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Hate Squad

Hallo, wir sind noch da!

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Swell Creek Records

Unser Disclaimer

Nach dem überzeugenden 'Comeback' "H8 For The Masses" stand uns die Band für dieses Interview zur Verfügung.
Hier also meine Fragen an HATE SQUAD:

Home of Rock: Die letzte Longplay-Veröffentlichung, "Pzyco", war im Jahre 1997, jetzt kommt der Nachfolger mit "H8 For The Masses". Was ist zwischenzeitlich mit HATE SQUAD passiert?

Hate Squad: Nach der "Pzyco" haben wir uns von unseren damaligen Gitaristen Markus getrennt, hatten dann auch längere Zeit kein Ersatz. Später kam Michael von DRY ROT dazu, aber aufgrund der weiten Entfernung konnten wir auch nur eher selten proben und an neuen Songs basteln.
Zudem kam auch bei uns allen berufliche Veränderungen hinzu, und das hatte natürlich Vorrang. Trotzdem bastelten wir immer weiter an neuen Songs, und als letztendlich mit Mark und Martin an den Gitarren einige gute Stücke entstanden, machten wir uns auch Gedanken diese zu veröffentlichen, kurz, eine neue Platte nach gut sieben Jahren rauszubringen.

HoR: Was darf man von "H8 For The Masses" erwarten? Wie würdet Ihr Euren Sound beschreiben?

H.S.: Ich denke, dass man auch dieses HATE SQUAD Album wieder nicht einfach in eine Schublade stecken kann, dafür sind zu viele verschiedene Einflüsse drin.
Bislang hat jeder der es gehört hat ein positives Statement zu den Songs und zum Sound abgegeben. "H8 For The Masses" ist meiner Meinung nach ziemlich groovig und aggressiv, was wir auch dem guten Sound verdanken, den uns Hermann beschert hat.

HoR: Wie verlief die Studioarbeit? Erarbeitet Ihr Euch die Stücke gemeinsam oder gibt es klare Abgrenzungen bei den Zuständigkeiten? Berichtet ein wenig über Eure Erfahrungen mit dem Produzenten Hermann Frank, der ja auch schon ACCEPT oder VICTORY produziert hat.

H.S.: Die Studioarbeit war für mich gesprochen ganz schön hart da Hermann ein absoluter Pingelkopf ist. Der Typ hört wirklich alles raus und hat auch super Ideen was Songwriting angeht. Die Songs standen schon 8 Wochen vor Studiobeginn, wo wir dann auch das erste Mal Hermann in unseren Proberaum holten. Er war von Beginn an begeistert, hatte auch noch eine Menge Ideen für die Songs, von denen wir auch einige mit einfließen ließen.
Mit Hermann würde ich sofort jederzeit wieder aufnehmen, allerdings besser vorbereitet, damit es nicht wieder Anschisse hagelt (so net, Buaben). [Jungs, an Eurer bayrischen Aussprache müssen wir noch arbeiten... Red.]
Ansonsten werden die Stücke von allen mit beeinflusst. Hat einer gute Riffs, werden diese auch immer ziemlich zügig in gute Songs umgesetzt.

HoR: Auf was seid Ihr bei "H8 For The Masses" am meisten stolz? Welche Songs wird man live zu hören bekommen?

H.S.: Eigentlich können wir auf das ganze Produkt wie es eingeschweißt im Laden steht stolz sein, da in allem eine Menge Arbeit steckt.
Zudem kommt auch die extrem lange Pause, beendet mit einer ziemlich guten Produktion. Darauf können wir stolz sein, den Arsch noch einmal aufgerafft zu haben und eine neue Platte in den Laden gestellt zu haben.
Was die Live-Shows betrifft, würden wir natürlich alles gern spielen, aber so geht das halt nicht. Die ersten drei Songs werden aber immer mit dabei sein.

HoR: Woher nehmt Ihr Eure Inspiration für Eure Songs? Wie entstehen die Texte?

H.S.: Die Songs entstehen immer aus den Bauch raus, ohne vorher irgendetwas durchzuplanen. Das würde unseren Stil eher kaputt machen. Wie schon gesagt, jemand hat ein gutes Riff, eine Melodie, einen Beat etc. Daraus entsteht die Basis, und dann folgt logischer Weise der Feinschliff mit der Gesangsmelodie und dann halt die Texte. Die Texte sind immer schon Burkhards Part; er muss singen, die Linie halten und das kann er am besten mit seinen eigen Worten.

HoR: Wie geht es mit HATE SQUAD dieses Jahr weiter? Welche Gigs sind geplant?

H.S.: Wir spielen in diesem Jahr einige Einzelshows, die immer aktuell auf www.h8forthemasses.com zu sehen sind. Leider hat keines der Sommerfestivals geklappt, da wir mit der Platte ein wenig spät am Start waren. Vielleicht nächstes Jahr, mal sehen wer uns buchen möchte.
Dafür haben wir mehr Zeit uns neuem Songmaterial zu widmen um evtl. noch eine Platte mindestens zu machen.

HoR: Ihr habt es geschafft, mit Eurem aggressiven, aber dennoch groovigen Sound und einem gesunden Sinn für Thrash die 90er zu überleben. Wie beurteilt Ihr die aktuellen Strömungen im Metal?

H.S.: Na ja, alte Bands gehen um den neuen Platz zu machen. Dann verschwinden diese wieder für neuere oder die alten kommen wieder. Irgendwie kommt alles mal wieder, nur mit einem kleinen Lifting. Uns haben die Medien auch ziemlich schnell unter Buchstaben beerdigt, ohne unseren Puls zu checken. Aber genau das ist vermutlich der Grund, weshalb wir uns nie aufgelöst haben ohne noch mal zu zeigen: HALLO, WIR SIND NOCH DA!!

HoR: Seit 1997 hat sich auch das Musikbusiness ziemlich verändert. Was ist Eure Meinung dazu?

H.S.: Musik muss sich verändern, sonst wäre es ja langweilig. So lange die Musiker nach verschiedensten Wechseln noch wissen, wo sie hingehören ist das auch OK. Wir sind nie einem Trend hinterher gelaufen, haben aus all unseren Lieblingsbands immer ein paar Brocken abgeguckt und das ganze für uns verpackt. Selbst wenn ich unheimlich gern alte HC Scheiben höre und genau das jetzt wieder mit einem Touch von Metal wieder In sein sollte müssen wir noch lange nicht das auch praktizieren, oder?!

HoR: Welche Rolle spielt für Euch als Musiker das Internet?

H.S.: Schnelle Infos! Für den einen oder anderen vielleicht nur zum Saugen von Musik, weiß ich auch nicht.

HoR: Was wollt Ihr zum Abschluss den Lesern von Home of Rock mitgeben?
[Bei dieser Frage hoffen wir immer auf Antworten a la "Freibier" oder "Rente für alle Leser", aber Musiker sind Geizhälse... Red.]

H.S.: Danke, dass man hier ein paar Worte loswerden konnte. Noch mehr Dank wenn es jemand liest und für gut befindet und sich sogar mal unsere neue Platte anhört.

Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen und viel Glück bei der Verwirklichung Eurer Pläne.

Ralf Stierlen, (Impressum, Artikelliste), 01.07.2004

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