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Das Jahr 2001:

Martin Schneider

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Die CDs des Jahres 2001
InterpretTitel
1. Runrig The stamping ground
2. Arena Breakfast in Biarritz (live)
3. Catley, Bob Middle earth
4. Savatage Poets and madmen
5. In Extremo Sünder ohne Zügel
6. Subway To Sally Herzblut
7. Thanateros The first rite
8. James LaBrie's Mullmuzzler2
9. Therion The secret of the runes
10. Paradise Lost Believe in nothing
Beste »alte« CDs
Interpret Titel
1. Mila Mar Elfensex
2. Antichrisis Perfume
3. Fish Tales from the big bus (live)
4. Axe The crown
5. Rhapsody Dawn of victory
6. Donnie Munro Live
7. Dream Theater Falling into infinity
8. Accept All Areas - Worldwide
9. Axe Axe
10. Great White Great White
Beste Konzerte 2001
Interpret wann + wo
1. Mila Mar 5.10., Esslingen
2. Donnie Munro 27.4., Reichenbach
3. Axe 7.6., Stuttgart
4. Merlons Lichter 8.12., Reichenbach
5. Corvus Corax 17.12., Stuttgart
6. Subway To Sally 6.5., Stuttgart
7. Children Of Bodom 4.3., Stuttgart
8. Judas Priest 29.6., Balingen
9. Lizard 22.12., Reichenbach
10. Mojo Souls 27.10., Sindelfingen
Beste Sänger/Sängerinnen
1. Anke Hachfeld Mila Mar
2. Tori Amos
3. Máire Brennan Clannad
4. Donnie Munro
5. Stuart Adamson Big Country, Raphaels
6. James LaBrie Dream Theater
James LaBries Mullmuzzler
7. Fish
8. Tarja Turunen Nightwish
9. Eric Fish Subway To Sally
10. Bob Catley Magnum
Beste Instrumentalisten
1. Malcolm Jones - Runrig Gitarre
2. Stuart Adamson - Big Country Gitarre
3. Alex Lifeson - Rush Gitarre
4. Mike Portnoy - Dream Theater Schlagzeug
5. Loreena McKennitt Harfe
6. Neil Peart - Rush Schlagzeug
7. Geddy Lee - Rush Bass
8. Bodenksi - Subway To Sally Gitarre
9. Natalie MacMaster Violine
10. Dr. Avalanche - Sisters Of Mercy Schlagzeug
Songs des Jahres
1. Mila Mar Was bleibt...
2. Amos, Tori Concertina
3. Runrig One thing
4. Runrig Wall of China
5. Catley, Bob The end of summer
6. Munro, Donnie Always the winner (live)
7. Clannad In a lifetime
8. Rhapsody The village of the dwarves
9. Outlaws Diabolo canyon
10. Van Zant What's the world is coming to
Musikalische Enttäuschung
1. Bruce Guthro Guthro
2. Lacuna Coil Unleashed memories
3. Skyclad / Martin Walkyer Splitt
4. Steve Walsh (Kansas) Live
5. Sisters Of Mercy Live
6. Raphaels Supernatural
7. Uriah Heep Live
8. Cult Beyond good and evil
9. Saxon Killing ground
10. Judas Priest Demolition
Newcomer/Hoffnung 2002
1. Mila Mar 2. Antichrisis
3. Thanateros 4. James LaBrie's Mullmuzzler
5. Haggard 6. Beyond Twilight
7. Scudiero 8. Cyberya
9. Lucyfire 10. Mojo Souls
Wunschkonzert 2002
1. Marilyn Manson 2. Antichrisis
3. Clannad 4. Haggard
5. Loreena McKennitt 6. Thanateros
7. Pendragon 8. Lacrimosa
9. Mila Mar 10. Michael Dickes
Bestes Cover Artwork 2001
1. Primal Fear Nuclear fire
2. Destruction The antichrist
3. Arena Breakfast in Biarritz (live)
4. Therion The secret of the runes
5. Rhapsody Rain of a thousand flames
6. Subway To Sally Herzblut
7. Blind Guardian And then there was silence
8. Savatage Poets and madmen
9. Doc Holliday Song for the outlaw (live)
10. Baird, Dan Redneck savant (live)
Beste Bücher
1. Raymond Feist Kelewan-Saga (Band 1-6)
2. Raymond Feist Schlangenkrieg-Saga (Band 5-8)
3. Glen Cook Die schwarze Schar (Band 1)
4. Marilyn Manson The long hard road to hell
5. Robert Jordan Das Rad der Zeit (Band 24 - 26)
6. Christoph Dickmann / Wolfgang Niedecken Alles im Eimer, alles im Lot
Beste Filme
1. Matrix 2. Still crazy
3. Planet der Affen
Beste TV-Ereignisse
1. SWR - Die Regionalliga 2. Tatort
3. Mission Erde 4. DSF Doppelpass
5. DSF Bundesliga Pur 6. Polizeiruf 110
7. ZDF Samstagskrimi 8. Stargate
9. Andromeda 10. Das zehnte Königreich
Jubelereignisse
1. meine Frau & mein Hund
2. eigenes Haus
3. die Unterstützung fürs Home Of Rock
4. meine Interviewpartner
5. Bunte Blaue
6. Dänemark-Urlaub
7. Deutschland - England 1:5
8. Bundesligaaufstieg FC St. Pauli Hamburg
9. 1. Home Of Rock Symposium
10. Sylvester 2001
Frust-Ereignisse
1. Stuttgarter Kickers (WFV-Pokal)
2. Stuttgarter Kickers (Regionalliga)
3. Stuttgarter Kickers (2. Liga)
4. kein Lizenzentzug für den VfB Bad Cannstatt
5. Absage von Hel - Die Rebellen in Freudenstadt aufgrund der vorgesehenen Pyroeffekte
6. kein Interview mit Runrig
7. der seltsame Humor mancher Zeitgenossen
8. Sinnlose Randale in der Nacht auf den ersten Mai
9. FC Bayern München nicht abgestiegen
10. Tourneen von Lacrimosa, In Extremo/Thanateros, Yes während meines Dänemark-Urlaubs

