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Tribal

I-Dentity

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I-Dentity
I-Dentity, Non Stop Music Records, 2012
Greg Bächi Vocals
Andy Gantenbein Drums
Urs Müller Bass
Mark Rossi Guitars
Produziert von: Rolf Munkes Länge: 64 Min 23 Sek Medium: CD
1. Eleven8. Hardcore
2. My Identity 9. Believe
3. On A Silken Thread10. Distant Memories
4. Die Kraft ist in Dir 11. Odd Nativity
5. Spiral Of Insanity 12. Blame
6. Liberation13. Past - Present - Future
7. Metamorph

"Rock in allen Facetten", so beschreibt eine Schweizer Tageszeitung, das was sie von TRIBAL zu hören bekommt. Die Band selbst bezeichnet ihre Musik als Modern-Dark-Alternative-Classic-Rock, was auf mich eher wie Orientierungslosigkeit wirkt. Das kann doch nur in die Buchse gehen, weil das Spektrum irgendwie nicht richtig passt. Sei es wie es sei, und soviel sei hier schon verraten: TRIBAL sind mehr Modern Rock mit Classic Rock-Anteilen als irgendwas Alternatives oder Darkes. Das Einsteigertrio aus Eleven, My Identity und On A Silky Thread geht ziemlich gut nach vorne ab, die Riffs drücken ordentlich durch die Membran, der Sänger kann in den aggressiven Parts richtig gut Dampf machen, verliert in den ruhigen allerdings etwas an stimmlicher Überlegenheit, es gibt ordentliche Soli, das startet schon gut. Die Kraft ist in Dir kommt mit seinem deutschen Text etwas unbeholfen aus den Boxen, kann aber trotzdem kleine Punktzahlen einfahren. Danach geht's mit dem Kopfnicker Spiral Of Insanity weiter, bevor mit Liberation eine minimale Ruhepause eingelegt wird. Metamorph ist nicht schlecht, kennt man aber schon von den vorherigen Songs irgendwie. Sollte dem Album jetzt schon die Puste ausgehen? Hardcore kommt auch eher bekannt um die Ecke, kann aber mit einem akzentuierten Gitarrensolo punkten. Believe ist die Ballade von "I-Dentity" und eine Ode an die Liebe. Distant Memories holt dann wieder etwas die Keule raus, bleibt insgesamt aber hinter dem Einstiegstrio zurück. Zum Ende kriegen die Eidgenossen dann doch noch die Kurve und legen mit Odd Nativity, Blame und dem abschließenden Past - Present - Future nochmal ein paar Kohlen auf den Grill und bringen das Album so ganz positiv über die Ziellinie.

Ihre musikalische Identität dürften TRIBAL mit "I-Dentity" gefunden haben, die ganz klar Richtung modernem Classic Rock tendiert. Zwei bis drei Nummern weniger hätten dem Dreher besser gestanden und insgesamt ein wenig wagemutiger an die ganze Geschichte rangehen wäre auch nicht verkehrt gewesen. Reinhören lohnt sich auf alle Fälle.

Friedemann Schmidt, (Artikelliste), 2012


 
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