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Erfurt, Museumskeller, 20.01.2005

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Fotos: Ingolf Schmock


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Bernard Allison
Bernard Allison
Bernard Allison
Bernard Allison
Erfurt, Museumskeller, 20.01.2005

Bernard Allison Mit einen musikalischen Paukenschlag startete der Erfurter Museumskeller ins neue Jahr. Der sympathische Blueser Bernard Allison stellte an diesem Abend sein neues Album Higher Power (Ruf Records, 2004) live und hautnah vor.

Er wurde im zarten Alter von 10 Jahren in die Geheimnisse der schwarzen Musik eingeführt, dabei spielte sein Vater und Lehrmeister Luther Allison die wichtigste Rolle. Die weiteren Lehrjahre waren von prägenden Kollaborationen mit einflußreichen Musikerkollegen wie Koko Taylor, Johnny Winter oder Stevie Ray Vaughan bestimmt.

Bernard Allison Bernard entwickelte daraus seinen ureigenen Stil, die rockig-funkige Interpretation des Blues, mit der er 1990 auf seiner ersten Studioveröffentlichung "The Next Generation" (Mondo Records) die Blueswelt beglückte.
Er verbrachte eine längere Zeit in Europa, entschied sich aber 1999, zwei Jahre nach dem Tod seines Vaters, zurück in die Staaten und damit den Wurzeln zu gehen.
Er verfeinerte über die Zeit seine Markenzeichen, das fulminante Lead- & Slidegitarre-Spiel und seine energiegeladene Stimme. Trotz seines Alters von 40 Jahren ist er fast schon ein Altmeister und hat sich ohne Zweifel schon längst aus dem Schatten seines berühmten Vaters gelöst.

Bernard Allison Neben Fremdkompositionen erzählen gerade die eigenen Songs Geschichten, die im alltäglichen Leben seine Familie begleiten. Dabei kommen auch sehr stark soulgetränkte und funkgroovende Elemente, von warmen Hammondorgel-Tönen umhüllt zum tragen.
Alle diese Tugenden werden auch auf "Higher Power", dem mittlerweile schon zehnten Album, wieder vereinigt. Bernard pendelt zwischen den traditionellen Einflüssen und zeitgemäßem Bluesrock, wovon sich das Publikum im ausverkauften Museumskeller vollends überzeugen konnten. 2 ½ Stunden zelebrierte er mit seiner virtuosen, mitreißenden und ausdauernden Spielart ein wahrhaftig explosives Blueskonzert.

Bernard Allison "Mir ist es egal, ob Michael Jackson oder die Rolling Stones nach mir auf der Bühne stehen. Wenn du Bernard Allison den Job gibst, dann kriegst du eine Bernard Allison-Show. Ich halte mich nicht zurück." (Zitat B. Allison).
Dabei leistete die grandios arbeitende Begleitband (auch im Studio) einen soliden Job und trug somit auch die wichtige unterstützende Rolle für den Gitarrenmeister.

Bernard Allison Schlagzeuger Ron Sutton, Tastenmann Mike Vlahakis und Bassist Jassen Wilber beherrschen ihre Instrumente und durften es mit den Soloeinlagen nebst viel Improvisationsgespür beweisen. So wechselte Bernard an diesem Abend zwischen fünf verschiedenen hochkarätigen Gitarren um seine Geschichten von Gefühlen und tragischen Momenten musikalisch kraftvoll und mit Vollendung in die anwesende Meute zu katapultieren. Überhaupt ist sein Gitarrenspiel in der Liveversion deutlich erdiger als im Studio, die wenigen Soli sind einfach ausgeprägter und wilder.
So führte er mit dem Publikum beim Stück Speed Slide mittels seines Instruments Zwiesprache und läßt es singen wie einst der legendäre B.B. King.

Bernard Allison Im musikalischen Gepäck hatte er eine Auswahl aus seinem umfangreichen Repertoire, mit Augenmerk auf neuem Material, wie Standing On The Edge Of Love, Too Cool und der Hommage an seinen Dad, Into My Life.
Die Crew ist an diesem Abend mit freudiger Hingabe bei der Sache und Bernard sucht immer wieder den engen Kontakt zu seinem begeisterten Publikum, das nicht mehr bekehrt werden mußte.

Bernard Allison Nach diesen schweißtreibenden Stunden der Bluesseligkeit entließen die Musiker die äußerst zufriedenen Konzertbesucher, um ganz ungezwungen ohne Superstarallüren, mit ihnen ein paar Worte zu wechseln.
Fazit: Ein gelungener Abend mit den richtigen Essenzen, brillante Akteure ,ehrliche Handmade Musik und eine gemütliche Lokalität (die Bilder sprechen sicher für sich).
Rock'n'Roll will never die!

Ingolf Schmock, (Artikelliste), 01.02.2005

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