Generell halte ich musikalische Jahresrückblicke Ende Dezember/Anfang Januar für problematisch. Unzählige Alben sind erst in den letzten Wochen des Jahres erschienen um - wer will es der Industrie verübeln - sich ein Stückchen am Weihnachtsumsatz zu sichern. In vielen Fällen ist es einfach zu früh, um sich ein halbwegs seriöses Urteil über diese Veröffentlichungen erlauben zu können.

Um der übergroßen Konkurrenz im Weihnachtsgeschäft zu entgehen, werden viele Veröffentlichungen ins neue Jahr verschoben, und eigentlich sollte man auch diese Alben in einem Jahresrückblick würdigen. Doch wen interessiert noch eine Rubrik 'Jahresrückblick 2001', wenn man gerade anfängt sich Gedanken zu machen, wo die ganzen Ostereier versteckt sind? Also werfen wir einfach einen Blick auf die letzten zwölf Monate, immer im Hinterkopf, dass es sich dabei um eine unvollständige Momentaufnahme handelt.

Eine Band ist schon etwas Besonderes, wenn man es als Fan hinnimmt, eine jahrelange kreative Durststrecke durchzustehen, ohne seinen Lieblingen den Rücken zuzuwenden. RUNRIG meldeten sich mit ihrem Album The stamping ground eindrucksvoll zurück und lieferten damit endlich das Studioalbum ab, auf das ich seit Amazing things sehnsüchtig wartete. Vor allem die verstärkte Rückbesinnung auf Elemente traditioneller, keltischer Folklore steht den Schotten sehr gut zu Gesicht. Live konnte die Band die durch das hervorragende Album geweckten Hoffnungen, zumindest bei den Sommerkonzerten, nicht erfüllen. Okay, schlecht war es nicht, aber sie können es einfach noch viel besser.
Übersicht Runrig

Vielleicht lag es aber auch einfach daran, dass DONNIE MUNRO wenige Wochen zuvor durch die Hallen des Landes gezogen war und Konzerte ablieferte, die von der Atmosphäre locker an die besten RUNRIG-Gigs heranreichten, und das will schon was heißen. In Reichenbach ergab sich die Möglichkeit, ein Interview mit Donnie zu führen, in dem er offen und freundlich auch zu unbequemen Fragen Stellung bezog. Nie hätte ich zu träumen gewagt, dass er knapp vier Jahre nach seinen bewegenden Abschiedskonzerten mit RUNRIG auf Sterling Castle noch mal in unseren Breiten live zu sehen sein würde, geschweige denn, dass es zu einem persönlichen Treffen käme. Für jemanden, der sich aus dem Musikbussiness zurückziehen wollte, war der sympathische Schotte aber sehr umtriebig, hängte im Sommer noch einige Open Air-Termine an und will kommendes Frühjahr sein neues Album in Deutschland wieder live vorstellen. Ich freue mich schon darauf.
Übersicht Donnie Munro

