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The Headlocks

Cuckoo Bird

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Cuckoo_Bird
Cuckoo Bird, Eigenverlag, 2009
Joe Brancato Cuica, Percussion, Background Vocals
Rob Carey Vocals, Guitars, Harmonica, Piano, Voyager
Frank Cavallo Drums, Glockenspiel, Background Vocals
Frank Duffy Guitar, Background Vocals, Tibetian Singing Bowl
Steve Pepe Piano, Organ, Background Vocals
Nick Purpura Lead Guitars, Background Vocals
Gäste:
Julie Coyne, Gena Mimozo, Rachel Somma, John Nielson Background Vocals
Jesse Blum Trumpets, Accordion
Ronald W. Coyne Jawharp
Ezra Donellan Ukulele, Percussion, Background Vocals
Kate Farley Violin
Mario Ferraro Djembe, Background Vocals
Steve Goffin Bass, Background Vocals
Chris Zic Banjo
Produziert von: Million Dollar Bill and The Headlocks Länge: 53 Min 451 Sek Medium: CD
1. Me Or You8. I Freak Out Too
2. Driving In The Dark9. Out In The Sun
3. Shelter10. The Watcher
4. Freeze The Frame11. Amen Good Charles
5. The Round Up12. Another Flood
6. Ways And Means13. It's A Wonderful Life
7. Made Of Fire

Was sind das denn für Waldschrate? Irgendwie rumpeln und rattern sie durchs Gebälk, und tun so, als ob man das Musik nennen könnte - wohl ausgedachte und hergestellte Musik? 'Anarcho-Proto-Stones Country Jam Rock'?
Tatsache ist, dass eine STONES CD gegen das hier selbst in den schlechtesten Zeiten ein Wunder an Kohärenz ist. Und da kann es ja passieren, dass Charlie irgend einen Beat vorgibt, Ron an der Flasche nuckelt, Keith so um die zweite Minute teuflisch grinsend ein Riff unters Volk streut, und Jagger - naja, der ist eben Jagger. Aber am Ende klingt das dann alles very together.
Mit very together ist das hier eher sparsam, Schön, Struktur und Zusammenhalt kann man schon erkennen, aber das ist alles sehr zufällig, sehr, sehr zurückhaltend produziert, und klingt daher sehr angerostet, staubig und klapperig.

Aber eben auch irgendwie charmant unfertig, so wie ein altes Auto ja durchaus Charme haben kann, wenn man auch weiß, dass das nicht so gut ist wie ein neues. Und das soll jetzt nicht heißen, dass die Songs keine Songstruktur und Melodie haben - tun sie nämlich. Me And You treibt so vor sich hin, die Gitarren plinkern rechts und links, der Drummer holpert ohne mit der Wimper zu zucken durchs musikalische Gelände, aber gut klingen tut das. Und Driving In The Dark hat sogar Hitpotential und geht sehr gut ins Ohr - nur dass sie den Song zu Tode quälen und den Refrain öfters wiederholen als die DOOBIES bei Listen To The Music. Gute Mundharmonika übrigens. Shelter klingt dann allerdings ziemlich rumpelig, bietet aber einen netten Background Chor und hat also auch Melodie. Und die Drums - naja, das hatten wir ja schon. Hier wird sogar noch eins drauf gelegt - ein wahrer Drumteppich. Können Drummer auf Teppichen holpern? Made Of Fire könnte ein Bluesrocker sein, da ist auch wieder die Harmonika, aber auch hier wird das 'Bluesrock' sehr frei und lose interpretiert; der Chor singt, und ein Refrain ist auch da, nur nicht unbedingt zur selben Zeit, nur so fast. Out In The Sun ist Made Of Fire Part Two, und sehr stonesy.

Man muss das gehört haben, um es zu glauben. Und man muss es mögen, um es zu lieben. Könnte aber sein, dass das passiert. Außergewöhnlich ist das allemal. Neil Young klingt auch an, und das Unfertige und Unpolierte von "Harvest" hat sicher auf irgendeine Art und Weise Model gestanden. Freunde des amerikanischen Ursprünglichen - greift zu.

Dietrich Gastrock, (Artikelliste), 05.02.2011


 
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