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München, Hide Out, 08.10.2003

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Adelina Schmidtlein

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Billy Moss
Billy Moss from Alabama
Bobby Nesbitt
Bobby Nesbitt: "The Monster"
Billy Moss
Right in your face Southern Rock!
München, Hide Out, 08.10.2003

Rebel Storm

Der Kritiker ist unabhängig und nicht voreingenommen. Der Kritiker sieht und hört alles und wird nichts verschweigen. Der Kritiker ist aber in erster Linie Musikfan und Fan der Band REBEL STORM.
Die Band sagt Stunden vor dem Gig, dass es ihnen vollkommen egal ist, ob nun 5 oder 5.000 Leute kommen, denn sie werden den Club so oder so in Grund und Boden rocken. Und genau das tun sie Stunden später auch.

Southern Rock kommt in München etwa so oft vor wie die SPD. Alle 40 Anhänger plus ein paar Gelegenheitsgäste haben sich im Hide Out versammelt und haben nichts anderes vor, als dass sie eine Southern Rock & Roll-Party feiern.
REBEL STORM definieren den Begriff Southern Rock wirklich nicht neu, aber ALLES was wir an diesem Abend gehört haben, war bezüglich Power, Spielfreude und Intensität Entertainment pur. Es gibt nur 4 lebende Bands, die ein derartiges Feuerwerk abbrennen können: Doc Holliday, Lizard, Flatman und eben unsere Freunde aus dem Bundesstaat Washington.

Pat Savage

Die Tour heißt "The Hard Way Tour" und das ist sie auch. 18 Konzerte in 4 Wochen, unendliche Stunden im "Highway-Hardway Tiger", Erkältungen und ein ausgewachsener Bänderriss am Knöchel von Gitarrist und Sänger Billy Moss. Aber was ein echter Rocker ist, steckt so was weg und gibt jeden Abend Gas bis zum bitteren Ende.
So ganz nebenbei haben sie auch noch einen neuen zweiten Gitarristen eingelernt. An einem Nachmittag in einem Hotel in Amsterdam... Pat Savage ist aber ein Profi der Extraklasse und wer es nicht weiß, käme nicht auf die Idee, dass Pat neu in der Band ist. Der Zuhörer bekommt bei einem Konzert mehr Double Leads um die Ohren geknallt, als manche altgedienten Southern Helden auf einer gesamten Tour zustande bringen.

Rebel Storm

In München spielten die Jungs beinahe das komplette Programm ihrer beiden CDs. Wer behauptet, diese beiden Alben wären nicht großartig (ganz besonders die aktuelle Scheibe natürlich) und wer trotzdem den Mut hatte, eines der Konzerte zu besuchen und jetzt nicht endgültig alle seine Hüte zieht, der hat Southern Rock nicht begriffen und darf künftig wieder seine beiden alten LPs (ich tippe auf Skynyrd und die Allman Brothers) aus den Siebzigern hören. Weitere Diskussionen erübrigen sich.

Don

No Settled Man, Good Times, True To My Baby. 3 Songs, die von Anfang an alle Unklarheiten beseitigen. Rock & Roll, Boogie, ein paar funky Töne, Piano de Luxe, Gitarren ohne Ende, zwischen Billy Moss und Don "Big D" Swensen wechselnder Gesang - beide sind Shouter der Sonderklasse - und eine intuitive, unbewusste Interaktion zwischen Don am Bass und Drummer Bobby Nesbitt, die mehr als ein Mal magisch wirkt. Das ist kontrollierte Power, die man bei "lauten" Rockbands nicht oft hört. Überhaupt, Bobby Nesbitt. Der Mann ist ein Monster (O-Ton Billy Moss während dem Solo von Bobby). Normalerweise gehe ich bei den Schlagzeugsoli immer an die Bar. Aber das hier war eine der besten Vorstellungen, die ich von einem Drummer je gehört habe.

Like A Fool, Gatorville, Midnight Traveler. Mehr Southern Rock geht nicht! Billy und Pat rocken um die Wette. Zusammen, nacheinander, nebeneinander, miteinander. Dem Gitarrenfreund gehen die Augen über und ich sah spätestens jetzt nur noch grinsende Gesichter. Takin' All I Can...

Joe Turnbull

Nach dem ersten (von drei) Sets sagte ich noch, dass eigentlich nicht mehr viel kommen könnte. Weit gefehlt. Diese Band schafft es mühelos, über 2 Stunden mit spannendstem Rock zu bestreiten, nicht ein Langweiler dazwischen, selbst Balladen wie Standin' In The Rain heizen ein und immer wenn Joe Turnbull zu einem seiner Honky-Tonk Pianosoli anhebt, weiß man, was in den nächsten 5 bis 10 Minuten auf einen zukommt: Ein Southern Rock & Roll-Jam für Genießer. Firefly Lightnin'...

Liebe Freunde aus dem Schwarzwald! Am 17.10. bekommt Ihr in Horb im Rainbow Euren Teil ab! Fragt die Band doch einfach, ob sie der Einfachheit halber einfach nur ein einziges Lied spielen wollen. True Tales Of The Black Forest nämlich. Damit seid Ihr vollkommen bedient. Was für eine Nummer... Wenn Ihr ganz brav seid, dann wird auch der Mimi von FLATMAN einsteigen und Ihr kriegt den Beweis, dass wir in Deutschland auch Schlagzeuger haben, die so richtig grooven können.

Rebel Storm & Mimi

Liebe Freunde, die Ihr diesen Bericht lest: München hat ein perfektes und grandioses Southern Rock Konzert erlebt.
Liebe Freunde von Rebel Storm: You're a hell of a band!

Fred Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste), 10.10.2003

Bilder: Adelina Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste), 08.10.2003

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