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Frijid Pink

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Frijid Pink Frijid Pink Frijid Pink
Frijid Pink Frijid Pink Frijid Pink, Repertoire Records, 2011
Brent Austin Bass, Vocals
Joe Gillis Keyboards
Ricky Houke Guitar, Vocals
Phil McIlvenna Guitar, Harmonica, Vocals
Rick Stevens Drums
Länge: 55 Min 12 Sek Medium: CD
1. Live Unlived8. Exodus
2. Feelin' Down 9. State Line Boogie
3. Bad News 10. Something To Prove
4. Cryin' Shame11. Stormy Monday
5. God Gave Me You12.
6. Drivin' Blues13. Tobacco Road
7. Johnny14.Train
8. Earth Omen

FRIJID PINK … Frijid Wer? Frijid PINK! Wer ist Frijid Pink? Da war doch was, da war doch was …. Ja, das Haus in New Orleans, dass sie das "Haus der aufgehenden Sonne" nannte, und das der Ruin von vielen, armen Jungs war - House Of The Rising Sun, der einzige wirklich Hit der Band, erschienenen 1970 auf dem gleichnamigen Album. Dieses Cover eines Folks Blues Songs war es, der die Band raketengleich in das Rampenlicht katapultierte - aus dem sie dann fast genauso schnell wieder verschwanden. Und das zu Unrecht. Zumindest ein weitere Hit - der 'Message'-Boogie Sing A Song For Freedom vom 70er Album "Defrosted" - war verfügbar und landete auf Samplern.

Aus Detroit kommend und somit in guter Gesellschaft (MC5, STOOGES), lieferten sie dann noch mehrere Alben ab, die zwischen psychedelischem Rock, sauberen Pop und gut gespielten Blues lagen und eigentlich viel mehr Aufmerksamkeit verdient hatten. War die Musik auch gitarrenlastig, so sind doch die heavy Riffs und verzerrten Gitarrensounds des Houses nicht eigentlich typisch für den FRIJID PINK Sound - die Band hatte mehr zu bieten. Aber die frühen 70er auch, und wenn man US Heavy Rock hören wollte, warum dann nicht gleich zu GRAND FUNK oder BLOODROCK wechseln? Und so war nach einigen Alben Schluss. Es gab einige erfolglose Reunion Versuche, Clubtouren in den USA - und nun gibt es bei Repertoire wieder eine Version der originalen FRIJID PINK- wobei einzig der Drummer wirklich noch von der Ursprungsband dabei ist.

Mit einer Mischung aus alten (Cryin' Shame, God Gave Me You, Drivin' Blues von "Frijid Pink", Earth Omen vom gleichnamigen Album) und neuen Songs und Coverversionen (Stormy Monday, Tobacco Road) knüpfen sie nahtlos an ihre beste Zeit an und bieten genau diese endsechziger/frühsiebziger Mischung aus Pop, Rock und Blues mit jeder Menge sauberer Chorgesänge, die ihnen damals schon hätten Erfolg bescheren sollen. Ein modern gemachtes, traditionsbewusstes Album, sehr sauber produziert, dass sich unter Verzicht auf modischen Schnickschnack und Powerriffs auf gute Melodien und Arrangements konzentriert und - dem Himmel sei Dank - keine Remake des Superhits bietet - allein dafür gehört ihnen ein 'TIPP' Icon.

Live Unlived schmeißt den Hörer mittels original Sixties Songaufbau, Gesang und Refrains per Zeitreise 50 Jahre zurück - man denke an den Sound von "Hair" - das trifft es ziemlich genau. Bad News Boogie bietet genau das, und nach diesen Fingerübungen geht es mittels der Remakes ganz im Westcoast Stil von etwa JO JO GUNNE oder SPIRIT) weiter. Johnny kommt traditionell aufgebluest, Earth Omen und Exodus sind Sixties Besinnungspop - in Exodus, nicht selbst geschrieben allerdings - zitieren sie sogar den alten Folk Protestler Pete Seeger - "this land is mine".

Zwar sitzen sie so wieder zwischen allen Stühlen, aber so, dass man sich am besten zu Ihnen auf den Boden setzt. Das Booklet teilt das Album farblich in drei Teile - den etwas moderneren, rockigen (bis Cryin Shame), den Protest Part (bis Exodus) und den traditionell-bluesrockigen mit den die Originale wieder zum Leben erweckenden Coverversionen (Stormy Monday ist sehr bluesig traditionell, fast etwas lounge-mäßig angelegt, mit langen Jams; Tobacco Road gibt dem Track das 'Walking Blues'-Feeling stilistisch zurück). Das orgel/guitar-getriebene Train schließt diese sehr gute CD ab.

Dietrich Gastrock, (Artikelliste), 22.04.2011

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