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Festival-Vorbericht:
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Das bislang kleine, aber feine Classic Rock Festival an der holländischen Grenze bei Bocholt, mausert sich so langsam zu einer echten Konkurrenz zu gestandenen Festival-Institutionen wie z.B. das Bang Your Head in Balingen, zumal einige der Attraktionen von dort auch in Lichtenvoorde auftreten.
You're The Biggest Thing Since Powdered Milk Die Verpflichtung des Kult Hard Rock Trios aus den Anfängen des Heavy Rock (Debut 1971) ist wohl die Sensations- überraschung schlechthin. Die Band die u.a. Metalgrößen wie Metallica, Iron Maiden, Van Halen oder Sound Garden inspiriert hat, galt seit 1982 als tot. Doch wie Sittich aus der Asche sind sie seit einigen Jahren wieder live unterwegs (mit neuem Gitarristen Simon Lees) und haben auch ein aktuelles Live Album am Start. Die Track List lässt auf ein echtes Happening hoffen: Crime Against The World, Melt The Ice Away, Gunslinger, Panzer Division Destroyed, I Turned To Stone, Black Velvet Stallion, In For The Kill/Rape Of The Locks/Guts, Breaking All The House Rules, Zoom Club, Napoleon Bona Part 1 and II, Wildfire, Breadfan/Nude Disintegrating Parachutist Woman.
![]() Knockin' At Your Backdoor Deep Purple gehören sicherlich zu den grössten Bands der Rockgeschichte. Keine Party, ohne dass nicht irgendwann am Abend irgendwer Smoke On The Water auflegt. Dann werden Luftgitarren entstaubt und waschbärbäuchige Senioren bangen, dass die Nackenwirbel Halleluja schreien und die anwesenden Kids vermuten Parkinson oder Epilepsie als Ursache für das seltsamen Verhalten ihrer ansonsten eher beschaulichen Altvorderen. Für die Schmuseparty haben Deep Purple natürlich Child In Time im Gepäck. Der Song war in den Niederlanden der Singlehit schlechthin und wird wohl auch an diesem Abend wieder tausende von BIC Feuerzeugen entfachen. Deep Purple sollen in folgender Besetzung auftreten: Ian Gillian (voc), Roger Glover (bass), Steve Morse (guit), Ian Paice (drums) und Don Airey (keyboards).
![]() Riders On The Storm Die L.A. DOORS sind nicht irgendein weiteres DOORS Tribute, sondern ein echtes Erlebnis. Die Musik, der Gesang, Kleidung, Performance, ja selbst die Lightshow lassen vor den Augen der Zuschauer quasi die berühmte Band um Jim Morrison wieder auferstehen. Im Lande der Hanfpflanzer und Tütenbauer läßt sich der Eindruck bestimmt noch irgendwie verstärken. ;-)
![]() Sweet Home Alabama oder Home Is Where My Heart is? Die Southern Rock Urgesteine aus Jacksonville, Florida feiern zur Zeit ihr dreißigjähriges Jubiläum und Lichtenvoorde feiert mit. Im Gepäck haben Van Zant & Co. auch ein brandneues Album, man darf jedoch Wetten annehmen, ob oder wieviele Tracks uns davon präsentiert werden. Denn erfahrungsgemäß sind die Live Sets meistens mehr als vorhersehbar. Sicherlich dürfen Freebird, That Smell oder Simlpe Man nicht fehlen, oder doch? Ein paar Stücke ihrer post Reunion Ära mit etwas mehr Schwerpunkt auf Medlocke oder Thomasson könnte es durchaus sein.
![]() Spirits In The Night Tot gesagte leben länger. Ob Beat, Jazz, Blues, Hard Rock oder in seiner stärksten, progressiven Phase, Mitte bis Ende der 70er, die graue Eminenz dieses Festivals hat wirklich alle Höhen und Tiefen des Business erlebt, alles erreicht, was es zu erreichen gab, alle Spielarten der Rockmusik ausprobiert, vermischt, verworfen, erschaffen und das Ergebnis war doch immer unverkennbar Manfred Mann. Nach diversen Line Up Wechseln war es in den letzten Jahren eher ruhig um die EARTHBAND geworden, umso erfreulicher, dass sie dem Aufruf gefolgt sind und mit ihren allseits bekannten Klassikern die "Geister in der Nacht" zu wecken gedenken.
