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| Ich Liebe Mich, G Records, 2012 |
| Nico Hanschick |
Bass |
| Jessica Kutzscher |
Gesang, Gitarre, Tasten |
| Benjamin Richter |
Schlagzeug |
| Produziert von: Matthias Jansen, Oliver Zülch, Detlef Mohrmann & Maila |
Länge: 51 Min 40 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Sexy | 7. Was Du wirklich denkst |
| 2. Jetzt und hier | 8. Es ist okay |
| 3. Ich liebe mich | 9. Zicke |
| 4. 1-2-3 | 10. Er ist weg |
| 5. Verstanden | 11. Wer bist Du? |
| 6. SOS | 12. Die Zukunft wird geil |
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Okay, eins gleich vorweg: MAILA legen es nicht drauf an, die Mehrzahl unserer Leser anzusprechen. Die Texte werden bei Hörern ab der 40er-Jahre-Grenze eher Kopfschütteln denn Verständnis hervorrufen und die Musik geht so butterweich durch die Gehörgänge, dass das Wort "Anspruch" hier auch eher am Ziel vorbeischießt. Das macht es ihnen vielleicht etwas schwer gegenüber den bluesenden und hardrockenden Mannschaften im Home Of Rock. Wenn man aber wie ich Kinder im "kurz-vor-der-Pubertät-gleich-geht's-damit-los-Alter" hat, dann freut man sich, dass es solche Bands gibt wie MAILA. Da freu ich mich als Vater, dass man mit solcher Musik, die weit entfernt von computergeneriertem Hopsgedudel ist und keine Betroffenheit bis unter die Zehennägel hervorruft, die Kids noch vor die Boxen versammelt bekommt. Schnell verdaulich, Texte leicht merkbar und einen tanzbaren Groove, dass ist das, was die junge Generation von heute braucht. Und warum? Weil man in Zeiten, in denen das Rauchen von Joints verboten ist, keine Zeit und Gründe mehr hat, sich langen, elegischen Songs und ausufernden Soloparts hinzugeben. Also braucht es Bands wie MAILA!
SILBERMOND, JULI, WIR SIND HELDEN, DIE ÄRZTE und noch einige andere, haben gezeigt, dass man deutschsprachig und mit mehr oder weniger rockenden Songs (bzw. mehr oder weniger ernst zu nehmenden Texten) Erfolg haben kann. Warum sollten MAILA diese Vorlage nicht nutzen und mit auf den Zug aufspringen? Fräulein Kutzscher, die sich gerne sexy kleidet ohne damit anmachen zu wollen, eigentlich eine Zicke ist und schon so manchen Abschiedsschmerz hinter sich gebracht hat (wenn man ihren Texten durchweg Glauben schenken darf!), schreibt und komponiert alles selber mit nachvollziehbarer Teenielyrik ohne dabei zu peinlich zu werden. Dazu werden 80er-NDW-Bausteine mit leicht angerockten mitunter lightpunkigen verbaut und das Ganze rund und satt abgemischt. Und auch wenn manches an der Frau und ihren beiden Jungs konstruiert wirkt, kann man ihnen einen gewissen Charme nicht abschlagen.
Fazit: wer älter als 40 Jahre ist und über diese Scheibe schlechtes zu vermelden hat, soll sich mit seinen Kindern mal in die Plattensammlung verkriechen und schwelgerisch mit den Augen rollen, wenn Fräulein Menke, GEIER STURZFLUG, TRIO oder Markus ihre lyrischen Ergüsse zum Besten geben. Es könnte sein, dass nach dem Öffnen der Augen die Kinder schreiend das Plattenarchiv verlassen haben … - wir waren damals auch nicht nur toll!
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