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Weapon Head

Surgical Smile

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Surgical Smile
Surgical Smile, Eigenverlag, 2010
Boris Lead Vocals, Drums
Dave Guitar, Backing Vocals
Drew Bass, Backing Vocals
Steve Guitar, Backing Vocals
Produziert von: Steve James Länge: 41 Min 19 Sek Medium: CD
1. Bullshit Has No Sound7. The March Of Mysery
2. Gimme Gimme8. Swangsta Gangsta
3. Got No MOney9. Rescue Me
4. Surgical Smile10. Lucifers Lunch
5. Bring Me Home11. Let Go
6. Charade12. Cold Turkey

Hmm, Hard Rock nennt Marketing das. Nun gut, so sei es - Hard Rock á la FAITH NO MORE , was die Songkonstruktionen, die Vocals und den Sound angeht. THE KNACK - ja, stimmt, da sind wir schon sehr beim Hard Rock, und spannen eine großen Bogen von FAITH NO MORE bis hierher - steuern das Melodiöse bei, und GREEN DAY den Punk und Pop, und damit ist der Kosmos von WEAPON HEAD beschrieben. Die Jungs liefern hier ihre erste CD nach der Veröffentlichung eine EP in 2008 ab (von der auch der wirklich herausragende Titel March Of Mysery stammt).

Australier von Geburt, riefen sie Steve James, der unter anderem auch ihre Kollegen AIRBOURNE produziert hat, und auch die SEX PISTOLS - passt alles! - an die Regler, und entstanden ist ein melodisch-punkiges Popwerk, abwechslungsreich und vielseitig, und eben immer nahe an FNM.
Wenn die Burschen dann in 10 Jahren, nach der Veröffentlichung von drei CDs und nachdem sie ihren eigenen Stil noch etwas besser, also eigenständiger definiert haben, eine "Best Of" veröffentlichen, werden von ihrem Frühwerk neben dem stramm marschierenden und eben auf einen Marschrhythmus aufgebaute March Of Mysery das wüst-gierige Gimme Gimme, das melodisch hardrockige Surgical Smile, das KNACK-nahe Charade (zwinker-zwinker: My Sharona) und das zweite Treffen mit dem Teufel in der Popgeschichte - Lucifers Lunch - dabei sein.

Aber ganz oben auf der Liste wird Lennons Song Cold Turkey stehen, dem dieses Remake hier sehr gut tut, angefangen vom knurrigen Bass bis hin zum kakophonen Mittelteil und dabei allen Cold Turkey Schmerz ausdrückend so gut es musikalisch geht. Problem dabei ist natürlich, dass dieser Song im Ohr steckt, und man dabei leicht Kritik an den Eigengewächsen der Band üben kann ob deren im Vergleich minderer Qualität, was aber nicht der Wahrheit entspräche. Trotzdem - der ist schon klasse, diese Entzug.

Die CD kann über weite Strecken mit ihrem Modern Hard Rock fesseln, und die Luschen kehren wir unter den Teppich - hätte Lennon auch gemacht. Mal im Auge behalten, und zumindest die genannten Songs antesten.

Dietrich Gastrock, (Artikelliste), 17.07.2010


 
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