'Musik aus der Anderswelt" - mehr fiel den Gralshütern des Schubladendenkens im HOME OF ROCK zu MILA MAR nicht ein. Ein sehr gutes Zeichen, denn die Schwierigkeit, die Band in eine der Standardschubladen zu pressen, bestätigt mir nur, dass hier außergewöhnliche Künstler am Werk sind, die sich deutlich von der breiten Masse abheben. Vor allem live überzeugte die Göttinger Band... um genau zu sein, lieferten sie das stärkste Konzert des Jahres ab! Wäre Elfensex nicht schon im Jahr 2000 veröffentlicht worden, dann hätte es für mich auch keine Frage nach dem Album des Jahres gegeben. MILA MAR - Die Entdeckung 2001!
Übersicht Mila Mar

In eine teilweise ähnlich mystische Kerbe schlägt TORI AMOS, eine hervorragende Sängerin, deren Schaffen mich schon lange interessierte, deren Scheiben aber erst dieses Jahr den Weg in meinen Player fanden. Jemanden wie mich, der gerne klare, helle Frauenstimmen hört und liebend gerne mal wieder neues Material von KATE BUSH auflegen würde, zu überzeugen, war ein Leichtes. Wer gerne mal ausgefallene Musik weit jenseits aller gängigen Klischees entdecken möchte, der sollte es auch mal mit TORI AMOS versuchen.
Übersicht Tori Amos

Achtung, jetzt kommt der krasse Gegensatz: Für viele ist er nur ein durchgeknallter Irrer, für mich einer der bedeutendsten Künstler der Gegenwart: MARILYN MANSON! Zugegeben, ich habe drei, vier mal Anlauf nehmen müssen um Zugang zu seiner Musik zu finden, doch dieses Jahr ist es mir glücklicherweise gelungen. Holy Wood, Antichrist superstar und Mechanical animals sind absolute Meisterwerke moderner, harter Rockmusik, die ich keinesfalls missen möchte. Sehr empfehlenswert auch die Lektüre seiner Autobiographie The long hard road to hell, die doch sehr hilfreich ist um zu verstehen, was diesen Menschen bewegt zu sein, wie er ist.

Und sonst?

You can't kill Rock 'n' Roll sang OZZY in den 80ern und hat, was harte und heftige Sounds angeht, recht behalten.
PRIMAL FEAR boten mit Nuclear fire ein traditionell ausgerichtetes Heavy Metal-Album, das das Zeug zu einem Klassiker hat. Da wird es nicht ganz einfach einen adäquaten Nachfolger abzuliefern.
SAVATAGE sind nach wie vor eine sichere Bank. Poets and madman überzeugte, obwohl die Kollegen vom ROCK HARD kein gutes Haar daran ließen und der eine oder andere HOME OF ROCK-Schreiberling den Crosscheck dazu nutzte, um seinen guten Ruf als kompetenter Kritiker aufs Spiel zu setzen. Mit Damond Jiniya hat man einen würdigen Nachfolger für Sänger Zak Stevens gefunden und man darf gespannt sein, ob sein vampireskes Bühnengebaren sich auch im Sound der nächsten Scheibe niederschlagen wird.
Die Poser von TUFF beglückten die Fans mit einer eher unspektakulären Reunion und dazugehöriger Best of...-Scheibe, legten aber mit American hairband, einer Coverversion mit alternativem Text von KID ROCKs American badass, den Partysong des Jahres vor.
THERION betätigten sich als Runenleser, dabei hätte ich ihnen auch so verraten können, dass Secret of the runes ein ganz heißes Eisen wird.
Die Vorabtracks Machine man und One on one nährten die Hoffnung auf ein großes JUDAS PRIEST-Album, doch Demolition fiel dann eher langweilig aus. Schade.
Wer trotzdem Bock auf Industrial hatte, bekam dafür mit RAMMSTEINs Mutter die Vollbedienung serviert.
ANNIHILATOR mit Carnival diabolos: Solide auf hohem Niveau und überraschend abwechslungsreich. Auf WASP (Unholy terror) und ROB HALFORD (Live insurrection) trifft das auch zu, wenn man das "überraschend abwechslungsreich" streicht. SAXON waren mit Killing ground einfach nur solide.
WAR & PEACE hatte man dagegen mit ihrem US-Metal-Epos Light at the end of the tunnel nicht unbedingt auf der Rechnung, ebenso wenig war zu erwarten, dass The antichrist von DESTRUCTION eine derartig starke Thrash-Granate werden würde.
Als Hoffnungsträger für die kommenden Jahre empfahlen sich vor allem BEYOND TWILIGHT (The devil's hall of fame) und CYBERYA (Mind control).
Das BANG YOUR HEAD-Festival war der Metal-Live-Event schlechthin. In Balingen erlebten etwa 30.000 Fans an zwei Tagen grandioses Entertainment vor allem durch DEE SNIDER, ROSE TATTOO, JUDAS PRIEST, SAVATAGE, STRATOVARIUS und AXEL RUDI PELL.
Unter dem Hallendach hinterließen CHILDREN OF BODOM den besten Eindruck.