Rockin All Over The World 1984 hieß es ja bereits Schluß mit Lustig, nach einer "Farewell Tour" sollte der Boogie Train erstmals eingemottet werden. Doch es folgte eine Reunion und erneute Abschiedstournee nach der anderen und man wußte eigentlich nie so richtig, wohin es gerade ging. Doch zur Zeit geht es nach längerer Durststrecke definitiv wieder aufwärts, der Status Quo bleibt gewahrt. Mit "Heavy Traffic" haben sich die Turnschuhrocker um Francis Rossi und Rick Parfitt im vergangenen Jahr wieder auf das besonnen, was sie am Besten können, Boogie Rock bis der Arzt kommt. Live stand das sowieso nie außer Frage, denn ein Quo Konzert besteht nach wie vor aus I like it I like it I like it I like it I la la like it la la like here we gohoo Rockin' All Over The World, oder Whatever You Want, oder Big Fat Mama, oder Again And Again, oder Gerdundula, oder Caroline, oder Down Down, oder Mystery Song, oder Roll Over Lay Down oder oder oder, kollektiver Ausfallschritt eben. Das war so und wird auch immer so sein, Status Quo eben.
![]() The boys are back in town Für viele ist es immer noch unvorstellbar, dass eine Band ohne den verstorbenen Bassisten, Sänger und Bandleader Phil Lynott unter dem Namen THIN LIZZY firmiert. Seit 1999 halten jedoch John Sykes, Scott Gorham, Marco Mendozza und Tommy Aldridge die Legende am Leben. Wer die Band in diesem Line-up bereits erleben durfte und über einen Funken Objektivität verfügt, wird gerne bestätigen, dass die 'neuen THIN LIZZY' ihre Sache verdammt gut machen, wie auch das Live-Album One night live eindrucksvoll dokumentiert. Keine Frage - THIN LIZZY werden Lichtenvoorde und Balingen im Sturm erobern. Doch eins verspricht wirkliche Spannung: Machen Sykes und Gorham endlich ihr vor drei Jahren gegebenes Versprechen wahr und kommen endlich mit neuen Songs auf die Bühne? (Aus dem BANG YOUR HEAD 2003 Vorbericht von Martin Schneider) (Impressum, Artikelliste)
Gipsy Als "poor mans Purple" waren Uriah Heep am Anfang ihrer mittlerweile weit über 30jährigen Karriere verschrien, aber von Jahr zu Jahr, Album zu Album und Konzert zu Konzert konnten sie ihre Kritiker eines Besseren belehren, was Millionen von Fans weltweit natürlich längst schon wussten. Unzählige Gold und Platinalben, Singlehits wie Love Machine oder Easy Livin' haben Heep neben Purple oder Zeppelin unwiderruflich in die Top Five der Hall of Fame der Rock Giganten gehoben und auch wenn ein David Byron nicht mehr unter uns weilt oder ein Ken Hensley nur noch unerträglichen Mist produziert, die restlichen Mannen um die Urgesteine Mick Box oder Lee Kerslake halten die Legende nicht nur am Leben, sondern fügen fleißig neue Kapitel hinzu.
![]() The King Will Come Mit diesem Klassiker einer der ersten Guitar Armies der Rock Geschichte kann man mittlerweile scherzhaft das letzte verbliebene Gründungsmitglied der Band, Andy Powell (53) umschmeicheln. Die Band, die zeitweilig als "beste britische Band" gehandelt wurde, durchlief in ihrer langjährigen Karriere zahllose Line up Wechsel, doch in 1987 hieß es noch einmal back to the roots und in Original Line up wurde getourt und ein Instrumental-Album eingespielt. Powell und Ted Turner nahmen an der spektkulären "Night Of The Guitar Tour" teil, doch danach brach die Band erneut auseinander. Mit neuen Gesichtern und alten Hits im Gepäck bereisen Wishbone Ash aber seit Jahr und Tag die großen und die kleinen Bühnen dieseits und jenseits der Weltmeere und deshalb gehören sie nirgendswo anderes hin, als auf ein Classic Rock Festival dieses Kalibers.
![]() Yesterday And Today Mit der Verpflichtung von Y&T ist den Arrow Classic Rock Festival- wie den Bang Your Head-Machern ein echter Husarenstreich geglückt. Einen echten amerikanischer Stadionact (auch wenn das schon ein paar Jährchen zurückliegt) gibt es hierzulande auch nicht alle drei Wochen zu bewundern.. Lang ist es her, seit die Band das letzte Mal in Europa gastierte und der Comeback-Auftritt verspricht ein echter Leckerbissen zu werden. Schließlich hat die Band im Laufe ihrer Karriere jede Menge zeitlose Klassiker abgeliefert. Man erinnere sich nur an I believe in you, Rescue me, Open fire, Go for the throat, Midnight in tokyo, Black tiger, Summertime girls, Barroom boogie, Squeeze oder 25 hours a day. Schon jetzt scheint absehbar, dass die Spielzeit viel zu kurz sein wird. Y&T wären aber nicht die ersten, die nach eine paar Reunion Gigs wieder Blut lecken und es noch einmal wissen wollen. (Aus dem BANG YOUR HEAD 2003 Vorbericht von Martin Schneider) (Impressum, Artikelliste) Ralf Frank, (Impressum, Artikelliste), 27.05.2003
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