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Konzertbericht:
ZZ TopSupp.: Gary MooreLeipzig, Arena, 11.10.2002 |
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Ca. 10.000 Menschen pilgerten in die Arena nach Leipzig, um das texanische Trio ZZ TOP zu erleben. Darunter waren aber auch, wie sich später rausstellte, jede Menge Gary Moore Fans. Pünktlich um 20.00 Uhr beginnt Gary Moore, begeistert empfangen von seinen treuen Fans. Bereits nach dem Erscheinen seines neuen Albums "Scars" im September diesen Jahres, welches er uns nun auch live vorstellte, musste so mancher seine Meinung revidieren und wer seinen Auftritt in Leipzig gesehen hat, wird mir uneingeschränkt zustimmen. Am Bass ist Cass Lewis, ehemals SKUNK ANANSIE und am Schlagzeug sitzt Darrin Mooney. Früher bei PRIMAL SCREAM, der wohl letzten Drogen-Band in der Tradition der alten Mods. Nach gut einer Stunde sollte Schluss sein, aber die Fans ließen es nicht zu, dass er ohne Zugabe so einfach von der Bühne verschwindet und Gary ließ sich natürlich auch nicht lange bitten. Der europäische Teil der XXX-Worldtour war ja bereits für den Sommer 2000 angesetzt, jedoch musste die Tour abgesagt werden, da bei Dusty Hill Hepatitis C diagnostiziert wurde. Der Umbau begann pünktlich nachdem Gary Moore die Bühne verlassen hatte. Natürlich harrte ich der angekündigten Überraschungen, die da kommen sollten: Mit etwas Verspätung betraten dann die beiden Rauschebärte, einschließlich ihres Ersatzdrummers, die Bühne. Drummer Frank Beard, ist in Paris am Blinddarm operiert worden. Die Band wollte dennoch ihre Europa-Tournee fortsetzen und somit sprang John Douglas als Ersatzmann für ihn ein. Er meisterte seine Sache hervorragend. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass nach der schweren Krankheit des Bassgitarristen Dusty Hill und einer zweijährigen Tour-Pause in Europa die beiden Routiniers nur sehr langsam in Fahrt kamen. Den rund 10.000 Fans konnte ZZ Top in der ersten Stunde lediglich ein kollektives, rhythmisches Kopfnicken entlocken und irgendwie gaben sich die Texaner auch sehr wortkarg. Erst während der letzten 45 Minuten einschließlich Zugaben konnten ihre Anhänger endlich die Luftgitarren auspacken. Hits wie Sharp Dressed Man, I Thank You, Cheap Sunglasses oder Gimme All Your Lovin' und endlich auch Legs machten in der letzten Dreiviertelstunde richtig Dampf in den Kessel. Nun gut, ich will nicht zu sehr meckern: ihr kräftiger Blues-, Rock- und Boogie-Mix sowie die meisterhafte Beherrschung der Gitarren: stark - und wie immer verblüffte ihr Minimalismus: Ein Schlagzeug und zehn Gitarrensaiten reichen ZZ Top, um ihre Hits mit sattem Sound zum Besten zu geben. Aber von einer Show, auch wenn sie nur in abgespeckter Form aufgefahren werden sollte, konnte keine Rede sein. Ilka Czernohorsky, (Impressum, Artikelliste), 20.10.2002
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