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Matthew Mayfield

Now You’re Free

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Now You’re Free
Now You’re Free, Independent, 2011
Cason Cooley Keyboards
Claire Indie Strings
Tony Lucido Bass
Matthew Mayfield Vocals, Guitars
Paul Moak Guitars
Will Sayles Drums
Produziert von: Paul Moak and Matthew Mayfield Länge: 42 Min 17 Sek Medium: CD
1. Come Back Home 7. Ghost
2. Missed Me8. A Cycle
3. Fire Escape 9. Tonight
4. Man-Made Machines10. Can't Change My Mind
5. Now You're Free11. Grow Old With You
6. Element

Einer der großen Vorteile des Internets ist, dass man Dinge kennenlernt, die man ohne dieses weltweite Medium niemals gefunden hätte. Eine der Entdeckungen durch das WWW ist auch Matthew Mayfield, den ich ohne dieses Medium wohl niemals entdeckt hätte. Grundsätzlich wäre das schade und deswegen nehmen wir uns gerne die Zeit, diesen Mann auch in Deutschland bekannt zu machen. Das habe ich ihm versprochen.

Matthew Mayfield kommt aus den Staaten, genauer aus Birmingham, eine Stadt im Jefferson County im Bundesstaat Alabama. In sweet home Alabama entdeckte Matthew die Liebe zur Musik. Okay, wenn man bedenkt, dass er im Alter von 9 Jahren darüber nachdachte, was das Beste für die Zukunft wäre: Surfer zu werden, eine Bank zu überfallen oder in einer Rock'n'Roll-Band zu spielen, denke ich, hat er die beste Entscheidung gefällt. Ich weiß nicht, ob seine Mutter aus lauter Dankbarkeit für diesen Weg ihm im Alter von 11 Jahren eine Gibson Les Paul schenkte, aber für ihn war das der Startschuss zum Leben "on the road".

Aufgewachsen mit und inspiriert von Bruce Springsteen, Jimmy Page, Stevie Ray Vaughan und Eddie Vedder, fängt der Bub an, seine eigenen Songs zu spielen. Bands werden gegründet und wieder aufgelöst, Träume in Angriff genommen und wieder verworfen, was schlussendlich dazu führt, dass Mr. Mayfield sich für den eigenständigen Weg entscheidet. Innerhalb von zwei Jahren veröffentlicht er sieben EPs, setzt sich in sein Auto und durchstreift die Staaten, steht auf der Bühne mit Bands wie SWITCHFOOT, BLUE OCTOBER oder NEEDTOBREATHE und erspielt sich zeitweise den ersten Platz in den Download-Charts der Singer/Songwriter-Abteilung bei itunes. Wer jetzt meint, der Gute hätte damit sein Pulver verschossen, liegt völlig falsch, denn 30 unbenutzte Ideen schlummerten in seiner Kladde und warteten darauf veröffentlicht zu werden. Normalerweise ist seine Einstellung, lieber alles alleine zu machen, dann können andere auch nichts verkehrt machen oder aber seine künstlerischen Freiheiten nicht richtig interpretieren. Für seinen ersten Dreher hat er sich von diesem Prinzip entfernt und um die Mithilfe von diversen Musikern gebeten. Das Ergebnis liegt nun vor und kann sich durchaus hören lassen. Musikalisch ist es eine Mischung aus COLDPLAY, Bruce Springsteen und auch ein wenig PEARL JAM. Allen Liedern liegt eine gewisse Schwere zu Grunde, die aber durch die Arrangements niemals ins Depressive abrutscht. Es rockt, es rollt, der Blues schwingt und mit seiner Stimme wie Schmirgelpapier begeistert dieser junge Amerikaner von Song zu Song mehr. Dabei ist das Highlight für mich das ruhigste Stück der Scheibe Element. Unglaublich, welche Intensität in diesen fünf Minuten zu finden ist. Perfekt! Textlich geht's um die Liebe, das Alleinsein und die Hoffnung nicht alleine enden zu müssen.

Ich wünsche ihm in den Staaten eine breite Hörerschaft, damit sich alle Entbehrungen der letzten Jahre lohnen, alle Wünsche, Träume und Hoffnung erfüllen und wir ihn in Deutschland nicht erst als Superstar begrüßen dürfen. Matthew Mayfield hat es verdient, dass man ihn (er)hört und seine Musik noch viel mehr Menschen begeistert als nur mich.

Friedemann Schmidt, (Artikelliste), 29.04.2012


 
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