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| Anhedonia, Nightmare Records, 2012 |
| Mathew Dawson |
Guitar |
| Tijon Lolis |
Bass |
| Brett Rerekura |
Vocals |
| Mick Tallent |
Drums |
| Dean Wells |
Guitar, Vocals |
| Produziert von: Dean Wells |
Länge: 57 Min 44 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Anhedonia | 7. Black Circles |
| 2. Without Red Hands | 8. Proverb Le Jame |
| 3. Through The Madness | 9. Where The Dead Grow |
| 4. Machine | 10. Egostatic |
| 5. Acts Of Reparation | 11. Ever Enhancing II |
| 6. Fear Of The Unknown |
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Die Anhedonie ist der Totalverlust des Empfindens von Freude, Lust oder Vergnügen. Bei den betroffenen Menschen verschwinden diese Empfindungen spurlos in einem schwarzen Loch, was anschließend zum Lebensbegleiter wird. Demnach ist es eine weiterführende Form der Depression und nur schwer auszuschalten. So kann man es zusammengefasst auf diversen Plattformen im Internet lesen. Was die Mannen, aus dem Land wo Kopf steht, dazu veranlasst hat, ihr Debüt so zu benennen, weiß ich nicht, aber ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass das, was in der knappen Stunde aus Australien geliefert wird, weit entfernt ist von irgendwelchen Depressionen.
TERAMAZE haben gut drei Jahre an dieser CD gebastelt und herausgekommen ist eine runde Thrashmetalscheibe mit leicht progressiven Anteilen. Natürlich werden dabei Vergleiche gezogen werden zu NEVERMORE, vielleicht auch PANTERA und ganz gewiss dem besten aber schlecht abgemischtesten Album von METALLICA "…and justice for all". Wie immer hinken Vergleiche und das ist auch hier der Fakt. Sicherlich ist von allem irgendwie was vorhanden und doch irgendwie auch nicht. Zu PANTERA und NEVERMORE fehlt es an der Aggressivität, zu METALLICA an den ganz ausgefuchst genialen Songs. Aber das ist alles nicht schlimm, denn das weniger an Aggressivität steht der Scheibe gut, da dadurch die geilen Melodieverläufe und Soli besser zur Geltung kommen. Und naja, einen Song wie One schreibt man auch nicht alle Tage. Viel mehr stellt sich für mich die Frage, ob das wirklich progressiv im eigentlichen Sinne ist. Die Australier thrashen sich mit einer Freude und Wucht durch die ersten 10 Songs, dass es nur so kracht. Komplexe Songstrukturen werden technisch einwandfrei aber trotzdem nachvollziehbar dargeboten, wobei die Instrumentenfraktion ein ziemlich geniales gemeinschaftliches Brett auffährt. Über allem steht die Stimme von Brett Rerekura, der singen, shouten und brüllen kann, dabei aber mehr im Cleangesang durch die Boxen und Songs jagt. Zum ersten Mal wird in Where The Dead Grow für ca. 1 Minute der Dampf aus den Röhren genommen, nur um danach wieder in die Vollen zu gehen und den längsten Song von "Anhedonia" zur richtigen Entfaltung kommen zu lassen. Doublebass-Drums duellieren sich mit den Riffs, im Hintergrund untermalen zarte Keyboards den Refrain. War der Dreher bis zu diesem Song schon gut, sind die Australier tatsächlich in der Lage hiermit noch einen drauf zu legen. Mit Egostatic wird nochmal alles raus gelassen an Geschwindigkeit, Riffing, Breaks und Wut, bevor es mit Ever Enhancing II ganz ruhig, aber nicht minder gewaltig wird. Selbst sowas gelingt dem Känguru-Quintett.
Für mich eine weitere Entdeckung aus dem Land der hüpfenden Kängurus und eine Truppe, die man dringend im Auge behalten sollte.
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