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| Single Entendre, The Hot Rails, 2010 |
| Charles Druesedow |
Drums |
| Ken Janssen |
Vocals |
| Nick Licata |
Bass |
| David Paolucci |
Guitar |
| James Rychak |
Guitar |
| Produziert von: Mark Klein and The Hot Rails |
Länge: 36 Min 11 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Trigger Finger | 5. Black Horse |
| 2. I Am Supernatural (But I Don't Believe In The Supernatural) | 6. Dickson, TN |
| 3. Dealbreaker | 7. Other Man |
| 4. Death From Above | 8. Snakes n' Sparklers |
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Double Entendre, so, wie Katy Perry das in ihrem Song rüber bringt, doppelbödig also, heißt, dass man bei einem Wort wie Camel Toe (Kamel Zeh) und - siehe oben - Peacock (Pfau, eitler Geck) nicht unbedingt an die Tiere denkt. Single Entendre (entendre: französisch - anhören, verstehen) wäre dann einbödig doppelbödig, oder so - und von hier aus kann jetzt jeder selber im Net weitersuchen. Der Song Here Come The Mummies von eben den THE MUMMIES erklärt 'Single Entendre' ganz gut hier (übrigens - was macht man wohl, wenn man das Haut-Boot nach Thunfisch Stadt bringt - um die Ecke zu denken?). Single Entendre ist also Double Entendre zum Quadrat - oder die Wurzel aus?
So, das ist nun auch nicht geklärt, und nun ... hoppla - was ist denn das? CD aus einem mit einem eher kindischen Comic Pic (Jake Kelly, der sonst auch Musik macht, hat sich hier verewigt - Aliens, nackte Frauen, die Bandmitglieder - aber nicht in Hochglanz!) verzierten Pappschuber genommen, eingelegt, und baller-mich-weg kommt aus dem Speaker. Uff und Hau-ruck und Drauflos; Vocals gibt es, aber Singen nennt man das wohl eher nicht (obwohl es wenigstens auch fast keine Growls sind), obwohl der Sänger sich bemüht. Lass uns mal durch ein paar Riffs hetzen, Solo einschieben, drei Minuten und vorbei is'.
Und wenn sie mit Dealbreaker mal eher klassischen Blues Strukturen huldigen, ist das immer noch drauflos und ohne Gefangene, und damit das klar ist, wird zwischendurch das Tempo auch mal angezogen. Und irgendeiner brüllt rum, und der Refrain wird geshoutet; aber - da ist verdammt noch mal auch Melodie, und Struktur - das ist nicht regellos, hinterlässt nur einen wilden Eindruck.
Und Riff auf Riff auf Riff, mir einer Energie, die alle AC/DC Nachkommen und Lookalikes von AIRBOURNE , '77, BIG BALL oder SNEW bis sonst wohin alt aussehen lässt. Meinetwegen ist das Stoner Biker Rock, kann sogar sein, dass die Lyrics interessant sind -wer kann die schon verstehen? Wird eh' alles vom Drummer zerballert, und Tempo muss sein - ab und zu aber sogar ein MOLLY HATCHET Double Lead, wie in Death From Above, aber passt auf, sonst kommt ihr der Rhythm Section unter die Füße.
Gang zurück, Kirchenglocken, akustische - das kann nur böse enden - und da ist die Rhythm und schiebt ein Riff ein, das unverschämter weise von WISHBONE ASH's "There Is The Rub" stammen könnte - so macht man das auf einem Black Horse. Doch, sie können auch ziemlich Southern Rock melodisch zulangen - Dickson, TN.
Apropos - wo kommen die denn her? Cleveland, oder Oregon, in England waren sie auch schon (zumindest wird so die Geschichte des Bandleaders als Wanderung durch die Welt dargestellt, wo ihm die Frage nach dem Warum von einer wunderschönen Frau auf acht Beinen so beantwortet wurde, dass die Menschheit sich auf dem Weg nach draußen befindet. Also suchte sich dieser Ken Janseen vier Mitstreiter, um Bier zu trinken, Platten zu machen und einige Hipstern beizubringen, sich nicht allzu ernst zu nehmen. Die Jungs sind auf einer Mission!). Raus aus Dickson, nur um dann in Other Man Schluss mit schön zu machen und wieder voll, aber konzentriert und kontrolliert aufs Pedal zu treten, und natürlich wieder die alte Riffschleuder anzuwerfen.
Das Ganze ist natürlich unglaublicher Mist, laut und unverschämt, ohne Rücksicht auf irgendetwas, und macht folglich auch einen unglaublichen Spaß; kurzweilig, gut, aber ohne den Anspruch an Kunst - aber pass auf - die können wie gesagt WISHBONE ASH so wie AC/DC so wie MOLLY HATCHET - nur so, als die noch jung waren, und natürlich etwas chaotischer. Wer hätte gedacht, dass Classic Hard Rock nochmal mit so viel Energie dargebracht werden würde. Und wenn es Dir dann auf den Senkel geht, wird etwas zurück geschaltet und ein Mid-Tempo Solo eingeschoben, so dass man sich erholt wie in Snakes N'Sparklers (na klar, zum Ende wird dann wieder Gas gegeben!).
Unbedingt anhören - das ist GUT! Und wenn man schon mal dabei ist - es gibt tatsächlich eine erste CD ("To Hell WIth The Hot Rails", und, nein, die klingen nicht wie BLUE ÖYSTER CULT), die etwas quäkelig (so im typischen late 60's, early 70's Stil) im Sound daher kommt, aber genauso vollgas ist. Und die ist auch genauso gut, vielleicht nur etwas zurückhaltender. Beide UNBEDINGT ANHÖREN! Hard Rock-mäßig das Beste, was ich in letzter Zeit gehört habe. Nicht zuletzt deshalb, weil die Jungs genau wissen, was sie machen, es aber nicht so aussehen lassen - ist das single entendre?
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