATIVE -Konzert kennengelernt hatte und der er mit "Airplane" noch einen intensiven Abschiedssong widmet. DAUGHTRY und CREED lassen musikalisch grüßen, was daran liegen könnte, dass Chris Daughtry selbst mit Hand anlegte. "Lately" war die erste Singleauskopplung und gibt am besten die Grundstimmung der ganzen CD wieder. Es pumpt, groovt und rockt modern durch die Membran. "Cold Addiction" lässt vom Tempo her den Fuß etwas vom Gaspedal nehmen, welches ohnehin leider nie ganz durchgetreten ist. "Landslide" hätte man auch den Genrekollegen CREED zusortiert und dürfte Fans der Band auf alle Fälle gefallen. "Never Goodbye" enthält leichte Querverweise zu Südstaatenrockern auf, bleibt aber auf dem Pfad des Modern Rock. So könnte man hier weiterschreiben, denn viel Abwechslung ist auf "Losing All" eher wenig vertreten. Das Album wirkt insgesamt eher wie ein Roadmovie für die weiten und endlosen Straßen des Lebens, geschrieben von einem enttäuschten, aber nicht hoffnungslosen Mann.
Zum Schluss gibt es mit Strange und vor allem The Dark Hills zwei würdige und zum Niederknien wunderbare Songs, die ein insgesamt sehr nachdenkliches Werk beschließen.
Leider hat die Band zum Ende des letzten Jahres verkündet, dass sie sich erstmal eine Auszeit nehmen und auf andere Projekte konzentrieren wollen. Hoffen wir, dass diese Pause nicht zu lang wird.
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