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Werner Nadolny's Jane

Eternity

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Eternity
Eternity, SAOL/H'art/Zebralution, 2011
Werner Nadolny Keyboards, Backing Vocals
Torsten Ilg Vocals
Dete Klamann Guitars, Backing Vocals
Rolf Vatteroth Bass, Vocals
Doctor Bogard Piano, Keyboards
Sven Petersen Drums, Percussion
Gäste:
Jutta Weinhold Vocals
Dirk Rogon Guitars
Anca Graterol Backing Vocals
Ossy Pfeiffer Backing Vocals, Additional Instruments
Produziert von: Werner Nadolny Länge: 62 Min 21 Sek Medium: CD
1. Triptych4. Space Waters
a.) Beauty5. Roses On The Floor
b.) Prosperity6. A Little Big While
c.) MediaBonus Track:
2. Circle Of Hands7. Borrowed Time & Roses On The Floor & Triptych (Radio Redits)
3. Borrowed Time

Es passt wunderbar, Werner Nadolnys JANE und Klaus Hess' MOTHER JANE gleichzeitig zu besprechen. Letztere haben zwei ansprechende Live-CDs am Start und Nadolny eine neue Studioscheibe. Vergleichbar ist das im Grunde nicht, denn wo Hess auf zwei Gitarren und Bühnenpower mit ansprechend arrangierten alten Songs setzt, komponiert Nadolny neue (neue?) Songs und tritt nicht live auf.
Die JANE-Schlammschlacht ist im Aufsatz über MOTHER JANEs "Hungry 4 Live Part 1 & 2" hinreichend beschrieben und auf den diversen Webseiten der Bands bis zum Überdruss ausgebreitet, deswegen hier kein weiterer Kommentar dazu. Werner Nadolny hat mit komplett neuer Studiobesetzung ein Album namens "Eternity" eingespielt, darum geht es.

Alben von Keyboardern werden von Gitarrenfreunden grundsätzlich kritisch beäugt, schon gar, wenn sie auch noch vom Tastengott persönlich produziert sind, und immer mal wieder auf "Eternity" erliegt auch Nadolny der Versuchung, all zu viel süßlichen Keyboardkleister auf seinen Songs zu verschmieren. Der epische Viertelstünder Triptych erhärtet gleich zu Beginn den Generalverdacht gegen die Zunft der Organisten. Ein dreiteiliges Werk, von dem aber nichts hängen bleibt. Die Version von HEEPs Circle Of Hands macht es nicht besser. Die Fragen nach dem Warum, JANE war nie eine Coverband, und vor allem warum - wenn schon - nicht intensiver, stellen sich. Die Auflösung liegt wohl beim Sänger: Torsten Ilg ist bei einer HEEP-Coverband eben jenen Namens CIRCLE OF HANDS tätig. Er gibt den David Byron auch achtbar, keine Frage, aber unbedingt sein müsste die letztendlich lauwarme Nachspielerei nicht. Erst nach 20 Minuten holt einen das lebhafte Borrowed Time aus dem entspannten Halbschlaf, da funktioniert das Zusammenspiel zwischen den altmodischen aber schönen Synthesizer- und Orgelkaskaden und dem Groove der Band, die Melodie ist eingängig, die Gitarre hat einen schicken Auftritt, das passt rundherum - auch wenn man sich an ziemlich alte Musik erinnert fühlt.
Nett ist der Gastauftritt von Jutta Weinhold bei A Little Big While. Die Frau hat immer noch Kraft und Charisma in der Stimme, allerdings wünscht man ihr einen handfesteren Song.

"Eternity" ist mehr Nadolny als JANE, aber das ist legitim. Wenn ein Schuss mehr Progressivität, Rock, Mut und Innovation in "Eternity" stecken würde, könnte man den Booklettext von der "Weiterführung und Vollendung der neuen Werner Nadolny's Jane-Schwingung" nachvollziehen, Schlager wie Roses On The Floor widerlegen das allerdings in weichgespülter Weise. Realistisch betrachtet ist die - gut produzierte - CD ein nettes Kann, aber bei weitem kein Muss. Zudem ist der als Bonus verkaufte Radio-Edit von Borrowed Time, Roses On The Floor und Triptych nur eine zehnminütige Zeitschinderei.

Fred Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste), 15.08.2011


 
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