Für die Anhänger progressiver Klänge kam das wichtigste Album einmal mehr von ARENA. Ihr Livealbum Breakfast at Biarritz gehört in jede halbwegs ernst zu nehmende Sammlung anspruchsvoller Rockmusik.
Ebenfalls livehaftig und sehr empfehlenswert: SYMPHONY X und ihr Live at the edge of forever.
DREAM THEATER dagegen machten Schlagzeilen, weil ihr perfekt getimtes, ursprünglich am 11. September veröffentlichtes, Drei-CD-Livealbum Live scenes from New York auf dem Cover das World Trade Center in Flammen zeigte. Wie es sich für anständige Bewohner des "home of the brave and land of the free" gehört, wurde das Album zurückgezogen und mit neuem Artwork veröffentlicht. Das war aber auch schon das spannendste an dieser Scheibe. Trotz ihrer unbestreitbaren Qualität wirklich nur was für beinharte Fans.
Um Klassen besser das Soloprojekt von Sänger James LaBrie, das als ein würdiger Images & words-Nachfolger durchgeht. Noch mal zum mitschreiben: JAMES LA BRIE's MULLMUZZLER 2.
YES arbeiteten auf Magnification mit einem Symphonieorchester, ROUGH SILK dagegen wandelten mit Symphony of life auf den Spuren von SAVATAGE und QUEEN. Beides solltet ihr euch nicht entgehen lassen.
Mit SCUDIERO und SERUM machten zwei Newcomer nachdrücklich auf sich aufmerksam.
Live präsentierten sich KANSAS eher durchwachsen und stark von der Tagesform von Steve Walsh abhänig. Großartig dagegen Robbie Steinhard. Für Nostalgiefreaks war es trotzdem eine Offenbarung.

Mit KANSAS auf Tour und deutlich überzeugender waren ASIA, womit wir ganz elegant den Schlenker zum Melodic Rock, Mainstreamm, AOR (nennt es doch wie ihr wollt!) geschafft haben. Nicht nur auf der Bühne, auch mit dem neuen, sehr ruhigen Album Aura, konnten ASIA in den letzten Jahren verlorenes Terrain aufholen.
BOB CATLEY legte mit Middle earth ebenfalls ein sehr starkes Album vor, das berechtigte Zweifel aufkommen lässt, ob die für 2002 geplante MAGNUM-Reunion wirklich eine so tolle Idee ist.
Der Knüller waren aber die Konzerte von AXE, wenngleich diese quasi unter Ausschluss der Tffentlichkeit stattfanden. Wer nicht dort war, hat wirklich etwas verpasst.

