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InterviewJay Hooks -
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Home of Rock: Jay, wie unterscheiden sich das deutsche und das amerikanische Publikum? Jay Hooks: Mir fiel auf, dass die deutschen Fans es lieben, wenn ich so richtig losrocke. HoR: Du spielst nicht nur Gitarre. Dein ganzer Körper wird zur Gitarre, wenn man Dich, vollkommen in der Musik aufgehend, auf der Bühne sieht. J.H.: (lacht). Oh ja. Musik ist mein Leben. Und auf der Bühne gebe ich alles. HoR: Deine Band ist eine perfekte Musikmaschine. Die Harmonie stimmt. J.H.: Ja. Mit Marie (Bass) und Little Joe (Drums) spiele ich jetzt seit fünf Jahren ununterbrochen zusammen. Wir sind wie eine Familie. HoR: Der Song AM I SUPPOSED TO CRY hat starke Southern Einflüsse. J.H.: Oh Yeah (!). Alles fing bei mir vor Jahren mit Southern Rock an. HoR: Provogue hat ja außer Dir noch einige andere hochkarätige Gitarristen unter Vertrag. J.H.: Leider nein. Ich hatte Rob persönlich getroffen, aber von Dave kenne ich z.Zt. nur seine geilen Platten, die ich zu Hause gerne höre. Bis wir uns persönlich kennen lernen ist es nur eine Frage der Zeit, da alle viel auf Tour in unterschiedlichen Ländern sind. HoR: Wie stehst Du zur gegenwärtigen Chartmusik mit Rap, Techno usw.? J.H.: Frag mich nicht. Ich höre grundsätzlich kein Radio. Mich nervt diese Musik nicht, weil ich sie einfach ignoriere. Da wäre jede Minute vertane Zeit. HoR: Deine Live Acts mit klassischer Trio-Besetzung kommen mühelos ohne den Einsatz von Keyboards aus. Das fällt mir angenehm auf. J.H.: Oh, das will ich auch meinen. Wie schon gesagt, bleib mir vom Hals mit den Computer-Samples. Das zerstört den Sound. Das Einzige, was ich stark finde, ist eine waschechte Hammond B-3. HoR: Das Internet ist aus der heutigen Musik ja nicht mehr wegzudenken. Vielen Bands und Musikern ist es ja nur möglich, über ihre eigene Website CD's zu verkaufen, weil die Record Companies oftmals auf beiden Ohren taub sind. Was hältst Du vom Internet-Zeitalter? Du hast ja selbst eine gute Site. J.H.: Du hast Recht, dass viele Bands ihre Musik nur im Web absetzen können. Das ist die schöne Seite. Nicht so schön finde ich all diese Napsters und Konsorten, die uns Musikern das Leben immer schwerer machen. HoR: Bei Deiner herausragenden VOODOO CHILD Version, legst Du Deine ansonsten so geliebte Gibson beiseite, um zur Fender zu wechseln. Was bedeutet Jimi Hendrix für Dich im Besonderen? J.H.: Er ist einer meiner großen Inspirationen. Meine Mutter sagt oft, ich wäre mit 30 im falschen Alter, für die Musik die ich höre. Classic Rock der 60er und 70er sind meine absoluten Favoriten. Jimi Hendrix, Billy Gibbons, Johnny Winter usw. HoR: Das war in jedem Akkord zu spüren. Ich habe selten solche tollen Versionen von VOODOO CHILD und GOING HOME gehört. HoR: Johnny Winter soll ja sehr krank sein, wie man hören konnte. J.H.: Ja, das ist schade. Aber 40 Jahre Musikbusiness gehen wohl an keinem spurlos vorüber. HoR: Jay, das Home of Rock dankt Dir für das Interview und wünscht Dir für die weitere Tour durch Europa alles Gute. Vielleicht sehen wir uns ja nächstes Jahr wieder. J.H.: Das will ich doch hoffen. Danke. Joachim Domrath, (Impressum, Artikelliste) 21.09.2001 |
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