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Tyketto

Dig In Deep

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Dig In Deep
Dig In Deep, Frontiers, 2012
Danny Vaughn Lead Vocals, Backing VOcals, Acoustic Guitar
Brooke St. James Guitars, Backing Vocals, Keyboards
Jimi Kennedy Bass Guitar, Backing Vocals,
Michael Clayton Drums
Additional:
Bobby Lynch Keyboards, Backing Vocals
Norman DelTufo Percussion
Jonathan Gilcrest Cello, Violin
Holly Nelson Solo Violin
Länge: 45 Min 00 Sek Medium: CD
1. Faithless7. Monday
2. Love To Love 8. Dig In Deep
3. Here's Hoping It Hurts9. Sound Off
4. Battle Lines10. Let This One Slide
5. The Fight Left In Me11. This Is How We Say Goodbye
6. Evaporate

Oops, die hätten wir beinahe übersehen in dem Wust von Neuveröffentlichungen - und das wäre schade!
TYKETTO begannen als Glam Rock Band Anfang der 90er, und sie klangen auf "It Don't Come Easy" so ein wenig wie WHITESNAKE. Dann kam Grunge, und TYKETTO nicht mehr richtig vom Boden hoch - was hilft? Melodic Rock, und so versuchte man sich als JOURNEY Epigone, dann kamen Krankheitsfälle und Bandveränderungen dazwischen; der Wunsch, nie mehr aufzutreten wurde laut und ein Entschluss gefasst, die Band aufzulösen. Den man dann revidierte - und da sind sie wieder. An dem vorliegenden Album haben sie - natürlich nicht immer zusammen und an ein und demselben Ort - seit 2009 gearbeitet; und man kam wieder zusammen unter der Maßgabe, dass das neue Album 'rocken' sollte. Yep, und das tut es.

Die ersten beiden Tracks sind drängende, fast schon ungestüm-modern-rockige Draufgänger; bei Faithless kommt nach einer schönen Bridge im Mittelteil eine geigen- und akustikgitarristisch unterlegte Zwischensequenz - klingt gut, das. Und das macht die Band öfters: Akustikgitarren und Stromer zu kombinieren.
Die Riffs kommen hart, knapp und gezirkelt - kein episches Powergeballer und keine Breitwand-Geräusche. Aber vor allem: die Refrains sind wirklich solche, die den Namen verdienen (nicht nur einfach so gebaute Melodieteile, dass anstatt von einem zwei Leute singen) und zum Mitsingen oder -pfeifen einladen. Die mehr melodischen Tracks wie etwa Here's Hoping It Hurts, Battle Lines sind ebenfalls keine Standardware; und wenn man eine Slide wie im Title Track hört, kann man sich nicht mehr wünschen.

Die Herren haben hier wirklich ein sehr gutes Hard Rock Album abgeliefert. Wäre jede Veröffentlichung aus dem Hause Frontiers so, oder jede Melodic Rock Scheibe so, könnte man sich an dieser Genre viel mehr erfreuen.
Man hört zwischendrin Vocals, die an Jeff Scott Soto erinnern und denkt - ja, genau. MR. BIG ist immer noch unangreifbar, aber JSS hinkt hinter seinen Möglichkeiten her und GREAT WHITE stolpern mut- und saftlos durch die Pampa - da ist doch plötzlich jede Menge Platz für eine Band mit einem guten, melodischen Rockalbum. Hier - bitte sehr.

Dietrich Gastrock, (Artikelliste), 18.05.2012


 
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