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| Beauty And The East, SAOL, 2011 |
| Alan Azar |
Guitar |
| Elie Akl |
Guitar |
| Tony Bou Ghosn |
Bass |
| Moe Hamzeh |
Vocals |
| Mazen Siblini |
Guitar |
| Nadim Sioufi |
Guitar |
| Abou Sous |
Drums |
| Gäste: |
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| Jeff Burrows |
Drums |
| Andy Curran |
Bass |
| Produziert von: Ulrich Wilde |
Länge: CD: 63 Min 34 Sek DVD: ca. 60 Min |
Medium: CD/DVD |
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| 1. Coma Nation | 9. Don't You Wait |
| 2. Deeper In | 10. Heroes 'N' Killers |
| 3. Nothing Or Everything | 11. The Garden |
| 4. Insomnia Kid | 12. Purgatory |
| 5. Get Behind | 13. The End |
| 6. Beauty & The East | 14. Again |
| 7. Last Call | 15. The One |
| 8. Save Us | 16. Nic-o-Teen |
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Update: DVD Review
Kaum ist die Scheibe auf dem Markt schieben die sympathischen Rocker aus dem Libanon schon die Erweiterung der CD in Form eines CD/DVD-Packages auf den Markt. Schade, dass es erst jetzt erscheint, das riecht nach Geldmacherei … - denn die DVD ist wirklich sehenswert. In den ersten 40 Minuten geben die Jungs einen Einblick in die Welt des Libanons und somit auch in die Entstehungsgeschichte ihrer Songs. Nebenher lernt man einiges über die Musikszene im Libanon kennen und kann so einen Blick hinter den Zaun eines Landes werfen, das den meisten von uns fremd sein dürfte. In einem zweiten Teil beweisen THE KORDZ, dass ihre Songs auch im akustischen Gewand funktionieren und überzeugen können. Klasse Versionen von Get Behind und Beauty & The East / Last Call. Als drittes kann man noch das offizielle Video zu Last Call bestaunen. Insgesamt also eine lohnende und runde Sache, fraglich, ob der Erstkäufer hier noch mal zuschlagen wird. Man würde nicht enttäuscht werden, denn man erfährt einiges Interessantes. Die normale CD-Version kann man dann ja an potentielle Neuhörer verschenken, so hat man dann eine zweifache gute Tat getan: die Band unterstützt und den Fankreis erweitert!
CD Review
Ach, was waren das noch Zeiten, als die progressive Musik ihrem Ruf noch gerecht wurde und Bands wie YES, GENESIS, EMERSON, LAKE & PALMER diverse musikalische Grenzen überschritten und neue Territorien mit dem Bekannten zu einem neuen Ganzen machten. Heutzutage zählt zu progressiv jede Band, die irgendwie in der Lage ist, möglichst lange, manchmal auch epische, Songs zu schreiben. Je länger die Songs umso progressiver die Band - so hat es zumindest den Anschein. Wenn man zu dieser These einen Blick auf die Könige des progressiven Metals DREAM THEATER wirft kann man sich da durchaus bestätigt fühlen. Nachdem all diese Grenzen aber überschritten sind und der progressive Musikkosmos scheinbar grenzenlos geworden zu sein scheint darf die Frage gestellt werden, ob es überhaupt noch machbar ist, neue musikalische Universen zusammenzuführen. Metal und Klassik? Gibt's schon! Jazz und Rock? Ein alter Hut! Rap und Rock/Metal? Langweilig! Orientalische Klänge und Rock/Metal? Auch nichts Neues. ABER - Das große Aber - hier gibt es scheinbar tatsächlich noch Potential.
SYSTEM OF A DOWN haben gezeigt, dass man damit richtig Geld verdienen kann, weil man offensichtlich einen Nerv getroffen hatte. BLACKFIELD haben es versäumt mit ihrem Bekanntheitsgrad zwei Musikwelten zu verbinden und von EPHRAT (von mir damals hoch gelobt und nach wie vor gerne gehört) hört man leider nichts mehr. Sicherlich gibt es noch andere Vertreter (ORPHANED LAND), aber keine hat mich so begeistert, wie dieses Debüt der Band aus dem Libanon.
Ich persönlich verbinde mit diesem Land nur Mord, Totschlag und gutes Klima. Musikalisch ist dieses Land dagegen bisher auf meiner Landkarte gar nicht vertreten. Das sollte und muss sich mit THE KORDZ ändern. Denn diese Jungs sind gut, richtig gut! Mich hatten sie als erstes mit dem CD-Titel gefangen: "Beauty & The Beast" - ach, nee - "… The East"! Coole Anspielung, dazu noch dieses Cover. In einem Interview sagte der Sänger, dass das kleine Mädchen im Vordergrund die Bevölkerung darstellt, während die Mutter als dunkle Silhouette den Staat reflektiert. Während diese "Mutter" bedrohlich im Hintergrund steht, hat das Kind aber die Zukunft im Blick. Und die ist hell und strahlend. Und genau das sollen die Texte widerspiegeln: trotzdem die Situation in diesem Land in vielen Fällen ziemlich aussichtslos ist, gibt es ein weiter, ein nach vorne. Sozialkritische, politische Texte in einem Land, das für seine politischen Freiheiten nicht gerade den Friedensnobelpreis verdienen würde. Das hat Potential. Das klingt nach Wut.
Hören wir auf die Musik, denn das war das, was mich danach begeisterte (und dafür sorgt, dass sich "Die Schöne aus dem Osten" immer und immer in meinem Player dreht). Ihre orientalischen Wurzeln vergessen die Studenten der amerikanischen Universität zu Beirut niemals. Manchmal sind sie in der Musik offensichtlich zu hören, mal dezent im Hintergrund, manchmal rauschen sie in einem Solo durch die Gehörgänge - egal wie, die Jungs wissen, wie man Multi-Kulti in der Musik praktisch umsetzt. Dazu kann Moe Hamzeh mit einer sehr angenehmen Stimme aufwarten, die es nicht schwermacht, diesem Debüt lange und immer wieder zu lauschen. Dabei klingt die ganze Scheibe dann noch so dermaßen relaxt, dass es schon fast an "Frechheit" grenzt. Keine wütenden Death-Growls, kein Gebolze und Geballer am Schlagzeug - Song auf Song perlt und groovt mit einer Intensität aus den Boxen, die ihres gleichen sucht. Geschickt werden traditionelle orientalische Instrumente - keine Ahnung, wie alle heißen - mit den Traditionen der westlichen Rockmusik verbunden. Eine wahre Freude ist das.
So bleibt zu sagen, dass THE KORDZ mit "Beauty And The East" ein abwechslungsreiches Album gelungen ist, dass sowohl des Rockers Herz erfreut (Deeper In, Nothing Or Everything, Heroes ‚N' Killers), Freunde der gelungenen Ballade begeistern dürfte (Save Us und der absolute Überknaller The Garden - der Anspieltipp überhaupt!!!) und Menschen interessieren sollte, die gerne mal neue Akzente in der Musik erleben möchten und es schätzen, in Ruhe ein gelungene Stunde Musik unter den Kopfhörern zu verfolgen. 18 Songs, ein Debüt, keine Hänger - das ist versprochen!
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