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Meena

Feel Me

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Feel Me
Feel Me, Ruf Records, 2012
Meena Cryle Vocals, Acoustic Guitar
Chris Filmore Guitar, Dobro, Pedal Steel Guitar
Marlene Lachersdorfer, Roger Inniss Bass
Jamie Little Drums, Percussion
Markus Marageter Hammond, Wurlitzer Piano
The Hot Pants Road Club Horn Section
Werner Wurm Trombone
Sebastian Grimus Sax
Manfred Holzacker Trumpet
Länge: 57 Min 49 Sek Medium: CD
1. Movin' On7. Feel Me
2. I Was Made For Loving You8. Come To Mama
3. Stay Aawy From Me Baby9. My Empty Bed
4. If I Meet You One More Time10. Lord Have Mercy
5. If You Had A Diamond11. Singing Songs
6. Beg Like A Sinner12. My Performance Is Over

Meena ist Meena Cryle, die mit ihrem Partner Chris Filmore ein Blues / Rock Album vorlegt, das rund wie ein Ei ist.
Soll heißen, die Musik fühlt sich angenehm im Ohr an; die Anmutung ist rund, ohne Ecken und Gefahren; die Haltbarkeit ist sicher von längerer Dauer, ohne dass man nun annehmen kann, dass das ein ewig währendes Musikvergnügen sein wird - dazu fehlt dann doch das berühmte, immer wieder beschworenen und doch selten wirklich vorhandenen Quäntchen Genialität. Denn weder ist Meenas Stimme noch die Performance ihrer partner in crime wirklich herausragend - aber nett und gerne zu hören.

Der Blues ist poliert, der Rock nicht steinig, und so ist Movin' On dann ein schwungvoller Blues Rocker, der ein bisschen blechern klingt, und bei dem Meenas Stimme leider eher im Hintergrund untergeht, so dass man sich fragt, warum die Band nach ihr benannt ist. Aber das Ding rockt gut, und zeitig eine gute Gitarre. I Was Made For Loving You, der alte KISS-Heuler, kommt als Latin Swing - das bringt Freude; gut! Stay Away From Me Baby dann ein 12-takt Stampfer, und Meenas Vocals kommen viel besser zum tragen; If I Meet You One More Time ist eine Ode an ihren Bruder, die sehr zerbrechlich anfängt, und sich dann langsam steigert - ein Highlight, das Meenas Sangeskunst zeigt. Und so geht es weiter, mit den üblichen Songs mit Latin Feel (If You Had A Diamond), einem Slide Shuffle (Beg Like A Sinner) und dem von Bob Seger als Come To Poppa vom "Night Moves" Album bekannten Etta Jamers Song (bei Bob fand ich ihn als Rocker besser als hier in der Slow Blues Version).

Am Ende steht dann wirklich das Gefühl, dass dieses Album niemandem weh tut, und in seiner Umarmung von Blues, Rock und Pop wirklich sehr gefällig ist - und das ist schon gar nicht übel.

Dietrich Gastrock, (Artikelliste), 17.04.2012


 
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