Eröffnet wird der heutige Reigen mit MERCENARY aus Dänemark, die zu früher Stunde, sprich 19:30 Uhr (Beginn war laut Plakaten allerdings 20 Uhr) vor fast leerem Saal spielen durften. Die Band um Ripper Owens Epigone Mikkel kam mit ihrem Prog-Thrash gut an, wenn auch die Bühne viel zu klein war, um sich richtig entfalten zu können.
Ich erwartete jeden Moment das Mikkel mit seinen "Karateschlägen" einen seiner Bandkollegen arbeitsunfähig macht. Solides halbstündiges Set, nach dem MERCENARY selber abbaut und zeitgleich DEW-SCENTED ihren Kram auf.
Und nun ist kollektives Haarschütteln angesagt, Leute! Ohne Pause knallen die Niedersachsen, Nackenbrecherisches aus der PA, Songs wie Kill Me, Kill Us oder Cities Of The Dead können begeistern!
Machen die Jungs jetzt Thrash oder Metalcore, oder ist es gar Death Metal? Egal, die Grenzen verschwimmen und die Fans saugen jeden Song auf. Nach ca. 30 Minuten Headbanging pur gibt's dann auch 'ne "Ballade" zu hören, bei dem Tempo dieses Songs können allerdings immer noch Knöllchen wegen Überschreiten des Speedlimits verteilt werden. Sehr geil.
Nach einem kurzen Boxenstop, um sich die Kehlen zu ölen, kommen dann die Leute auf die alle warteten: NEVERMORE.
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Die inzwischen gut gefüllte Zeche, begrüßt Ihre Götter frenetisch. Warrel Dane mit Kopfsocke und Pferdeschwanz, stolziert über die Bühne wie ein Tiger im Käfig, seine unverwechselbaren Vocals kommen glasklar und punktgenau.
Keine andere Band schafft es, pure Aggressivität so mit melodischen Melodiebögen zu verbinden. Ich sag nur Born, dabei geht der Chronist hier ab wie ein Zäpfchen!
(und ich sag' euch: heute haben sie den Song nur für mich gespielt!)
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Die Rhythm Section legt ein solides Brett hin, und tendiert dazu, je weiter es in die Show geht, immer noch das Gaspedal ein wenig weiter durchzudrücken.
Auf Acid Words folgt Bitter Sweet, ein Hammersong jagt den anderen. Der Simon und Garfunkel Track Sounds Of Silence wird regelrecht geschlachtet.
O-Ton Warrel bei der Ansage: "Let's kill it!". (Art G. und Paul S. würden sich freuen)
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Persönlich hätte ich mir ein, zwei Stücke von SANCTUARY gewünscht. Der inzwischen erschreckend spindeldürre Warren ist so gut bei Stimme, dass auch diese wieder live klappen sollten! Na ja, vielleicht beim nächsten Mal! Die Setlist wurde übrigens über ein Internet Voting abgestimmt, und da wurden leider die SANCTUARY Alben nicht zugelassen!
Nee, war schon 'ne richtig geile Sache! Jetzt schaut euch noch an, was mir Drummer VAN noch alles zu erzählen hatte.
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