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Coen Wolters Band

Duisburg, The Red Rooster, 30.04.2005

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Fotos: Joachim P. Brookes
Duisburg, The Red Rooster, 30.04.2005

Lange musste ich warten, um endlich Coen Wolters live zu sehen.
Der "Red Rooster" bot das richtige Ambiente für dieses Konzert. Ein Club, dessen Wände voll mit Bildern der großen und ganz großen Blueser sind. Irgendwann wird dort bestimmt auch ein Bild von Coen Wolters an der Wand hängen, da bin ich mir sicher.

Coen Wolters Nach kurzem Soundcheck ging's um 21.20 Uhr los. Zwei Sets, mit einer kurzen Pause, boten alles, was einen Blues/Bluesrock Fan auf die Beine bringt. Da gab es kein Halten, Coens Blues ist leider nicht zum Stillsitzen geeignet und im wahrsten Sinne des Wortes schweißtreibend.
Coens Gitarrenstil ist emotional geladen und mit dem Touch des Texasblues gewürzt, den ich mag. Seine "Gitarrenfahrten" über die Saiten seiner selbstgebauten Gitarre sind einfach nur bewundernswert, ob im Autobahntempo, laid back, groovend oder auch so leise, dass die E-Gitarre fast schon zur Akustischen wird. Immer, und gerade in den Slowbluessongs, ist das Bluesfeeling allgegenwärtig, auch wenn dieses Feeling durch einen Ton ausgedrückt wird.

Coen Wolters
Coen Wolters
Die Bandmitglieder an Bass und Schlagzeug geben den nötigen, erdigen Background für Wolters Gitarrenspiel und die beiden bringen es auf den Punkt. Hier treten drei Musiker auf, die eingespielt sind. Die große Spielfreude der drei dringt aus jeder Pore. Da sprang der berühmte Funke sehr schnell auf das "Red Rooster"-Publikum über.

Coen Wolters Zu hören waren natürlich Songs aus Coen Wolters hochgelobter Debüt-CD "Broken Glass" und einige Coversongs, in denen Coen zeigt, wo unter anderem seine musikalischen Wurzeln sind.
Mit Spanish Castle Magic, Foxy Lady und Voodoo Chile waren drei Jimi Hendrix Klassiker am Start. Gänsehaut beim Zuhören, wenn man die Coen Wolters Band nicht nur hört sondern auch aus 2 Metern Entfernung sieht, wie die Gitarrensoli aus Coens Fingern fließen.
Beim Don Nix Song Going Down wurde das Publikum mit einbezogen und wir sangen lautstark mit.
Dann war da mit Peter Greens Oh Well noch ein Gänsehaut-Klassiker. Schön, dass alle Coversongs eine persönliche Coen Wolters Note bekommen.
Besondere Freude kam bei mir auf, als dann im 2. Set eines meiner "Broken Glass" Lieblingssongs gespielt wurde. Ain't No Way, der Slowblues aus der Feder von Coen Wolters in einer schönen, langen Version; zum Genießen.
Ride The Katy und Ticket To Ride sind für mich fast schon Ohrwürmer.
Mit der Zugabe I Want To Be Loved war dann leider um 0.45 Schluss.

Nach diesem beeindruckenden Konzert sollte meiner Meinung nach jetzt schon ein Coen Wolters Foto an einer Wand des "Red Rooster" hängen.
In diesem Sinne...
Let's keep the blues alive

Joachim P. Brookes, (Artikelliste), 20.05.2005

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