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| Redemption, Rock Candy, 2010 |
| Joey Brasler |
Guitar |
| Loren Molinare |
Guitar |
| Tom Morris |
Drums |
| Fidel Paniagua |
Bass, Background Vocals |
| Ron Young |
Lead Vocals |
| Produziert von: Little Caesar and Robin Holden |
Länge: 40 Min 55 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Same Old Story | 7. Real Rock Drive |
| 2. Supersonic | 8. This Was Yesterday |
| 3. Loving You Is Killing Me | 9. Every Picture Tells A Story |
| 4. Witness Stand [Explicit] | 10. Just Like A Woman |
| 5. Redemption | |
| 6. Sick And Tired |
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Anfangs der 90er hatten LITTLE CAESAR ihre erste große Zeit. Zwei CDs - "Little Caesar" und "Influence" - wurden veröffentlicht, und die ihnen nachgesagte Nähe zu Bands wie BAD CO wurde … ihnen zu Recht nachgesagt. Besonders die zweite, 1992 erschienene, CD "Influence" hatte eine Leckerli zu bieten: der ursprüngliche Gitarrist Apache wurde durch niemanden geringeren als Earl Slick ersetzt - seines Zeichens u.a. bei David Bowie, später bei seiner eigenen Band EARL SLICK BAND, dann bei der kurzlebigen SILVER CONDOR, bei Tonio K (dessen "Live In The Foodchain" - sowas geniales!)und schließlich solo unterwegs, um später bei David Coverdale auf dessen guter Solo CD "Into The Light" zu klampfen, und damit diese Platten zu veredeln. Solo nicht ganz so erfolgreich, waren insbesondere die knochentrockene Platten der EARL SLICK BAND und eben die LITTLE CAESAR CD Lehrstücke in Sachen Hard Rock.
Unschwer zu erkennen, welche CAESAR CD meine Lieblings CD ist. Ach - ich habe eine vergessen: es gab noch eine "This Time It's Different", erschienen bei SLICK Music.com, mit Live Tracks und unveröffentlichten Alternate Tracks.
Merkwürdig: Earl wird in der heutigen Band Bio eher selten erwähnt - selten so wie in 'gar nicht'. Ob die Veröffentlichung dieser letzten CD damit zu tun hat? "Nein, hat sie nicht!" sagt Tom Morris, Drummer und Spokesman der Band. Und weiter: "I'm not sure why Slick wasn't mentioned more in the bio. We parted on good terms with him and are grateful and honored to have had the experience of working with him. We remain friends with Earl to this day."
Aber jetzt zum neuen, kürzlich endlich in Europa bei ROCK CANDY RECORDS veröffentlicht Werk "Redemption" (hat mehrere Bedeutungen; der gleichnamige Song deutet an, dass 'Erlösung' gemeint ist).
Vergisst man irgendwann, wie Rad fahren geht; wie mit Messer und Gabel essen geht; wie Kauen geht? Genau so wenig hat LITTLE CAESAR vergessen zu rocken. Im Sound immer noch nahe an BAD CO bzw. eigentlich auch an ihren früheren Platten, ist Boogie- und Party-, Kick-Ass und Good Time angesagt.
Aber wenn man die Platte darauf verkürzt, liegt man zu kurz. Zum einen veredeln kleine, feine wenn auch kurze Solos fast jeden Song, und nicht nur simples Leadguitar Genudel. Die Rhythmusfraktion sitzt fest im Sattel, und ab und zu werden - eher sehr unauffällig, kleine Spielereien eingebaut, der Akzent verschoben, so dass auch hier keine Langweile herrscht, zumal Basser Fidel die Band gut am Boden hält.
Heraus sticht zum einen natürlich Sänger Ron Young, der eine Stimme knapp vor dem Reibeisen hat, aber sehr mit Gefühl singt. Zum anderen findet man immer wieder erstaunlich einfühlsame Background Vocals, die man so bei dieser Band nicht erwartet. Drittens sind manche Songs - Redemption, Witness Stand, Sick And Tired, That Was Yesterday, Just Like A Woman textlich zum Teil sehr introspektiv, und wer immer diese Texte geschrieben hat, hat einen sehr nüchternen und klaren Blick zurück auf sein Leben und seine Beziehungen geworfen und bringt das rüber, ohne peinlich zu werden. Tom's Feedback dazu: "Ron wrote the bulk of Redemption's lyrics along with some lyrical contributions from Loren and Apache. I would agree that it is a bit more introspective than our past recordings."
Zwei Cover gibt es - Every Picture Tells A Story/Happy und Joni Mitchells Woodstock. Man stelle sich das vor: dieser zarte Song, von dem ich immer dachte, einer der vier Buchstaben von CSNY hätte sich auf dieselben gesetzt und ihn geschrieben, in Hard Rock Format - und das kommt noch nicht einmal schlecht rüber (obwohl Akustik Klampfen Fans hier natürlich aufschreien werden). Nochmal Tom: "As far as Woodstock, covering that song was somewhat of an accident. We were jamming on it at rehearsal and started messing with the feel a bit. In the end, we decided to put it on the record."
Die unvermeidlichen Geradeaus Rocker gibt es auch - eigentlich alle, die ich oben nicht erwähnt habe. Und somit ist die Balance gehalten. Die eher persönlichen Songs reichen fast an die frühen Großtaten der Band ran, und wenn man das Alter der Jungs in Betracht zieht, ist das hier ein beachtliches Comeback, jetzt sogar mit Label. Klar, hier ist nix neu, und an solche CDs wie die etwa von ONE SOUL THRUST reicht das hier nicht ran - will es aber auch nicht. Hier haben ein paar Jungs das gemacht, was sie gut können, und sich klug beschränkt. Und dagegen kann man nix sagen. Anhören lohnt.
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