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The Sins

The Undone

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The Undone
The Undone, Sinister Records, 2010
J. Van Huisman Vocals, Rythm Guitar, Lead Guitar on No Tomorrow
Jyri Glynn Electric Violin, Piano/Keyboard
Fish Jones Bass, Standup Bass
Jamie Knox Drums
Lee Tillman Lead and Rhythm Guitar, Acoustic Guitar, Slide Guitar
Produziert von: The Sins Länge: 43 Min 12 Sek Medium: CD
1. El Guitarro7. Wrapped
2. Abigail8. No Tomorrow
3. Arms of Devoria9. Don't You Cry
4. Stone Goes Cold10. Sintown
5. Chi Chi11. Tonight
6. Temple of the Midnight Sun12. Undone

Seattles post-millenium post-punk Band THE SINS versuchen es nach vier Jahren Pause erneut - diesmal mit einem durchaus üblichen non-grungy Hard Rock Angebot mit starken 70er Krautrock Spuren. 70er Krautrock Spuren in einer Band aus der Smaragdstadt, der Stadt ewigen Regens (na, das passt doch schon eher, wenn man an einige 70er Platten denkt …)? Seattle also, benannt nach dem Häuptling Noah Sealth, Chief der der Duwamish und Suquamish, Heimat des Grunge Rock, und damit reicht es mir eigentlich schon - da halte ich es mit MR BIGs Sänger Jack Russell, der Grunge auch nie gemocht hat (was jetzt nicht sehr verwundert).

Aber, wie gesagt, das ist kein Grunge Rock. Außerdem wurde die Band ja die Kings of Dark genannt - das trifft es schon eher. Also, was jetzt - Dark Krautrock, und wieso überhaupt?

The Arms Of Devoria möge als Beispiel dienen. Breites Riffbett, das zwar mal transponiert wird (also in der Tonhöhe verändert wird), aber ansonsten immer gleich bleibt und nur im Refrain umgebaut wird. Flächige Keyboard Strukturen, die irgendwie tonlos vor sich hinwalzen, schließlich ein Mittelteil mit anderen Riffstrukturen, aber der Sänger bleibt bei seinem Refrain, Solo, pling-pling und fert'ch. Erinnert mich irgendwie an BIRTH CONTROL, wobei die Keyboards bei denen zwar genauso quäkig, aber weniger depri klangen. Und meinetwegen CAN, wobei die Keys bei THE SINS nicht dominieren, sondern untermalen. Und die Drums rumpeln vor sich hin …. Sorry - ich mag BIRTH CONTROL, aber eine Parallele ist zu erkennen. Nur - das muss nicht schlecht sein. Bei Stone Goes Cold meint man im Mittelteil wirklich Bernd "Nossi" Noske in Hodoo Man zu hören.
Und natürlich erinnert das auch an die Kings Of Down - THE CURE. Is' mir malad!

Das bleibt von der Vorgehensweise auch auf dem ganzen Album so - die breiten Riffs, der Drummer mit seinem - naja - eher fokussierten Repertoire, die Keyboard Flächen, wirf-ma-noch-einen-Downer-ein Gesinge - aber wenn das so wie in Chi Chi klingt (unterirdischer Text von der Mär vom guten Mädchen, das Pech hat) daher kommt, ist das emotional und wirklich kraftvoll - Ah' likes it mucho, mahn! Dass da die Gitarre an Dave Gilmour erinnert - wen wundert das jetzt noch. Trotzdem, lass mal, das ist gut.
Und auch bei Temple Of The Midnight Sun rockt es richtig schnell und geradeaus - habe ich schon das breite Riffbett (à la 70er) erwähnt und die Keyboard Untermalung? Ob Wrapped, No Tomorrow, das akustische Don't You Cry, der Cowboy Song Sintown oder dem schnellen Rocker Tonight - das Schema ist verblüffenderweise immer genau dasselbe.

Und so bleibt dem Hörer nur, das entweder gut zu finden und zu mögen, oder eben als zu eintönig abzutun. Man muss THE SINS ein Händchen für gute Melodien zugestehen, und auch dafür, dass sie ihr Programm gekonnt und 'unerbittlich' durch ziehen. Ich für mein Teil finde den erwähnten Uptempo Song Tonight als am besten gelungen, und davon hätte ich mir mehr gewünscht. Allerdings - wie man so schön sagt:"It grows on you." Freundet man sich mit dem melancholisch Grundton und dem Riffaufbau an, hat das was - irgendwie so wie die HOOTERS auf Downer.

Dietrich Gastrock, (Artikelliste), 31.10.2010


 
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