Auch für die Freunde erdigen Southern Rocks war es ein gutes Jahr, nicht zuletzt Dank dem neuen, kleinen, aber feinen Label HALYCON, das uns mit durchweg guten Alben von LIZARD (Southern steel), ALLIGATOR STEW (A first taste of...) und CATAWOMPUS (Well, it's about time) beglückte. Dazu kamen noch die Re-Releases der DOC HOLLIDAY-Alben Danger zone und Song for the outlaw, sowie A better road, das uns zumindest einiges an bislang unveröffentlichten Songs bescherte.
Nicht vergessen sollte man aber auch VAN ZANT II, das Debut von Ron Keels IRON HORSE, COMPANY OF WOLVES (Steryl spycase) und DAN BAIRD (Redneck savant - live).
DOC HOLLIDAY und LIZARD wussten auf der fast schon obligatorischen, gemeinsamen Tournee zu gefallen, doch als Support von MANFRED MANN'S EARTHBAND legten LIZARD aus meiner Sicht mit den besten Auftritt ihrer Karriere hin. Klasse, Jungs.

Die sogenannte Mittelalterszene unterliegt weiter einem starken Wandel. Immer weniger Bands setzen auf traditionelles Liedgut, sondern erschaffen vielmehr einen eigenen Sound, der mehr in Richtung Rock mit mittelalterlicher Instrumentierung tendiert.
Bei SUBWAY TO SALLY war das ja schon seit einigen Jahren so. Die Potsdamer enttäuschten auch dieses Jahr nicht, weder mit dem Album Herzblut, noch bei ihren unzähligen Konzerten. Eine sichere Bank.
Stark auch IN EXTREMO, die mit Sünder ohne Zügel ihr bislang reifstes Album ablieferten.
Die MERLONS sind auch wieder zurück, ohne Antje, dafür mit P.G. als Frontman und nennen sich jetzt MERLONS LICHTER. Das Album Die wahre Mutter Gottes braucht zwar einige Hördurchgänge, ist aber wirklich nicht von schlechten Eltern. Auf den Bühnenbrettern konnte sich die Band zu meiner sberraschung sogar noch weiter steigern und gehören mit zu den besten Livebands, die mir in 23 Jahren Konzerterfahrung untergekommen sind.
Die französischen STILLE VOLK kehrten als eine der wenigen Bands mit Satyre cornu zu den traditionellen Klängen zurück, erlaubten sich aber eine göttliche Coverversion von IRON MAIDENs Dune - To tame a land.
CORVUS CORAX präsentierten zwar kein neues Album, tourten aber ausgiebig und begeisterten ihr Publikum.

Musik für die Geschöpfe der Finsternis:
Erst wollte ich es nicht glauben: PARADISE LOST wollten mit Believe in nothing wieder härter werden und klangen dann mehr denn je nach den SISTERS OF MERCY - aber gut. Mit den Schwestern waren sie auch auf Tour, und gaben dabei eine gute Figur ab. Der Headliner verlief sich dagegen im Bühnennebel und ward von den Zuschauern nur seltenst gesehen.
LUCYFIRE, das Nebenprojekt von TIAMATS Jon Edlund paarte staubigen Rock 'n' Roll mit düsteren Klängen und coverte sogar ZZ TOP. This dollar saved my life at Whitehorse rettete zumindestens ein paar mal einen ansonst trüben Tag.
Und dann waren da noch THANATEROS, die mit First rite Anspruch auf den Thron der SISTERS OF MERCY erheben. Gothic Metal mit elektronischen Einflüssen at its best!
Eher schwach: LACUNA COILs Unleashed memories.

Bleiben noch ein paar Exoten, die sich nachdrücklich Gehör verschafften: MENDE rockten deutsch wie einst MAAHN oder BRINGS, und Alles geregelt bringt es wirklich. Aus der New Country-Ecke war es mal wieder TIM McGRAW mit dem Album Set this circus down, der den Cowboy in mir begeisterte und MOJO SOULS (From sun to sun) und MICHAEL DICKES (A movable child) waren die Highlights im Bereich Singer/Songwriter.

Nicht vergessen sollten wir, dass uns 2001 auch viele Künstler für immer verließen und wahlweise in den Rock 'n' Roll-Himmel oder die Rock 'n' Roll-Hölle einzogen. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit: George Harrisson, John Lee Hooker, Leon Wilkesson (LYNYRD SKYNYRD), Joey Ramone, Chuck Schuldiner (DEATH) und zuletzt Stuart Adamson (BIG COUNTRY, RAPHAELS)

Trotzdem, 2001 war ein Jahr voller guter und vor allem voller spannender Musik. Hoffen wir, dass in den nächsten zwölf Monate ähnlich viel Erfreuliches zu unseren Ohren dringt.


 
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