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Hurtsmile

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Hurtsmile
Hurtsmile, Frontiers, 2010
Gary Cherone Vocals
Mark Cherone Guitars
Joe Pessia Bass
Dana Spellman Drums, Percussion
Produziert von: Gary Cherone and Joe Pessia Länge: 49 Min 48 Sek Medium: CD
1. Just War Theory 7. Set Me Free
2. Stillborn8. Jesus Would You Meet Me
3. Love Thy Neighbor9. Slave
4. Kaffur (Infidel)10. Beyond The Garden - Kicking Against The Goads
5. Painter Paint11. Just War Reprise
6. Tolerance Song12. The Murder Of Daniel Faulkner (4699)

Der EXTREME und one-time VAN HALEN Sänger Mr. Gary Cherone hat seinen Bruder und Mannen um sich versammelt, um eine neue Band aus der Taufe zu heben und Rockmusik zu machen. Das ist ehrenvoll, zumal seine Home Band ja doch häufiger Mal eine Pause einlegt (allerdings dafür dann sehr gute Alben abliefert).

Brüderchen Mark kann Gitarre spielen, da besteht kein Zweifel. Und Drummer Dana ist ein 'heavy hitter', mächtig Wumms und Drive in den Klöppeln. Wie sagt Gary über die Boys in the band: "It's an east coast-Boston thing. Mark, my brother, was in a band with Nuno's brother… Joe (Pessia, Bass) was in Nuno's band and Dana was a friend, and student of Mike Mangini (former EXTREME drummer) … we like to keep it in the family." Ist ja auch ok, kann man ihnen nicht verdenken. Ich würde auch gerne mit meiner Oma Bongolassen wir das. Bringt's denn nun was, die Familienbande?

Mut hat er, der Mark. Natürlich fragt man sich bei jedem Solo: "Ist er denn so gut wie Eddie oder Nuno?". Und ebenso natürlich erfindet er das Rad nicht neu wie Eddie seinerzeit, aber er schlägt sich tapfer, hat nette Licks und Tricks drauf und bringt wirklich gute Soli zustande. Die Riffs werden ebenfalls schön zelebriert, und so haben wir hier den Künstler als Rhythmus- und Leadgitarrist. Ballermann Dana ist immer schön am ballern dran, voll der Drumroll, und Sänger Gary singt wie Gary. Nicht ganz so exaltiert wie auf den EXTREME CDs, sondern eher etwas zurück genommen, aber er kann's.

Ich habe da so eine weiße Katze, wenn man der heißen Brei …. Nein. Die. Songs. Bleiben. Nicht. Hängen! Leider - jeder für sich rockt und rifft, aber liegt immer irgendwie knapp neben erinnerstdudichnoch, und so ist HURTSMILE immer gerade ein Sandwich vom erfolgreichen Picknick entfernt. Am besten kommt das Ganze noch rüber, wenn Gary zur akustischen Klampfe greift und etwa im semi-akustischen The Murder Of Daniel Faulkner (4699) den Bob Dylan gibt - wirklich gut, auch wenn man wie ich kein Dylan-Fan ist; oder im an "Led Zeppelin III"-Zeiten erinnernden Akustiktrack Beyond The Garden - Kicking Against The Goads den Folkie.
Natürlich kommt ein Bluesrock Track wie Just War Theory ganz gut rüber - aber aufregend ist anders. Und der a cappella Eingang zum Finstersong Love Thy Neighbor mutet gar merkwürdig und überflüssig an. Painter Paint wiederum ist eine weitere schöne, akustische Ballade, die sehr (jawohl, das geht auch bei diesen Hardrockern)an die WHO erinnert; könnte auf "Tommy" sein.

Und so hinterlässt das HURTSMILE-Album zwiespältige Gefühle - und ich kann das nur eingeschränkt empfehlen.

Dietrich Gastrock, (Artikelliste), 19.01.2011


 
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